Wie viele Folien brauche ich für meinen Vortrag?
Ob Referat in der Schule, Präsentation im Seminar oder Vortrag im Beruf: Zu viele Folien führen zu Hektik, zu wenige lassen den Vortrag dünn wirken. Eine bewährte Faustregel ist eine Inhaltsfolie für ein bis drei Minuten Sprechzeit. Wie viele Folien daraus werden, hängt von der Vortragsdauer und davon ab, wie viel Zeit Sie für Einstieg, Übergänge und Fragen freihalten.
Der Rechner zieht zuerst den Zeitpuffer von der Vortragsdauer ab und teilt die verbleibende Sprechzeit durch die Minuten pro Folie. Das Ergebnis wird abgerundet, damit Sie nicht in Zeitnot kommen. Titel-, Gliederungs-, Quellen- und Abschlussfolien werden kaum besprochen und deshalb getrennt gezählt. So sehen Sie die Zahl der Inhaltsfolien und die Gesamtzahl der Folien im Foliensatz.
Bei 20 Minuten Vortrag und 10 Prozent Puffer bleiben 18 Minuten reine Sprechzeit. Mit zwei Minuten pro Folie passen neun Inhaltsfolien hinein, zusammen mit drei Zusatzfolien sind es zwölf Folien. Wer viele Grafiken erklärt oder Rechenwege zeigt, plant eher drei Minuten pro Folie; bei kurzen Stichpunktfolien oder Bildfolien reicht oft eine Minute.
Tipps für einen gelungenen Vortrag
Planen Sie den Vortrag von der Kernaussage her. Überlegen Sie, was das Publikum am Ende behalten soll, und bauen Sie die Folien darauf auf. Jede Folie sollte nur einen Gedanken enthalten. Stichpunkte statt ganzer Sätze, gut lesbare Schriftgrößen und aussagekräftige Abbildungen helfen dem Publikum mehr als volle Textfolien.
Proben Sie den Vortrag mindestens einmal laut mit Stoppuhr. Viele Menschen sprechen in der Prüfungssituation schneller oder verlieren sich in Details. Notieren Sie sich Zwischenzeiten, etwa nach einem Drittel und nach zwei Dritteln des Vortrags. So erkennen Sie früh, ob Sie kürzen müssen. Wie lange ein ausformulierter Text dauert, zeigt der Redezeit-Rechner.
Halten Sie Reservefolien bereit, die Sie bei Nachfragen zeigen können, aber nicht zwingend brauchen. Sie gehören hinter die Abschlussfolie und zählen nicht zur Vortragszeit. Umgekehrt sollten Sie wissen, welche Folien Sie überspringen können, falls die Zeit knapp wird. Bei Gruppenreferaten teilen Sie die Zeit vorher auf und üben die Übergänge zwischen den Sprechenden.
Achten Sie auf Vorgaben der Lehrkraft oder des Veranstalters. Manchmal sind Folienzahl, Format oder Zeitrahmen fest vorgegeben, und eine Überschreitung führt zu Abzügen. Der Rechner ersetzt diese Vorgaben nicht, er hilft aber, einen realistischen Rahmen zu finden. Für die Länge von Handouts und Texten hilft der Wort- und Zeichenzähler.
Tipps und typische Fehler
Vortrag planen.
- Kernaussage: Zuerst.
- Eine Idee: Pro Folie.
- Probe: Mit Stoppuhr.
- Puffer: Für Fragen.
Weitere Rechner: Studium & BAföG
Häufige Fragen
Wie viele Folien für 10 Minuten?
Bei zwei Minuten pro Folie und etwas Puffer etwa vier bis fünf Inhaltsfolien.
Zählt die Titelfolie mit?
Sie wird als Zusatzfolie gezählt, weil sie kaum Sprechzeit braucht.
Wie viel Zeit pro Folie ist üblich?
Meist ein bis drei Minuten, je nach Inhalt.
Wie viele Folien für 30 Minuten?
Bei zwei Minuten pro Folie und Puffer etwa 13 Inhaltsfolien.
Wohin gehören Reservefolien?
Hinter die Abschlussfolie, sie zählen nicht zur Vortragszeit.
- Folienanzahl berechnen
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