Wann geht die Sonne auf und unter?
Die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang hängen von drei Dingen ab: vom Datum, von der geografischen Breite und von der geografischen Länge. Das Datum bestimmt, wie hoch die Sonne über dem Äquator steht. Die Breite entscheidet, wie lang der Tagbogen der Sonne ist, und die Länge verschiebt alle Zeiten innerhalb einer Zeitzone: Im Osten Deutschlands geht die Sonne gut eine halbe Stunde früher auf als im Westen.
Der Rechner verwendet die Formeln der amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde NOAA. Er berechnet die Deklination der Sonne und die Zeitgleichung, also die Abweichung der wahren Sonnenzeit von der gleichmäßigen Uhrzeit. Daraus ergeben sich der wahre Mittag, an dem die Sonne am höchsten steht, sowie Aufgang und Untergang.
Als Sonnenaufgang gilt der Moment, in dem der obere Rand der Sonne am Horizont erscheint. Die Lichtbrechung in der Atmosphäre hebt die Sonne dabei scheinbar etwas an; das ist in der Rechnung berücksichtigt. Zusätzlich zeigt der Rechner die bürgerliche Dämmerung, in der es draußen noch ohne künstliches Licht hell genug ist.
Tageslicht über das Jahr
In Deutschland schwankt die Tageslänge stark: Im Norden dauert der längste Tag gut 17 Stunden, der kürzeste etwa 7 Stunden, im Süden sind die Unterschiede etwas kleiner. Zur Tag-und-Nacht-Gleiche im März und September sind Tag und Nacht überall fast gleich lang. Wegen der Lichtbrechung ist der Tag dann sogar einige Minuten länger als zwölf Stunden.
Der früheste Sonnenuntergang liegt nicht am kürzesten Tag, sondern schon Mitte Dezember, der späteste Sonnenaufgang erst Anfang Januar. Ursache ist die Zeitgleichung: Der wahre Mittag verschiebt sich in dieser Zeit jeden Tag etwas nach hinten. Das erklärt, warum die Abende nach Weihnachten schon heller werden, die Morgen aber noch dunkel bleiben.
Nördlich des Polarkreises gibt es im Sommer die Mitternachtssonne und im Winter die Polarnacht. Der Rechner zeigt dann an, dass die Sonne nicht auf- oder untergeht. Für Fotografen sind die Zeiten der Dämmerung interessant: Die blaue Stunde liegt in der bürgerlichen Dämmerung, die goldene Stunde kurz nach Aufgang und vor Untergang.
Die Ergebnisse sind eine Näherung und gelten für einen freien Horizont auf Meereshöhe. Berge, Gebäude und Wetter verschieben den sichtbaren Aufgang um mehrere Minuten, in Polnähe auch deutlich mehr. Die Termine der Zeitumstellung zeigt der Zeitumstellung-Rechner, die Mondphase der Mondphasen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Tageslicht nutzen.
- Koordinaten: Dezimalgrad.
- Horizont: Berge verzögern.
- Fotografie: Goldene Stunde.
- Zeitzone: Richtig wählen.
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Häufige Fragen
Warum geht die Sonne im Osten Deutschlands früher auf?
Weil sie dort früher den Horizont erreicht, die Uhrzeit aber in ganz Deutschland gleich ist.
Was ist der wahre Mittag?
Der Zeitpunkt, an dem die Sonne genau im Süden am höchsten steht.
Wie genau ist die Berechnung?
In mittleren Breiten meist auf ein bis zwei Minuten genau.
Wann ist die blaue Stunde?
In der Dämmerung kurz vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang.
Wann ist der längste Tag des Jahres?
Zur Sommersonnenwende um den 21. Juni.
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