Wie dick wird mein Buch?
Wer ein Buch im Self-Publishing veröffentlicht oder eine Broschur in Druck gibt, braucht die Rückenstärke, bevor der Umschlag gestaltet werden kann. Der Rücken liegt zwischen Vorder- und Rückseite, seine Breite bestimmt, wo Titel und Autorenname stehen. Stimmt das Maß nicht, rutscht die Schrift auf die Kante.
Entscheidend ist die Papierdicke. Sie ergibt sich aus Grammatur und Papiervolumen: Ein Papier mit 90 g/m² und 1,3-fachem Volumen ist 90 × 1,3 = 117 Mikrometer dick. Das Volumen beschreibt, wie voluminös ein Papier im Verhältnis zu seinem Gewicht ist. Ungestrichene Werkdruckpapiere haben hohe Werte, glatte Bilderdruckpapiere niedrige.
Die Seitenzahl wird halbiert, weil jedes Blatt zwei Seiten trägt. Multipliziert mit der Dicke pro Blatt ergibt sich die Stärke des Buchblocks. Einen Zuschlag für Umschlagkarton und Klebstoff können Sie zusätzlich eintragen, wenn Ihre Druckerei dies vorgibt.
Druckdaten richtig anlegen
Self-Publishing-Dienstleister und Druckereien nennen meist eigene Werte für ihre Papiere, oft als Dicke pro Blatt oder pro Seite. Verwenden Sie diese Angaben, wenn sie vorliegen, denn das Volumen schwankt je nach Papiersorte und Hersteller. Die Formel im Rechner ist die übliche Grundlage, mit der auch Herstellungsabteilungen von Verlagen kalkulieren. Stand prüfen bei Ihrem Anbieter.
Bei sehr dünnen Büchern ist die Rückenbeschriftung oft nicht möglich. Unter etwa 5 mm Rückenstärke verzichten viele Druckereien darauf oder raten davon ab, weil eine Abweichung von einem Millimeter die Schrift sichtbar verschiebt. Halten Sie zur Rückenkante hin etwas Abstand von der Schrift.
Beim Hardcover kommen Deckelpappen, Kantenüberstand und Einschlag hinzu. Hier gibt die Buchbinderei ein eigenes Umschlagmaß vor, das deutlich größer ist als bei der Broschur. Der Rechner ist für Softcover mit Klebebindung gedacht; für Hardcover dient der Buchblock als Ausgangswert.
Die Seitenzahl Ihres Manuskripts schätzt der Seitenzahl-Wörter-Rechner. Für die Bildauflösung der Coverdatei hilft der Druckauflösung-Rechner, für die Druckkosten der Auflage der Druckkosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Umschlag passgenau.
- Volumen: Beim Anbieter erfragen.
- Leerseiten: Mitzählen.
- Abstand: Schrift nicht an die Kante.
- Vorlage: Der Druckerei nutzen.
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Häufige Fragen
Was bedeutet Papiervolumen 1,3?
Das Papier ist 1,3-mal so dick, wie es seine Grammatur bei Volumen 1 erwarten ließe: 90 g/m² entsprechen dann 117 µm.
Warum muss die Seitenzahl gerade sein?
Jedes Blatt hat Vorder- und Rückseite; leere Seiten am Ende zählen mit.
Wie breit wird der Umschlag?
Zweimal die Buchbreite plus Rückenstärke plus Beschnitt an beiden Außenkanten.
Wie dick ist ein Buch mit 300 Seiten?
Bei 80 g/m² und Volumen 1,5 rund 18 mm Rückenstärke.
Ab welcher Dicke ist Rückenschrift möglich?
Viele Druckereien empfehlen sie ab etwa 5 mm Rückenstärke.
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