Haushalt & Energie

Stromspeicher-Rechner: Lohnt sich ein Heimspeicher?

Tragen Sie Speichergröße, Preis, Solarertrag und Stromverbrauch ein. Der Rechner zeigt, wie viel Strom der Speicher zusätzlich nutzbar macht, was er pro Jahr spart und ob er sich innerhalb seiner Lebensdauer bezahlt macht.

Ihre Angaben
Die nutzbare, nicht die Brutto-Kapazität laut Datenblatt. Faustformel der Verbraucherzentrale: rund 1,5 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.
Die Verbraucherzentrale nennt 300 bis 700 € pro kWh Kapazität inklusive Installation. Beispiel: 600 € pro kWh.
Beispiel: 8 kWp mal 950 kWh pro kWp. Den Wert nennt Ihr Angebot oder der Wechselrichter.
Aus der Stromrechnung. Wärmepumpe und E-Auto zählen mit.
Anteil des Solarertrags, den Sie direkt nutzen. Annahme: Laut Verbraucherzentrale liegt die Unabhängigkeit ohne Speicher bei rund 25 bis 30 %.
Annahme. Feldmessungen nennen etwa 200 bis 250 Vollzyklen pro Jahr, mehr ist nur bei viel Überschuss und Bedarf möglich.
Annahme für das gesamte System aus Laden und Entladen.
Ihr Arbeitspreis laut Stromrechnung, brutto. Der Wert 35 ct ist ein Beispiel.
Laut Bundesnetzagentur 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung (Anlagen bis 10 kWp, Inbetriebnahme 08/2026 bis 12/2026). Für ältere Anlagen gilt Ihr Satz.
Annahme. Die Verbraucherzentrale nennt 10 bis 15 Jahre, Hersteller garantieren oft 10 Jahre.
Annahme, im Datenblatt nachsehen. Der Speicher hält höchstens bis zu dieser Zahl oder bis zur Lebensdauer.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

So rechnet sich ein Stromspeicher

Ein Speicher nimmt Solarstrom auf, den Sie tagsüber nicht brauchen, und gibt ihn abends und nachts wieder ab. Der gespeicherte Strom ersetzt Netzstrom zum Bezugspreis, dafür entgeht Ihnen die Einspeisevergütung für diese Kilowattstunden. Die Ersparnis ist also die Differenz aus Bezugspreis und Einspeisevergütung, bezogen auf die tatsächlich verschobene Strommenge. Diese Menge wird von drei Dingen begrenzt: von der Speichergröße mal Zyklen pro Jahr, vom Überschuss der Anlage und vom Bedarf, den Sie nach dem Direktverbrauch noch haben.

Geladen=kleinster Wert aus Kapazita¨t×Zyklen , U¨berschuss , RestbedarfWirkungsgrad\text{Geladen} = \text{kleinster Wert aus Kapazität} \times \text{Zyklen}\,{,}\ \text{Überschuss}\,{,}\ \frac{\text{Restbedarf}}{\text{Wirkungsgrad}}Entladen=Geladen×Wirkungsgrad\text{Entladen} = \text{Geladen} \times \text{Wirkungsgrad}Jahresersparnis=Entladen⋅Bezugspreis100−Geladen⋅Einspeisevergu¨tung100\text{Jahresersparnis} = \frac{\text{Entladen} \cdot \text{Bezugspreis}}{100} - \frac{\text{Geladen} \cdot \text{Einspeisevergütung}}{100}Amortisation=PreisJahresersparnis\text{Amortisation} = \frac{\text{Preis}}{\text{Jahresersparnis}}

Beispiel: Eine Anlage liefert 7.600 kWh, davon werden 30 % direkt genutzt (2.280 kWh). Der Haushalt braucht 4.500 kWh, der Restbedarf beträgt 2.220 kWh. Ein Speicher mit 7 kWh und 250 Zyklen lädt 1.750 kWh und gibt bei 92 % Wirkungsgrad 1.610 kWh ab. Bei 35 ct Bezugspreis und 7,7 ct Einspeisevergütung ergibt das 1.610 × 0,35 − 1.750 × 0,077 = 428,75 € im Jahr. Bei 4.200 € Preis dauert die Amortisation 9,8 Jahre, die Gesamtbilanz nach 15 Jahren beträgt rund 2.231 €.

Warum sich viele Speicher nicht rechnen

Die Verbraucherzentrale hält Speicher bei den aktuellen Preisen oft für wirtschaftlich. Das Beispiel zeigt aber, wie schnell die Rechnung kippt. Ist der Speicher zu groß für den Verbrauch, wird er nicht voll genutzt und die Zyklen sinken. Kostet er 1.000 € pro kWh statt 600 €, steigt die Amortisationszeit deutlich. Liegt sie nahe an der Lebensdauer, bleibt kaum Gewinn, und ein früher Defekt macht die Investition zum Verlust. Prüfen Sie deshalb Größe, Preis und Garantie genau, und rechnen Sie mit mehreren Annahmen durch.

Grenzen des Rechners

Alle Zahlen sind Annahmen, die Sie ändern können, und keine Vorhersage. Der Rechner nimmt konstante Strompreise an, volle Kapazität über die gesamte Lebensdauer und keine Wartungskosten. In der Praxis sinkt die nutzbare Kapazität mit den Jahren. Nicht bewertet sind Notstromfunktion, Unabhängigkeit, Förderungen, steuerliche Effekte und dynamische Stromtarife. Die Einspeisevergütung hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab, die Bundesnetzagentur weist auf eine mögliche Anpassung ab 2027 hin. Der Rechner ersetzt keine individuelle Planung.

Tipps und typische Fehler

Ein Speicher ist eine Rechenaufgabe, nicht selbstverständlich ein gutes Geschäft.

  • Nicht überdimensionieren: Ein zu großer Speicher wird selten voll genutzt, die Zyklen und die Ersparnis sinken.
  • Preis pro kWh vergleichen: Fragen Sie nach dem Gesamtpreis inklusive Einbau und der nutzbaren Kapazität.
  • Garantie lesen: Achten Sie auf Garantiedauer, Zyklenzahl und garantierte Restkapazität.
  • Alternativen prüfen: Mehr Direktverbrauch durch Zeitschaltung, Wärmepumpe oder E-Auto kann günstiger sein als ein Speicher.

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Häufige Fragen

Wie groß sollte ein Stromspeicher sein?

Die Verbraucherzentrale nennt als Faustformel rund 1,5 kWh Kapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, bei 5.000 kWh also etwa 7,5 kWh.

Was kostet ein Stromspeicher?

Laut Verbraucherzentrale 300 bis 700 € pro kWh Kapazität inklusive Installation, ein Speicher mit 7 kWh also grob 2.100 bis 4.900 €.

Wie lange hält ein Heimspeicher?

Die Verbraucherzentrale nennt 10 bis 15 Jahre. Hersteller geben oft 10 Jahre Garantie und eine Zahl von Zyklen an, im Datenblatt nachlesen.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Das hängt von Preis, Speichergröße, Verbrauch und Strompreis ab. Viele Speicher amortisieren sich nur knapp oder gar nicht, rechnen Sie mit Ihren Werten.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Laut Bundesnetzagentur 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme von August bis Dezember 2026.

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