Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Vom Candela-Wert zur Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke in Lux gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Sie ist die Größe, die Normen für Arbeitsplätze vorschreiben und die ein Luxmeter misst. Eine Lampe beschreibt man dagegen über ihre Lichtstärke in Candela, also das Licht, das sie in eine bestimmte Richtung abgibt. Das photometrische Entfernungsgesetz verbindet beide Größen.
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab. Doppelter Abstand bedeutet ein Viertel der Lux. Trifft das Licht schräg auf, verteilt es sich auf eine größere Fläche, und die Beleuchtungsstärke sinkt zusätzlich mit dem Kosinus des Einfallswinkels. Bei 60 Grad zur Flächennormalen kommt nur noch die Hälfte an.
Für eine Leuchte an der Decke ist es oft einfacher, mit der Lichtpunkthöhe und dem seitlichen Abstand vom Punkt direkt unter der Leuchte zu rechnen. Daraus ergeben sich Abstand und Winkel. Die Beleuchtungsstärke auf dem Boden oder dem Tisch folgt dann dem bekannten Kosinus-hoch-drei-Gesetz. Der Rechner zeigt zusätzlich, in welchem Abstand der Zielwert erreicht wird.
Lichtstärke richtig ansetzen
Entscheidend ist die Lichtstärke in genau der Richtung, in der der Punkt liegt. Strahler haben einen engen Kegel mit hoher Lichtstärke in der Mitte, die zum Rand hin stark abfällt. Hersteller geben dafür eine Lichtstärkeverteilungskurve an, oft in Candela pro 1.000 Lumen. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem Lichtstrom der Lampe in Kilolumen, um die tatsächliche Lichtstärke zu erhalten.
Das Entfernungsgesetz gilt streng nur für punktförmige Quellen. Als Faustregel der Lichttechnik gilt es ausreichend genau, wenn der Abstand mindestens fünf- bis zehnmal so groß ist wie die größte Abmessung der leuchtenden Fläche. Bei langen Lichtbändern oder großen Flächenleuchten in geringem Abstand liefert die Rechnung zu hohe Werte für nahe Punkte.
Die Rechnung erfasst nur das direkte Licht. In Innenräumen kommt reflektiertes Licht von Wänden, Decke und Boden hinzu, das je nach Raumfarben einen erheblichen Anteil ausmachen kann. Für die Planung ganzer Räume nutzt man das Wirkungsgradverfahren oder Lichtplanungsprogramme. Die Formeln selbst finden sich in DIN 5032 und in Lehrbüchern der Lichttechnik, etwa von Baer.
Die Norm DIN EN 12464-1 nennt Wartungswerte der Beleuchtungsstärke für Arbeitsstätten, zum Beispiel 500 Lux für Schreib- und Bildschirmarbeit und deutlich mehr für feine Montagearbeiten. Die Werte werden bei Überarbeitungen der Norm angepasst, deshalb ist der Zielwert im Rechner frei einstellbar. Für Arbeitsstätten gelten zusätzlich die Technischen Regeln ASR A3.4.
Tipps und typische Fehler
Licht planen.
- LVK: Richtung beachten.
- Abstand: Quadrat zählt.
- Winkel: Kosinus.
- Norm: Werte prüfen.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich Candela in Lux um?
Lux = Candela ÷ Abstand² in Metern, bei schrägem Einfall zusätzlich mal Kosinus des Einfallswinkels.
Warum sinkt die Beleuchtungsstärke so schnell mit dem Abstand?
Das Licht verteilt sich auf eine Kugelfläche, die mit dem Quadrat des Radius wächst.
Wie viel Lux braucht ein Büro?
Nach DIN EN 12464-1 in der Regel 500 Lux am Arbeitsplatz.
Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?
Lumen beschreibt das gesamte Licht einer Lampe, Lux das Licht pro Quadratmeter auf einer Fläche.
Wie messe ich Lux?
Mit einem Luxmeter, dessen Sensor flach auf der Fläche liegt.
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