Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
So rechnet sich ein Stromspeicher
Ein Speicher nimmt Solarstrom auf, den Sie tagsüber nicht brauchen, und gibt ihn abends und nachts wieder ab. Der gespeicherte Strom ersetzt Netzstrom zum Bezugspreis, dafür entgeht Ihnen die Einspeisevergütung für diese Kilowattstunden. Die Ersparnis ist also die Differenz aus Bezugspreis und Einspeisevergütung, bezogen auf die tatsächlich verschobene Strommenge. Diese Menge wird von drei Dingen begrenzt: von der Speichergröße mal Zyklen pro Jahr, vom Überschuss der Anlage und vom Bedarf, den Sie nach dem Direktverbrauch noch haben.
Warum sich viele Speicher nicht rechnen
Die Verbraucherzentrale hält Speicher bei den aktuellen Preisen oft für wirtschaftlich. Das Beispiel zeigt aber, wie schnell die Rechnung kippt. Ist der Speicher zu groß für den Verbrauch, wird er nicht voll genutzt und die Zyklen sinken. Kostet er 1.000 € pro kWh statt 600 €, steigt die Amortisationszeit deutlich. Liegt sie nahe an der Lebensdauer, bleibt kaum Gewinn, und ein früher Defekt macht die Investition zum Verlust. Prüfen Sie deshalb Größe, Preis und Garantie genau, und rechnen Sie mit mehreren Annahmen durch.
Grenzen des Rechners
Alle Zahlen sind Annahmen, die Sie ändern können, und keine Vorhersage. Der Rechner nimmt konstante Strompreise an, volle Kapazität über die gesamte Lebensdauer und keine Wartungskosten. In der Praxis sinkt die nutzbare Kapazität mit den Jahren. Nicht bewertet sind Notstromfunktion, Unabhängigkeit, Förderungen, steuerliche Effekte und dynamische Stromtarife. Die Einspeisevergütung hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab, die Bundesnetzagentur weist auf eine mögliche Anpassung ab 2027 hin. Der Rechner ersetzt keine individuelle Planung.
Tipps und typische Fehler
Ein Speicher ist eine Rechenaufgabe, nicht selbstverständlich ein gutes Geschäft.
- Nicht überdimensionieren: Ein zu großer Speicher wird selten voll genutzt, die Zyklen und die Ersparnis sinken.
- Preis pro kWh vergleichen: Fragen Sie nach dem Gesamtpreis inklusive Einbau und der nutzbaren Kapazität.
- Garantie lesen: Achten Sie auf Garantiedauer, Zyklenzahl und garantierte Restkapazität.
- Alternativen prüfen: Mehr Direktverbrauch durch Zeitschaltung, Wärmepumpe oder E-Auto kann günstiger sein als ein Speicher.
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Häufige Fragen
Wie groß sollte ein Stromspeicher sein?
Die Verbraucherzentrale nennt als Faustformel rund 1,5 kWh Kapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, bei 5.000 kWh also etwa 7,5 kWh.
Was kostet ein Stromspeicher?
Laut Verbraucherzentrale 300 bis 700 € pro kWh Kapazität inklusive Installation, ein Speicher mit 7 kWh also grob 2.100 bis 4.900 €.
Wie lange hält ein Heimspeicher?
Die Verbraucherzentrale nennt 10 bis 15 Jahre. Hersteller geben oft 10 Jahre Garantie und eine Zahl von Zyklen an, im Datenblatt nachlesen.
Lohnt sich ein Stromspeicher?
Das hängt von Preis, Speichergröße, Verbrauch und Strompreis ab. Viele Speicher amortisieren sich nur knapp oder gar nicht, rechnen Sie mit Ihren Werten.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?
Laut Bundesnetzagentur 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme von August bis Dezember 2026.
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