Rechnen mit Timecode
Im Videoschnitt, in der Postproduktion und bei der Untertitelung wird jede Stelle eines Films über einen Timecode angesprochen. Er besteht aus Stunden, Minuten, Sekunden und Frames, also Einzelbildern, und ist in der Norm SMPTE ST 12 beziehungsweise IEC 60461 festgelegt. Weil die letzte Stelle nicht bis 100, sondern nur bis zur Bildrate zählt, lässt sich mit Timecodes nicht wie mit Dezimalzahlen rechnen.
Der Rechner wandelt beide Timecodes in eine fortlaufende Zahl von Frames um, addiert oder subtrahiert sie und setzt das Ergebnis wieder als Timecode zusammen. So lassen sich Längen von Szenen ermitteln, Out-Punkte aus In-Punkt und Dauer berechnen oder Offsets zwischen zwei Zeitleisten bestimmen. Ein negatives Ergebnis wird mit Minuszeichen angezeigt.
Zusätzlich nennt der Rechner die echte Laufzeit in Sekunden. Sie entspricht bei 24, 25, 30, 50 und 60 fps genau dem Timecode. Bei den NTSC-Raten 23,976 und 29,97 fps ist der Film dagegen um den Faktor 1,001 länger, als die Timecode-Zahlen vermuten lassen.
Drop-Frame und typische Fehler
Das amerikanische Fernsehen läuft mit 30000/1001, also rund 29,97 Bildern pro Sekunde. Würde der Timecode einfach 30 Bilder pro Sekunde zählen, wiche er nach einer Stunde um etwa 3,6 Sekunden von der Uhrzeit ab. Drop-Frame-Timecode gleicht das aus, indem er zu Beginn jeder Minute die Nummern 00 und 01 überspringt, außer in den Minuten 00, 10, 20, 30, 40 und 50. Es werden keine Bilder weggelassen, nur Nummern. Nach einer Stunde zeigt der Timecode dann 01:00:00;00 bei 107.892 Frames.
Drop-Frame-Timecode wird üblicherweise mit Semikolon vor den Frames geschrieben. Der Rechner akzeptiert Doppelpunkt, Semikolon und Punkt als Trennzeichen. Gibt es einen Timecode bei Drop-Frame gar nicht, etwa 00:01:00;00, meldet der Rechner einen Fehler.
Ein häufiger Fehler ist das Verwechseln von 25 und 24 fps. Ein Timecode von 00:00:10:20 bedeutet bei 25 fps 10,8 Sekunden, bei 24 fps 10,83 Sekunden; ab 24 Frames ist er bei 24 fps sogar ungültig. Prüfen Sie daher immer die Projekteinstellung im Schnittprogramm. In Europa ist für Fernsehen 25 fps üblich, für Kino 24 fps.
Für Umrechnungen zwischen Bildraten, etwa beim Abspielen eines 24-fps-Films mit 25 fps, nutzen Sie den Framerate-Umrechner. Wie lange ein einzelnes Bild dauert, zeigt der Rechner für FPS und Frametime, die Dateigröße eines Videos der Video-Dateigrößen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Sauber schneiden.
- Bildrate: Zuerst prüfen.
- Drop-Frame: Nur 29,97.
- Offsets: Subtrahieren.
- Frames: Zum Abgleich.
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Häufige Fragen
Was bedeutet HH:MM:SS:FF?
Stunden, Minuten, Sekunden und Frames, also die Nummer des Einzelbildes innerhalb der Sekunde.
Was ist Drop-Frame-Timecode?
Eine Zählweise für 29,97 fps, die Nummern überspringt, damit der Timecode zur Uhrzeit passt.
Wie viele Frames hat eine Stunde bei 25 fps?
Genau 90.000 Frames.
Wie schreibt man Drop-Frame-Timecode?
Mit Semikolon vor den Frames, etwa 01:00:00;00.
Welche Bildrate nutzt das deutsche Fernsehen?
25 Bilder pro Sekunde, bei HD auch 50.
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