Finanzen & Sparen

Effektivkosten einer Geldanlage berechnen

Tragen Sie Beitrag, Laufzeit, die erwartete Rendite vor Kosten und die Kostensätze aus dem Produktinformationsblatt ein. Der Rechner zeigt, um wie viele Prozentpunkte die Kosten Ihre jährliche Rendite drücken und wie viel Geld am Ende fehlt.

Beiträge, Rendite und Kosten
Monatsbeitrag × 12; 0, wenn Sie nur einmal einzahlen.
Erwartete Rendite der Anlage selbst, etwa eines Aktienindex.
Laut Vertragsunterlagen; bei Riester und Basisrente auf fünf Jahre verteilt.
Fondskosten (TER) plus Verwaltungskosten auf das Guthaben.
Ergebnis

Was die Effektivkosten aussagen

Bei Rentenversicherungen, fondsgebundenen Policen und vielen Sparplänen fallen Kosten an mehreren Stellen an: einmalige Abschluss- und Vertriebskosten, ein Abzug von jedem Beitrag und ein jährlicher Prozentsatz vom angesparten Guthaben. Einzeln wirken die Sätze klein. Erst zusammengerechnet und über Jahrzehnte verzinst zeigt sich, wie stark sie das Ergebnis verändern.

Die Effektivkosten, englisch Reduction in Yield, fassen alle Kosten in einer Zahl zusammen. Sie geben an, um wie viele Prozentpunkte die Rendite nach Kosten unter der Rendite vor Kosten liegt. Versicherer müssen diese Kennzahl nach § 7 VVG-Informationspflichtenverordnung im Produktinformationsblatt ausweisen, Fonds zeigen vergleichbare Angaben im Basisinformationsblatt.

Der Rechner simuliert den Vertrag Jahr für Jahr zweimal: einmal ohne und einmal mit allen Kosten. Danach sucht er den Zinssatz, mit dem die Beiträge ohne Kosten genau den Endwert des Vertrags mit Kosten erreichen würden. Die Differenz zur Bruttorendite sind die Effektivkosten.

Effektivkosten=Bruttorendite−Rendite nach Kosten; die Rendite nach Kosten ist der Zins , bei dem die kostenfreie Anlage denselben Endwert erreicht wie der Vertragmit Kosten\text{Effektivkosten} = \text{Bruttorendite} - \text{Rendite nach Kosten};\ \text{die Rendite nach Kosten ist der Zins}\,{,}\ \quad \text{bei}\ \text{dem die kostenfreie Anlage denselben Endwert erreicht wie der Vertrag}\quad \text{mit}\ \text{Kosten}

Beispiel: Sie zahlen 30 Jahre lang 1.200 Euro im Jahr ein, die Anlage bringt 6 Prozent vor Kosten. Ohne Kosten stünden am Ende 100.562,01 Euro im Depot. Mit 2,5 Prozent Abschlusskosten (900 Euro, verteilt auf fünf Jahre), 5 Prozent Abzug von jedem Beitrag und 1 Prozent laufenden Kosten bleiben 75.187,59 Euro. Die Kosten kosten also 25.374,42 Euro, die Rendite sinkt auf 4,40 Prozent. Die Effektivkosten betragen 1,60 Prozentpunkte pro Jahr.

Kosten einordnen und vergleichen

Als grobe Orientierung gelten Effektivkosten unter 0,5 Prozentpunkten als niedrig, wie sie ein breit gestreuter ETF-Sparplan bei einer günstigen Bank erreicht. Viele klassische Rentenversicherungen liegen zwischen 1 und 2 Prozentpunkten, fondsgebundene Verträge mit aktiv gemanagten Fonds teils darüber. Schon ein Unterschied von einem Prozentpunkt verändert das Endvermögen über 30 Jahre um ein Viertel.

Die Abschlusskosten wirken in den ersten Jahren besonders stark. Bei kurzer Laufzeit oder frühem Kündigen sind die Effektivkosten deshalb deutlich höher als im Produktinformationsblatt angegeben, das meist von voller Laufzeit ausgeht. Probieren Sie verschiedene Laufzeiten aus, um zu sehen, wie sich das verändert.

Bei Versicherungen bringen die Kosten auch Leistungen mit sich, etwa eine lebenslange Rente, Garantien oder einen Hinterbliebenenschutz. Ob diese den Aufpreis wert sind, hängt von Ihrer Lage ab. Den Vergleich mit einem reinen ETF-Sparplan zeigt der Rechner Private Rentenversicherung oder ETF.

Die Bruttorendite ist eine Annahme, keine Zusage. Der Rechner liefert eine Modellrechnung und ersetzt keine Anlage- oder Versicherungsberatung. Prüfen Sie die tatsächlichen Kostensätze in Ihren Vertragsunterlagen; Ausgabeaufschläge können Sie als zusätzlichen Prozentsatz auf jeden Beitrag erfassen.

Tipps und typische Fehler

Kosten vergleichen.

  • Blatt: Kosten ablesen.
  • Laufzeit: Variieren.
  • Abschluss: Früh teuer.
  • ETF: Als Maßstab.

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Häufige Fragen

Wo finde ich die Effektivkosten meines Vertrags?

Im Produktinformationsblatt oder Basisinformationsblatt, meist unter der Überschrift Kosten oder Renditeminderung.

Warum weicht mein Ergebnis vom Produktinformationsblatt ab?

Versicherer rechnen mit festgelegten Modellannahmen zu Rendite, Laufzeit und Beitragszahlung, die von Ihren Eingaben abweichen können.

Zählen Ausgabeaufschläge zu den Effektivkosten?

Ja, tragen Sie sie als Prozentsatz bei den Kosten auf jeden Beitrag ein.

Was sind gute Effektivkosten?

Unter 0,5 Prozentpunkten gelten sie als niedrig, über 1,5 als hoch.

Wirken Kosten bei kurzer Laufzeit stärker?

Ja, weil sich die Abschlusskosten dann auf wenige Jahre verteilen.

Auch gesucht als:
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  • Kostenquote Rentenversicherung
  • Effektivkosten Fondspolice
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