Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was der Vergleich berücksichtigt
Ob Neubau oder Bestand günstiger ist, lässt sich nicht am Kaufpreis allein ablesen. Beim Neubau kommen zum Grundstück die Baukosten, Baunebenkosten für Planung, Genehmigung und Hausanschlüsse, die Außenanlagen und oft eine längere Phase, in der Miete und Kreditzinsen gleichzeitig anfallen. Beim Bestand ist der Kaufpreis höher, dafür stehen Sanierung und Modernisierung an.
Der Rechner rechnet die Erwerbsnebenkosten aus Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler beim Neubau auf das Grundstück und beim Bestand auf den gesamten Kaufpreis. Die Baunebenkosten werden als Prozentsatz der Baukosten angesetzt, die Doppelbelastung als Monate mal Miete. Daraus entstehen zwei Gesamtsummen, ihre Differenz und der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche.
Der Preis pro Quadratmeter ist wichtig, weil Neubau und Bestand selten gleich groß sind. Ein günstigeres Bestandshaus mit weniger Fläche ist pro Quadratmeter nicht unbedingt billiger.
Was die Zahlen nicht zeigen
Ein Neubau hat einen aktuellen energetischen Standard, geringe Instandhaltung in den ersten Jahren und lässt sich nach eigenen Wünschen planen. Ein Bestandshaus bietet oft eine gewachsene Lage, einen eingewachsenen Garten und sofortige Verfügbarkeit. Diese Unterschiede wirken sich auf Heizkosten, Rücklagen und Wohnqualität aus und sollten neben der reinen Kostensumme bewertet werden.
Die Risiken sind unterschiedlich verteilt. Beim Neubau drohen Kostensteigerungen, Bauverzögerungen und Mängel; ein Puffer von zehn Prozent ist sinnvoll. Beim Bestand sind verdeckte Schäden an Dach, Leitungen oder Feuchtigkeit im Keller die größte Unsicherheit. Ein Gutachter vor dem Kauf kostet wenig im Verhältnis zum Risiko.
Die Grunderwerbsteuer hängt vom Bundesland ab und wird regelmäßig angepasst (Stand prüfen). Wer schlüsselfertig vom Bauträger kauft, zahlt sie nicht nur auf das Grundstück, sondern auf den gesamten Preis; tragen Sie in diesem Fall Grundstück und Haus als Kaufpreis im Bestandsblock ein. Die Maklerprovision teilen sich Käufer und Verkäufer beim Einfamilienhaus in der Regel.
Nebenkosten im Detail zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner, die Belastung durch Miete und Kredit während der Bauzeit der Bauzeit-Doppelbelastung-Rechner und die Gesamtkosten des Hausbaus der Baukosten-Rechner. Der Vergleich ist keine Finanzierungs- oder Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Gut entscheiden.
- Gutachter: Bei Bestand.
- Puffer: Beim Neubau.
- Energie: Mitbewerten.
- Lage: Zuerst prüfen.
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Häufige Fragen
Ist Bauen teurer als Kaufen?
Oft ja, je nach Region und Zustand des Bestands kann es aber auch umgekehrt sein.
Welche Nebenkosten fallen beim Neubau an?
Erwerbsnebenkosten für das Grundstück sowie Baunebenkosten für Planung, Genehmigung und Anschlüsse.
Warum den Preis pro m² vergleichen?
Weil Neubau und Bestand meist unterschiedlich groß sind.
Was ist schneller verfügbar?
Eine Bestandsimmobilie, der Neubau braucht Planung und Bauzeit.
Hat ein Neubau geringere Nebenkosten?
Die Grunderwerbsteuer fällt oft nur auf das Grundstück an.
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