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Wie viel Blei brauche ich zum Tauchen?

Geben Sie Ihr Körpergewicht ein und wählen Sie Anzug, Flasche und Gewässer. Der Rechner nennt einen Startwert für die Bleimenge, den Sie beim Tarierungscheck feinjustieren.

Sie und Ihre Ausrüstung
Aus eigener Erfahrung, etwa für schlanke oder sehr muskulöse Taucher
Ergebnis

So entsteht der Startwert

Ein Taucher soll am Ende des Tauchgangs mit fast leerer Flasche und leerem Jacket auf drei bis fünf Metern Tiefe gerade noch schweben können. Das Blei muss den Auftrieb von Neoprenanzug, Körper und Ausrüstung ausgleichen, mehr nicht. Zu viel Blei zwingt zu viel Luft im Jacket, erhöht den Luftverbrauch und erschwert das Tarieren; zu wenig Blei macht den Sicherheitsstopp unmöglich.

Der Rechner nutzt verbreitete Faustwerte aus der Tauchausbildung: ohne Neopren etwa 1 kg, für einen 3-mm-Anzug 5 Prozent des Körpergewichts, für 5 mm 8 Prozent, für 7 mm 10 Prozent und mit zusätzlicher Eisweste rund 12 Prozent. Für einen Trockenanzug mit Unterzieher werden 10 Prozent plus 4 kg angesetzt. Diese Werte gelten für Süßwasser.

Danach werden zwei Korrekturen addiert. Die Flasche verändert ihren Auftrieb mit dem Verbrauch, entscheidend ist der Zustand am Tauchende: Alu-Flaschen werden deutlich positiv, Stahlflaschen bleiben negativ und sparen Blei. Salzwasser trägt stärker; der zusätzliche Auftrieb beträgt etwa Dichteunterschied mal verdrängtes Volumen, das der Rechner als Körpergewicht plus 10 kg Ausrüstung abschätzt. Zum Schluss wird auf halbe Kilogramm gerundet.

Blei=Ko¨rpergewicht⋅Anzugfaktor (+Zuschlag)+Flaschenkorrektur+(Wasserdichte−1,000)⋅(Ko¨rpergewicht+10)+perso¨nliche Korrektur\text{Blei} = \text{Körpergewicht} \cdot \text{Anzugfaktor}\,\left(+\text{Zuschlag}\right) + \text{Flaschenkorrektur} + \left(\text{Wasserdichte} - 1{,}000\right) \cdot \left(\text{Körpergewicht} + 10\right) + \text{persönliche Korrektur}

Beispiel: 80 kg Körpergewicht, 7-mm-Anzug: 10 % = 8 kg. Stahlflasche 12 l: −1,5 kg. Im Meer kommen (1,025 − 1,000) · 90 = 2,25 kg hinzu. Rechnerisch 8,75 kg, gerundet 9,0 kg. Im Süßwasser wären es 6,5 kg.

Den Bleibedarf richtig prüfen

Die berechnete Menge ist nur ein Ausgangspunkt. Körperbau, Lungenvolumen, Alter des Neoprens und Jacketmodell verändern den Bedarf um mehrere Kilogramm. Ein dicker, aber schon oft getauchter Neoprenanzug ist komprimierter und trägt weniger als ein neuer. Auch Füßlinge, Haube und Handschuhe tragen bei. Deshalb sollte jeder Taucher seinen tatsächlichen Wert durch einen Bleicheck ermitteln und aufschreiben.

Der Bleicheck läuft so: Mit etwa 50 bar in der Flasche und völlig leerem Jacket an der Oberfläche senkrecht ins Wasser legen, normal einatmen und still halten. Richtig austariert liegt der Wasserspiegel etwa auf Augenhöhe; beim Ausatmen sinkt man langsam. Mit voller Flasche ist der Check möglich, wenn Sie zum Ergebnis etwa das Gewicht der später verbrauchten Luft addieren, bei einer 12-Liter-Flasche rund 2 kg.

Die Flaschenkorrekturen sind Faustwerte, weil das Leergewicht und das Volumen je Hersteller abweichen. Genauer wird es mit den Herstellerangaben zum Auftrieb der leeren Flasche. Verteilen Sie das Blei so, dass Sie waagerecht im Wasser liegen; ein Teil kann in Trimmtaschen am Rücken, der Rest in abwerfbaren Taschen oder am Gürtel stecken. Abwerfbares Blei ist eine wichtige Sicherheitsreserve.

Der Rechner ersetzt keine Tauchausbildung und keine Einweisung durch Tauchlehrer oder Basis. Tauchen Sie nur im Rahmen Ihrer Ausbildung und mit gesundheitlicher Tauglichkeit; im Zweifel klären Sie Fragen zur Tauchtauglichkeit mit einer Ärztin oder einem Arzt. Wie lange Ihre Luft reicht, schätzt der Tauchen-Luftverbrauch-Rechner, die Grenzen für Nitrox der Nitrox-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Richtig tarieren.

  • Check: Mit 50 bar.
  • Notieren: Je Anzug und Flasche.
  • Abwerfbar: Teil des Bleis.
  • Meer: Mehr Blei nötig.

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Häufige Fragen

Wie viel Blei brauche ich mit 7-mm-Anzug?

Als Startwert etwa 10 % des Körpergewichts im Süßwasser, im Meer rund 2 kg mehr.

Warum braucht man im Meer mehr Blei?

Salzwasser ist dichter und erzeugt mehr Auftrieb, etwa 2,5 % des verdrängten Volumens.

Wie mache ich einen Bleicheck?

Mit etwa 50 bar und leerem Jacket an der Oberfläche schweben: Bei normaler Atmung Wasserspiegel auf Augenhöhe.

Wo trägt man das Blei?

Am Bleigurt, in integrierten Bleitaschen des Jackets und teils in Trimmtaschen am Rücken.

Ändert sich der Bleibedarf mit der Tiefe?

Der Neoprenanzug wird in der Tiefe komprimiert und trägt weniger; das gleicht man mit dem Jacket aus, nicht mit Blei.

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