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Graham-Zahl berechnen

Tragen Sie Gewinn je Aktie, Buchwert je Aktie und den Kurs ein. Der Rechner zeigt die Graham-Zahl und die Sicherheitsmarge.

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Der Höchstpreis des defensiven Anlegers

Benjamin Graham gilt als Begründer der Wertpapieranalyse und Lehrer von Warren Buffett. In seinem Buch Der intelligente Investor beschreibt er eine einfache Regel für defensive Anleger: Ein Unternehmen sollte höchstens mit dem 15-Fachen des Gewinns und dem 1,5-Fachen des Buchwerts bewertet sein. Das Produkt aus beiden Werten ergibt 22,5.

Aus dieser Regel entsteht die Graham-Zahl: die Quadratwurzel aus 22,5 mal Gewinn je Aktie mal Buchwert je Aktie. Sie nennt den höchsten Kurs, den ein vorsichtiger Anleger nach Graham zahlen sollte. Liegt der Kurs darunter, besteht eine Sicherheitsmarge. Bei 5 Euro Gewinn und 40 Euro Buchwert beträgt die Graham-Zahl 67,08 Euro.

Der Rechner vergleicht die Zahl mit dem aktuellen Kurs und zeigt die Marge in Prozent. Zusätzlich sehen Sie das Produkt aus KGV und KBV. Liegt es unter 22,5, entspricht die Aktie Grahams Bewertungsregel. Die Werte stammen aus dem Geschäftsbericht, der Gewinn sollte ein Durchschnitt mehrerer Jahre sein.

Graham-Zahl=22,5×Gewinn je Aktie×Buchwert je Aktie\text{Graham-Zahl} = \sqrt{22{,}5 \times \text{Gewinn je Aktie} \times \text{Buchwert je Aktie}}

Beispiel: Bei 5 Euro Gewinn je Aktie und 40 Euro Buchwert beträgt die Graham-Zahl 67,08 Euro. Bei einem Kurs von 80 Euro liegt die Aktie 19,3 Prozent über dem Graham-Wert, das Produkt aus KGV 16 und KBV 2 ergibt 32 und überschreitet die Grenze von 22,5. Bei einem Kurs von 50 Euro wäre die Aktie nach dieser Regel günstig.

Einsatz und Grenzen

Die Graham-Zahl stammt aus einer Zeit, in der Unternehmen vor allem aus Anlagen und Vorräten bestanden. Heute tragen immaterielle Werte wie Marken, Software und Patente einen großen Teil des Werts, der im Buchwert kaum erscheint. Für Technologie- und Dienstleistungsunternehmen führt die Regel daher oft zu zu niedrigen Werten.

Geeignet ist sie als Filter für substanzstarke, ertragsstabile Unternehmen wie Versorger, Banken, Industrie oder Handel. Für Wachstumsunternehmen mit hohen Gewinnzuwächsen taugt sie nicht. Nutzen Sie sie zusammen mit anderen Kennzahlen wie PEG-Ratio, Dividendenrendite und Verschuldung.

Eine Aktie, die die Bewertungsregel erfüllt, ist nicht automatisch ein guter Kauf. Prüfen Sie die Qualität des Gewinns, die Bilanz und die Aussichten. Der Rechner ist keine Anlageberatung.

Graham selbst empfahl zusätzliche Kriterien für defensive Anleger: ausreichende Unternehmensgröße, solide Finanzlage, stabile Gewinne über viele Jahre, eine lange Dividendenhistorie und moderates Wachstum. Wer die Graham-Zahl nutzt, sollte diese Punkte zumindest im Blick behalten. Die Zahl allein ist ein Filter, kein vollständiges Anlagesystem.

Tipps und typische Fehler

Wertorientiert prüfen.

  • Gewinn: Mehrjahresdurchschnitt nehmen.
  • Geeignet: Für stabile Substanzwerte.
  • Ungeeignet: Für Wachstumsfirmen.
  • Sicherheitsmarge: Abstand beachten.

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Häufige Fragen

Wer war Benjamin Graham?

Ein amerikanischer Investor und Autor, Begründer des Value Investing und Lehrer von Warren Buffett.

Warum 22,5?

Es ergibt sich aus einem KGV von höchstens 15 mal einem KBV von höchstens 1,5.

Für welche Aktien passt die Graham-Zahl?

Für etablierte Unternehmen mit stabilen Gewinnen und hohem Buchwert.

Wie lautet die Graham-Formel?

Wurzel aus 22,5 mal Gewinn je Aktie mal Buchwert je Aktie.

Ist die Graham-Zahl der faire Wert?

Sie ist ein Höchstpreis für defensive Anleger, kein exakter Wert.

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