Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie viel von der Leitung kommt an?
Die Datenrate eines Netzwerkanschlusses gibt an, wie viele Bits pro Sekunde über die Leitung gehen. Davon sind aber nicht alle Nutzdaten. Jedes Paket trägt Header für Ethernet, IP und TCP oder UDP, dazu kommen Präambel, Prüfsumme und eine Pause zwischen zwei Frames. Wer per VPN arbeitet, schickt außerdem einen äußeren Header mit. Der Rechner zeigt, welcher Anteil übrig bleibt.
Grundlage ist die MTU, die maximale Größe eines IP-Pakets. Bei Ethernet sind es 1500 Byte. Davon gehen bei IPv4 und TCP 40 Byte für Header ab, sodass 1460 Byte Nutzdaten bleiben; das ist die übliche TCP-Segmentgröße (MSS). Auf der Leitung kommen nach IEEE 802.3 noch 38 Byte hinzu: 14 Byte Ethernet-Header, 4 Byte Prüfsumme, 7 Byte Präambel, 1 Byte Startbegrenzer und 12 Byte Pausenlücke.
Ein VPN-Tunnel verkleinert den Platz für das innere Paket. Tragen Sie seinen Overhead als Byte-Zahl ein. Der Rechner zeigt dann auch die innere MTU, die im Tunnel nutzbar ist.
VPN, PPPoE und Jumbo-Frames
Bei DSL-Anschlüssen mit PPPoE belegt der PPPoE-Header 8 Byte, deshalb ist die MTU dort meist 1492. Tragen Sie dann 1492 als MTU und 8 Byte als Layer-2-Zuschlag ein. Ein VLAN-Tag nach IEEE 802.1Q kostet 4 Byte pro Frame. Bei DSL kommen auf der physischen Leitung je nach Technik weitere Zuschläge hinzu, etwa durch ATM-Zellen bei ADSL; diese bildet der Rechner nicht ab.
Der Overhead von VPN-Verfahren hängt von Protokoll und Verschlüsselung ab. WireGuard benötigt über IPv4 60 Byte (20 Byte IP, 8 Byte UDP, 32 Byte WireGuard-Header und Prüfwert), über IPv6 80 Byte. Bei IPsec im Tunnelmodus und OpenVPN schwankt der Wert je nach Algorithmus und Auffüllung; prüfen Sie die Angabe in der Dokumentation Ihres Geräts. Ist die innere MTU zu groß eingestellt, werden Pakete fragmentiert oder verworfen, was zu langsamen oder hängenden Verbindungen führt.
Jumbo-Frames mit 9000 Byte MTU senken den Anteil der Header deutlich und werden in Rechenzentren und Speichernetzen eingesetzt. Alle Geräte auf dem Weg müssen sie dann unterstützen. Im Internet bleibt die MTU in der Regel bei 1500 Byte oder darunter.
Der Rechner betrachtet volle Pakete in eine Richtung. Kleine Pakete, Bestätigungen in Gegenrichtung und Optionen in IP- oder TCP-Headern senken die Nutzdatenrate in der Praxis weiter. Ob eine einzelne Verbindung die Leitung überhaupt füllen kann, zeigt der Rechner für das Bandbreite-Verzögerungs-Produkt; Übertragungszeiten berechnet der Download-Zeit-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Netz richtig einstellen.
- MTU: Pfad prüfen.
- PPPoE: 1492.
- VPN: Kleiner wählen.
- MSS: Clamping nutzen.
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Häufige Fragen
Warum ist die MSS 1460 Byte?
1500 Byte MTU minus 20 Byte IPv4-Header minus 20 Byte TCP-Header.
Wie groß ist der Overhead von WireGuard?
60 Byte über IPv4 und 80 Byte über IPv6 je Paket.
Warum kommt bei 100 Mbit/s nicht alles an?
Header, Präambel und Pausenlücke belegen rund 5 Prozent der Leitung.
Welche MTU für WireGuard?
Meist 1420 Byte, damit auch über IPv6 Platz bleibt.
Was passiert bei zu großer MTU?
Pakete werden fragmentiert oder verworfen.
- MTU Overhead berechnen
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- WireGuard MTU
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