Skalen vergleichbar machen
Fragebögen verwenden unterschiedliche Antwortskalen: fünfstufig von 1 bis 5, siebenstufig von 1 bis 7 oder Schieberegler von 0 bis 100. Wer Ergebnisse aus mehreren Studien vergleichen oder eine Skala in Prozent ausdrücken will, muss die Werte linear umrechnen. Dabei bleibt die relative Lage zwischen Anfang und Ende erhalten.
Der Rechner bildet die Spanne der Ausgangsskala auf die Spanne der Zielskala ab. Eine 4 auf der Skala von 1 bis 5 liegt bei drei Vierteln der Strecke und entspricht damit 75 auf der Skala von 0 bis 100 oder 5,5 auf der Skala von 1 bis 7. Den Anteil an der Spanne gibt er zusätzlich als POMP-Wert aus, als Prozent des maximal möglichen Werts.
Für einen Fragebogenscore tragen Sie alle Antworten ein. Negativ formulierte Items werden vorher umgepolt, damit hohe Werte überall dieselbe Richtung bedeuten. Anschließend berechnet der Rechner Summe und Mittelwert und rechnet den Mittelwert auf die Zielskala um.
Worauf es bei Likert-Daten ankommt
Die Likert-Skala geht auf den Sozialpsychologen Rensis Likert zurück, der 1932 Einstellungen mit abgestuften Zustimmungsaussagen messen ließ. Streng genommen sind die Antworten ordinal: Der Abstand zwischen „stimme zu“ und „stimme voll zu“ muss nicht derselbe sein wie zwischen „neutral“ und „stimme zu“. In der Praxis werden Mittelwerte aus mehreren Items trotzdem häufig gebildet und als annähernd metrisch behandelt.
Das Umpolen ist bei invertierten Items unverzichtbar. Fragt eine Skala zur Zufriedenheit etwa „Ich bin oft unzufrieden“, bedeutet Zustimmung das Gegenteil der übrigen Items. Ohne Umpolung heben sich die Antworten teilweise auf, und die Reliabilität sinkt. Prüfen Sie im Testmanual, welche Items umzupolen sind, und dokumentieren Sie das in Ihrer Auswertung.
Bei der Umrechnung zwischen Skalen mit unterschiedlich vielen Stufen geht keine Information verloren, es entstehen aber Zwischenwerte. Eine Antwort auf einer Fünferskala lässt sich nicht exakt in eine Antwortkategorie einer Siebenerskala übersetzen. Für Vergleiche von Mittelwerten ist die lineare Umrechnung dennoch das übliche Vorgehen, etwa auch beim POMP-Verfahren nach Cohen und Kollegen.
Fehlende Antworten sollten Sie nicht als 0 eintragen, sondern weglassen oder nach den Regeln des Fragebogens ersetzen. Die interne Konsistenz einer Skala prüft der Cronbachs-Alpha-Rechner, gewichtete Mittel berechnet der Gewichteter-Mittelwert-Rechner und standardisierte Werte der Z-Wert-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Fragebögen auswerten.
- Umpolen: Zuerst.
- Fehlwerte: Nicht als 0.
- Skala: Dokumentieren.
- Alpha: Prüfen.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich eine Fünferskala in Prozent um?
Wert minus 1, geteilt durch 4, mal 100. Eine 4 entspricht also 75 Prozent.
Wie pole ich ein Item um?
Neuer Wert = Skalenanfang + Skalenende − alter Wert, bei 1 bis 5 also 6 − Wert.
Darf man bei Likert-Skalen Mittelwerte bilden?
Bei Skalen aus mehreren Items ist das üblich; einzelne Items sind streng genommen ordinal.
Wie rechne ich eine Siebenerskala auf eine Fünferskala um?
1 + (Wert − 1) × 4 ÷ 6, eine 4 entspricht also 3.
Was ist ein POMP-Wert?
Der Anteil am maximal möglichen Wert in Prozent.
- Likert Skala umrechnen
- Item umpolen
- Fragebogen Score berechnen
- Skala 1 bis 5 in Prozent
- invertierte Items
- POMP Wert
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