Beruf & Arbeitszeit

Gehaltsvorstellung berechnen

Tragen Sie Ihr aktuelles Jahresbrutto und den gewünschten Aufschlag ein. Der Rechner nennt eine runde Gehaltsvorstellung, eine Spanne für das Gespräch und das Monatsbrutto.

Gehalt und Aufschlag
Einschließlich fester Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Beim Jobwechsel sind 10 bis 20 Prozent üblich.
Ergebnis

Die richtige Gehaltsvorstellung finden

In vielen Stellenanzeigen werden Bewerberinnen und Bewerber gebeten, ihre Gehaltsvorstellung anzugeben. Eine zu niedrige Zahl verschenkt Geld für Jahre, denn spätere Erhöhungen bauen auf dem Einstiegsgehalt auf. Eine zu hohe Zahl kann dazu führen, dass die Bewerbung aussortiert wird. Eine gut begründete Zahl auf Basis des aktuellen Gehalts und des Marktwerts ist deshalb der beste Ausgangspunkt.

Beim Wechsel des Arbeitgebers sind Aufschläge von etwa 10 bis 20 Prozent auf das bisherige Gehalt üblich, bei zusätzlicher Verantwortung, gefragten Fähigkeiten oder einem Umzug auch mehr. Wer intern aufsteigt, bekommt meist weniger. Wichtig ist, mit dem Jahresbrutto zu rechnen, denn Arbeitgeber zahlen unterschiedlich viele Monatsgehälter und das Monatsgehalt allein ist nicht vergleichbar.

Der Rechner schlägt den Aufschlag auf Ihr aktuelles Jahresbrutto, rundet auf eine glatte Zahl auf und bildet eine Spanne, die bei Ihrem Zielwert beginnt. Dazu zeigt er das Monatsbrutto beim neuen Arbeitgeber und das Plus gegenüber heute.

Gehaltsvorstellung=aktuelles Jahresbrutto×(1+Aufschlag) , aufgerundet; Spanne=Gehaltsvorstellung bis Gehaltsvorstellung×(1+Spannenbreite)\text{Gehaltsvorstellung} = \text{aktuelles Jahresbrutto} \times \left(1 + \text{Aufschlag}\right)\,{,}\ \text{aufgerundet};\ \text{Spanne} = \text{Gehaltsvorstellung bis Gehaltsvorstellung} \times \left(1 + \text{Spannenbreite}\right)

Beispiel: Sie verdienen heute 50.000 Euro im Jahr und möchten beim Wechsel 12 Prozent mehr. Das ergibt 56.000 Euro. Mit einer Spannenbreite von 8 Prozent reicht die Spanne bis 60.480 Euro, aufgerundet 61.000 Euro. Sie nennen also 56.000 bis 61.000 Euro. Bei 12 Gehältern entspricht Ihre Untergrenze einem Monatsbrutto von 4.666,67 Euro, das Plus beträgt 6.000 Euro im Jahr oder 500 Euro im Monat.

Gehaltsvorstellung im Anschreiben und im Gespräch

Im Anschreiben genügt ein kurzer Satz, etwa: Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 56.000 bis 61.000 Euro brutto im Jahr. Eine Spanne lässt Verhandlungsspielraum, sollte aber so gewählt sein, dass Sie auch mit dem unteren Wert zufrieden sind. Arbeitgeber orientieren sich erfahrungsgemäß eher am unteren Ende. Krumme Zahlen wie 57.300 Euro wirken dagegen durchdacht und werden seltener heruntergehandelt; beides hat Befürworter.

Neben dem Fixgehalt zählen weitere Bestandteile: variable Vergütung, betriebliche Altersversorgung, Dienstwagen, Jobticket, Homeoffice-Möglichkeiten, Urlaubstage und Wochenarbeitszeit. Ein niedrigeres Gehalt bei 35 statt 40 Stunden kann pro Stunde mehr wert sein. Fragen Sie im Gespräch nach diesen Punkten und vergleichen Sie das Gesamtpaket, nicht nur die Zahl im Vertrag.

Informieren Sie sich vorab über das Marktniveau. Tarifverträge, Gehaltsreports von Verbänden und Entgelttransparenz-Angaben in Stellenanzeigen helfen bei der Einordnung. Liegt Ihr aktuelles Gehalt deutlich unter dem Markt, ist ein höherer Aufschlag angemessen; liegt es darüber, kann ein kleinerer Aufschlag realistisch sein. Region, Unternehmensgröße und Branche machen große Unterschiede.

Was netto vom neuen Gehalt bleibt, berechnet der Brutto-Netto-Rechner. Die Umrechnung zwischen Jahres- und Monatsgehalt bei 12, 13 oder 14 Gehältern übernimmt der Jahresgehalt-Monatsgehalt-Rechner. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte; die passende Zahl hängt von Ihrer Situation und dem konkreten Angebot ab.

Tipps und typische Fehler

Gut verhandeln.

  • Jahresbrutto: Immer angeben.
  • Markt: Vorher recherchieren.
  • Spanne: Unterer Wert passt.
  • Paket: Benefits einbeziehen.

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Häufige Fragen

Wie viel mehr Gehalt beim Jobwechsel ist realistisch?

Üblich sind etwa 10 bis 20 Prozent auf das bisherige Jahresbrutto, bei deutlich mehr Verantwortung auch darüber.

Gebe ich die Gehaltsvorstellung brutto oder netto an?

Immer brutto und als Jahresbetrag, weil Arbeitgeber unterschiedlich viele Monatsgehälter zahlen.

Sollte ich eine Spanne oder eine feste Zahl nennen?

Beides ist möglich; eine Spanne sollte so gewählt sein, dass auch der untere Wert für Sie passt.

Muss ich eine Gehaltsvorstellung angeben?

Nur wenn sie verlangt wird; fehlt sie trotz Aufforderung, kann das als unvollständige Bewerbung gewertet werden.

Was ist Entgelttransparenz?

Regeln, nach denen Arbeitgeber Gehaltsspannen offenlegen und Auskunft über Vergleichsgehälter geben müssen.

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