Was „drei Neunen“ bedeuten
Die Verfügbarkeit, englisch Uptime, gibt an, wie viel Prozent der Zeit ein Dienst erreichbar ist. Bei Servern, Cloud-Diensten, Internetanschlüssen und Telefonanlagen steht sie im Service-Level-Agreement, kurz SLA. Die Angabe wirkt unscheinbar: 99,9 Prozent klingt nach fast immer. Doch rechnet man sie in Zeit um, bleibt über das Jahr ein Ausfall von gut 8 Stunden.
Der Rechner übersetzt die Prozentzahl in erlaubte Ausfallzeiten pro Jahr, Monat, Woche und Tag. Die Zeiten wachsen schnell, wenn die Verfügbarkeit sinkt: 99 Prozent entsprechen 3,65 Tagen Ausfall im Jahr, 99,9 Prozent 8,8 Stunden, 99,99 Prozent nur 52 Minuten und 99,999 Prozent gut 5 Minuten. Jede zusätzliche Neun macht den Betrieb deutlich teurer.
Bei der Auswahl eines Anbieters lohnt der Vergleich mit dem tatsächlichen Bedarf. Für einen Onlineshop mit hohem Umsatz je Stunde ist eine Stunde Ausfall teuer, für eine interne Anwendung weniger. Beachten Sie außerdem, welche Ausfälle zählen und wie Entschädigungen geregelt sind.
Worauf Sie im Vertrag achten sollten
Lesen Sie, wie die Verfügbarkeit gemessen wird: pro Monat oder pro Jahr, mit oder ohne geplante Wartungsfenster und für welche Teile des Dienstes. Häufig sind Wartungen oder Ausfälle durch höhere Gewalt ausgenommen. Die Gutschrift bei Unterschreitung ist meist ein kleiner Prozentsatz der Monatsgebühr und deckt Folgeschäden nicht.
Für kritische Anwendungen reicht ein einzelner Anbieter oft nicht. Redundanz, Failover und Backups erhöhen die tatsächliche Verfügbarkeit. Die Gesamtverfügbarkeit einer Kette mehrerer Dienste ergibt sich aus dem Produkt der Einzelwerte und ist niedriger als jeder einzelne Wert: Zwei Dienste mit je 99,9 Prozent liefern zusammen 99,8 Prozent.
Der Rechner liefert theoretische Werte. Messen Sie die tatsächliche Erreichbarkeit mit Monitoring-Diensten und vergleichen Sie sie mit dem Versprechen. Bei Streit gelten die Messmethoden des Vertrags.
Prüfen Sie, welche Verfügbarkeit Ihr Geschäft wirklich braucht. Rechnen Sie den Umsatz oder Schaden pro Ausfallstunde aus und vergleichen Sie ihn mit den Mehrkosten für höhere Verfügbarkeit. Oft ist 99,9 Prozent mit gutem Monitoring und Notfallplan wirtschaftlicher als teure Hochverfügbarkeitslösungen. Dokumentieren Sie Ausfälle, um Ansprüche gegenüber Anbietern belegen zu können.
Tipps und typische Fehler
Verfügbarkeit bewerten.
- Definition: Messung im Vertrag prüfen.
- Wartung: Ausnahmen beachten.
- Kette: Werte multiplizieren.
- Monitoring: Selbst messen.
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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Verfügbarkeit berechnen
- Uptime berechnen
- 99,9 Prozent Ausfallzeit
- SLA Verfügbarkeit
- Ausfallzeit pro Jahr
- Five Nines
Häufige Fragen
Wie viel Ausfall sind 99,9 Prozent?
Etwa 8 Stunden und 46 Minuten im Jahr, 43 Minuten im Monat.
Was bedeutet Five Nines?
99,999 Prozent Verfügbarkeit, rund 5 Minuten Ausfall pro Jahr.
Wie berechne ich die Gesamtverfügbarkeit mehrerer Dienste?
Indem Sie die Verfügbarkeiten multiplizieren.
Wie viel sind 99,99 Prozent?
Etwa 52 Minuten Ausfall pro Jahr.
Wie berechne ich die Gesamtverfügbarkeit?
Durch Multiplikation der Einzelwerte.
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