Was der Impact Factor misst
Der Journal Impact Factor gibt an, wie oft Artikel einer Fachzeitschrift im Durchschnitt zitiert werden. Er wurde von Eugene Garfield entwickelt und wird jährlich von Clarivate in den Journal Citation Reports veröffentlicht. Für das Jahr 2025 zählt man alle Zitationen, die 2025 auf Beiträge aus 2023 und 2024 entfallen, und teilt sie durch die Zahl der zitierfähigen Beiträge dieser beiden Jahre.
Zitierfähig sind in erster Linie Forschungsartikel und Übersichtsarbeiten. Editorials, Leserbriefe und Nachrufe zählen im Nenner nicht mit, ihre Zitationen fließen aber in den Zähler ein. Deshalb lässt sich der Wert mit eigenen Zählungen nur annähernd nachbilden.
Neben dem klassischen Wert zeigt der Rechner den Impact Factor ohne Selbstzitationen der Zeitschrift, den Anteil der Selbstzitationen und den Fünf-Jahres-Impact-Factor. Dieser ist für Fächer mit langsamer Rezeption aussagekräftiger, etwa in Mathematik oder Geisteswissenschaften.
Grenzen der Kennzahl
Der Impact Factor beschreibt Zeitschriften, nicht einzelne Artikel oder Personen. Zitationen sind sehr ungleich verteilt: Wenige stark zitierte Beiträge heben den Durchschnitt, während die Mehrzahl der Artikel deutlich seltener zitiert wird. Die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) empfiehlt deshalb, Forschende nicht nach dem Impact Factor der Zeitschriften zu beurteilen, in denen sie veröffentlichen.
Werte sind nur innerhalb eines Fachgebiets vergleichbar. In der Zellbiologie sind Impact Factors über 10 keine Seltenheit, in der Mathematik gilt schon ein Wert um 1 als gut. Ursache sind unterschiedliche Publikationsgewohnheiten, Längen der Literaturlisten und die Geschwindigkeit, mit der ein Fach auf neue Arbeiten reagiert.
Ein hoher Selbstzitationsanteil kann auf eine enge Fachgemeinschaft hindeuten, aber auch auf gezielte Steigerung des Werts. Clarivate beobachtet auffällige Muster und nimmt Zeitschriften im Extremfall vorübergehend aus den Journal Citation Reports. Vergleichen Sie daher stets den Wert mit und ohne Selbstzitationen.
Für die Bewertung einzelner Forschender ist der h-Index verbreiteter; ihn berechnet der H-Index-Rechner. Wie Literaturangaben im Text zu gestalten sind, regeln die Zitierstile Ihres Fachs. Den Rücklauf eigener Umfragen prüfen Sie mit dem Fragebogen-Rücklauf-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Zeitschriften einordnen.
- Fach: Vergleichen.
- Selbstzitate: Prüfen.
- Fünf Jahre: Ergänzen.
- DORA: Beachten.
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Häufige Fragen
Was ist ein guter Impact Factor?
Das hängt stark vom Fach ab; vergleichen Sie nur Zeitschriften desselben Fachgebiets.
Wer veröffentlicht den Impact Factor?
Clarivate in den jährlichen Journal Citation Reports.
Was ist der Fünf-Jahres-Impact-Factor?
Dieselbe Rechnung mit den Artikeln der letzten fünf statt zwei Jahre.
Wie aktuell ist der Impact Factor?
Er erscheint einmal jährlich, meist im Sommer, für das vorangegangene Jahr.
Zählen Konferenzbeiträge mit?
Nur, wenn die Quelle in der Datenbank von Clarivate erfasst ist.
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