Ein Richtwert statt Rätselraten
Beim Geldgeschenk stellt sich fast immer dieselbe Frage: Ist der Betrag zu knapp oder schon übertrieben? Feste Regeln gibt es nicht, wohl aber Größenordnungen, die sich in vielen Familien und Freundeskreisen eingespielt haben. Der Rechner fasst sie zu einem Richtwert zusammen, den Sie an Ihre Lage anpassen können.
Ausgangspunkt ist ein Grundbetrag je Anlass, bezogen auf eine Person aus dem engen Freundeskreis. Eine Hochzeit liegt deutlich höher als ein normaler Geburtstag, Taufe und Konfirmation liegen dazwischen. Dieser Betrag wird mit der Nähe der Beziehung gewichtet: Eltern und Paten geben meist mehr, Kollegen weniger. Schenken Sie als Paar, steigt der Betrag, aber nicht auf das Doppelte.
Zuletzt fließt Ihr Budgetrahmen ein. Ein Geschenk soll Freude machen und nicht belasten. Wer knapp bei Kasse ist, darf weniger geben, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Mit dem Höchstbetrag legen Sie eine feste Obergrenze fest, die der Rechner nie überschreitet.
Worauf es beim Geldgeschenk ankommt
Bei Hochzeiten hält sich die Faustregel, das Geschenk solle in etwa die Kosten für Essen und Feier decken. Das ist ein Anhaltspunkt, aber keine Pflicht. Paare freuen sich in erster Linie über Ihr Kommen. Kommen Kinder mit, legen viele Gäste einen kleinen Betrag pro Kind dazu.
Bei Kindern und Jugendlichen lohnt es sich, Beträge innerhalb der Familie abzustimmen. So vermeiden Sie, dass Geschwister oder Cousinen sehr unterschiedlich bedacht werden. Paten geben zu Taufe und Konfirmation traditionell mehr als andere Verwandte, oft verbunden mit einem langfristigen Sparplan.
Die Verpackung macht aus Geld ein persönliches Geschenk: eine gefaltete Figur, ein kleines Rätsel oder eine Karte mit Hinweis, wofür das Geld gedacht ist, etwa für die Hochzeitsreise oder den Führerschein. Eine glatte Summe in neuen Scheinen wirkt aufmerksamer als zerknitterte Banknoten.
Große Geldgeschenke innerhalb der Familie bleiben in aller Regel steuerfrei, weil die Freibeträge der Schenkungsteuer hoch sind. Bei sehr hohen Beträgen, etwa als Zuschuss zum Hauskauf, sollten Sie die Freibeträge prüfen. Der Rechner liefert keine Steuerberatung.
Tipps und typische Fehler
Passend schenken.
- Budget: Ehrlich bleiben.
- Familie: Beträge abstimmen.
- Karte: Persönlich schreiben.
- Scheine: Glatt und neu.
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Häufige Fragen
Wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?
Unter Freunden sind 50 bis 100 Euro pro Person üblich, in der Familie oft deutlich mehr.
Muss ein Paar doppelt so viel schenken?
Nein. Üblich ist etwa das Anderthalbfache des Betrags einer Einzelperson.
Ist ein kleines Geldgeschenk unhöflich?
Nein. Entscheidend ist, was Sie sich leisten können. Eine persönliche Karte wiegt oft mehr als der Betrag.
Wie viel schenkt man zur Konfirmation?
Verwandte geben oft 50 bis 100 Euro, Paten häufig mehr.
Was schenkt man zur Einschulung?
Kleinere Beträge um 20 bis 30 Euro sind üblich, von Großeltern auch mehr.
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