Wie groß muss die Batterie fürs Camping sein?
Wer im Wohnmobil, Campervan oder Zelt ohne Landstrom auskommen will, braucht eine Batterie, die den Bedarf bis zum nächsten Nachladen deckt. Ausgangspunkt ist der tägliche Energiebedarf in Wattstunden. Er ergibt sich aus der Leistung jedes Geräts mal der Zeit, die es am Tag läuft. Die Kühlbox ist dabei meist der größte Posten.
Batterien werden in Amperestunden angegeben. Um vom Energiebedarf auf die Kapazität zu kommen, teilt man durch die Bordspannung, meist 12 Volt. Weil sich Batterien nicht vollständig entladen lassen, ohne Schaden zu nehmen, wird zusätzlich durch die nutzbare Entladetiefe geteilt. Bei Blei-Batterien wie AGM sind das etwa 50 Prozent, bei Lithium-Eisenphosphat deutlich mehr.
Für die Solaranlage zählt, wie viel Energie täglich nachgeladen werden muss. Der Rechner teilt den Tagesbedarf durch die Volllast-Sonnenstunden und berücksichtigt Verluste durch Laderegler, Kabel, Temperatur und nicht optimale Ausrichtung. So erhalten Sie die nötige Modulleistung in Watt peak.
Stromversorgung beim Camping planen
Messen oder schätzen Sie den Verbrauch realistisch. Kompressorkühlboxen geben eine Nennleistung an, laufen aber nur einen Teil der Zeit; im Hochsommer im aufgeheizten Fahrzeug deutlich länger als im Frühjahr. Ein einfaches Messgerät zwischen Batterie und Verbraucher oder die App des Batteriemonitors zeigt die tatsächlichen Werte nach einigen Tagen.
Geräte mit 230 Volt wie Kaffeemaschine oder Föhn brauchen einen Wechselrichter. Dabei gehen rund zehn bis 15 Prozent der Energie verloren, und schon kurze Laufzeiten ziehen große Ströme. Ein Föhn mit 1.000 Watt zieht an 12 Volt über 80 Ampere. Prüfen Sie, ob Batterie, Sicherung und Kabelquerschnitt dafür ausgelegt sind.
Die Sonnenstunden schwanken stark mit Jahreszeit, Wetter und Standort. Ein Modul liefert seine Nennleistung nur bei voller Sonne und kühlen Temperaturen. Für Touren im Frühjahr und Herbst sollten Sie mehr Solarleistung oder eine zusätzliche Lademöglichkeit über die Lichtmaschine einplanen. Ein Ladebooster lädt die Wohnraumbatterie während der Fahrt.
Planen Sie eine Reserve ein, denn Batterien verlieren mit dem Alter Kapazität und bei Kälte Leistung. Die Ergebnisse sind Richtwerte; die Elektroinstallation im Fahrzeug sollte fachgerecht erfolgen. Die Zuladung des Wohnmobils prüft der Wohnmobil-Zuladungsrechner, die Laufzeit eines Akkus der Akkulaufzeit-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Autark stehen.
- Messen: Realen Verbrauch.
- Reserve: Einplanen.
- Wechselrichter: Verluste.
- Kabel: Querschnitt prüfen.
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Häufige Fragen
Wie viel Ah brauche ich fürs Camping?
Für Kühlbox, Licht und Laden meist 100 bis 200 Ah, je nach Tagen ohne Nachladen.
Wie viel Watt Solar für eine Kühlbox?
Für eine typische Kompressorkühlbox im Sommer etwa 100 bis 200 Wp.
Was ist die Entladetiefe?
Der Anteil der Kapazität, der ohne Schaden genutzt werden kann.
AGM oder Lithium fürs Camping?
Lithium ist leichter und tiefer entladbar, AGM günstiger.
Was ist ein Ladebooster?
Ein Gerät, das die Wohnraumbatterie während der Fahrt über die Lichtmaschine lädt.
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