Nominal- und Reallohn
Der Nominallohn ist der Betrag auf der Gehaltsabrechnung. Der Reallohn berücksichtigt, was man davon kaufen kann. Steigen die Preise schneller als das Gehalt, sinkt der Reallohn, obwohl das Gehalt auf dem Papier wächst. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Reallohnindex, der diese Entwicklung für die Gesamtwirtschaft zeigt.
Der Rechner zeigt, welche Kaufkraft Ihr künftiges Gehalt in Euro von heute hat. Dazu teilt er das nominale Gehalt durch die aufgelaufene Preissteigerung. Die reale Veränderung pro Jahr ergibt sich aus dem Verhältnis von Erhöhung und Inflation und ist nicht einfach deren Differenz.
Außerdem sehen Sie, welche Erhöhung nötig wäre, damit die Kaufkraft gleich bleibt. Sie entspricht der Inflation und ist ein Argument in Gehaltsverhandlungen. Wer eine Erhöhung unter der Inflationsrate akzeptiert, bekommt faktisch weniger.
Grenzen der Aussage
Die allgemeine Inflationsrate bildet einen Durchschnittshaushalt ab. Ihr persönlicher Warenkorb kann stärker oder schwächer steigen, etwa bei hohen Mietkosten oder viel Autofahren. Setzen Sie bei Bedarf eine Rate ein, die Ihrer Situation näherkommt.
Für das Netto sind Steuer und Sozialabgaben wichtig. Wegen der Steuerprogression fällt die reale Entwicklung beim Nettolohn oft schwächer aus, weil ein Teil der Erhöhung in einen höheren Steuersatz rutscht. Ein Brutto-Netto-Vergleich mit dem Brutto-Netto-Rechner zeigt das genauer.
Inflation und Gehaltserhöhung werden als konstant angenommen. In der Praxis schwanken beide von Jahr zu Jahr. Für eine grobe Orientierung über mehrere Jahre reicht das aus, für genaue Planungen nutzen Sie jahresweise Werte.
In Gehaltsverhandlungen helfen konkrete Zahlen. Zeigen Sie, wie sich Preise seit der letzten Anpassung entwickelt haben, und rechnen Sie vor, welche Erhöhung nötig wäre, um die Kaufkraft zu halten. Berücksichtigen Sie zusätzlich Leistung und Verantwortung, denn eine reine Inflationsanpassung ist noch kein Gehaltssprung. Prüfen Sie auch Zusatzleistungen wie Jobticket, Betriebsrente oder steuerfreie Sachbezüge, die das Netto verbessern können, ohne dass der Arbeitgeber das Bruttogehalt stark erhöhen muss.
Tipps und typische Fehler
Kaufkraft verteidigen.
- Verhandlung: Mindestens die Inflation fordern.
- Netto statt brutto: Steuerprogression mitdenken.
- Eigener Warenkorb: Miete und Energie anders gewichten.
- Jährlich prüfen: Gehalt mit den Preisen vergleichen.
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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Reallohn berechnen
- Kaufkraft Gehalt
- Gehalt Inflation
- Reallohnentwicklung
- Gehaltserhöhung Inflation
- Kaufkraftverlust Gehalt
Häufige Fragen
Was ist der Reallohn?
Der Lohn bereinigt um die Preisentwicklung, also die tatsächliche Kaufkraft des Gehalts.
Wie viel Gehaltserhöhung gleicht die Inflation aus?
Genau die Inflationsrate, bei 3 Prozent Inflation also 3 Prozent mehr Gehalt.
Warum ist der reale Wert niedriger als der nominale?
Weil mit steigenden Preisen jeder Euro weniger kaufen kann.
Was ist der Reallohnindex?
Ein Index des Statistischen Bundesamts, der die Entwicklung der Löhne nach Abzug der Preissteigerung zeigt.
Wie viel Prozent mehr Gehalt brauche ich?
Mindestens die Inflationsrate, um die Kaufkraft zu halten.
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