Warum eine Batterie im Stand leer wird
Auch ein abgestelltes Auto verbraucht Strom. Steuergeräte, Alarmanlage, Funkschlüssel-Empfänger und die Uhr ziehen einen kleinen, aber ständigen Strom, den Ruhestrom. Dazu kommt die Selbstentladung der Batterie, die auch ohne angeschlossene Verbraucher Ladung verliert. Über Wochen summiert sich beides, bis der Anlasser nicht mehr genug Energie bekommt.
Der Rechner bestimmt zunächst die nutzbare Ladung: die Differenz zwischen aktuellem Ladezustand und dem Mindestladezustand, bei dem ein Start noch sicher gelingt. Dann berechnet er, wie viele Amperestunden pro Tag durch Ruhestrom und Selbstentladung verloren gehen. Die Standzeit ergibt sich aus dem Verhältnis beider Werte.
Ein Ruhestrom von 30 Milliampere klingt gering, entspricht aber 0,72 Amperestunden am Tag. Bei einer 60-Ah-Batterie sind das über einen Monat mehr als ein Drittel der Kapazität. Steigt der Ruhestrom durch ein defektes Steuergerät oder nachgerüstete Geräte wie Dashcams, verkürzt sich die Standzeit schnell auf wenige Tage.
Batterie bei langer Standzeit schützen
Bleiakkus nehmen Schaden, wenn sie lange in tiefentladenem Zustand stehen. Es bildet sich Sulfat an den Platten, das die Kapazität dauerhaft senkt. Schon deshalb ist es sinnvoll, eine Batterie nicht bis an die Startgrenze zu entladen, sondern rechtzeitig nachzuladen oder ein Ladeerhaltungsgerät anzuschließen.
Kälte verschärft das Problem doppelt. Die verfügbare Kapazität sinkt, und gleichzeitig braucht ein kalter Motor mehr Strom zum Starten. Setzen Sie den Mindestladezustand im Winter deshalb höher an. Auch das Alter zählt: Eine fünf oder sechs Jahre alte Batterie hat oft deutlich weniger Kapazität als auf dem Etikett steht.
Den tatsächlichen Ruhestrom misst eine Werkstatt mit einem Strommessgerät zwischen Minuspol und Kabel, nachdem das Fahrzeug in den Schlafmodus gegangen ist. Das kann bei modernen Autos 20 Minuten oder länger dauern. Liegt der Wert deutlich über den Angaben des Herstellers, lohnt die Suche nach dem Verbraucher, der nicht abschaltet.
Für Wohnmobile und Zweitbatterien eignet sich der Camping-Strom-Rechner, der den Verbrauch einzelner Geräte zusammenrechnet. Wie viel Dauerverbraucher im Haushalt kosten, zeigt der Dauerlast-Stromkosten-Rechner. Die Ergebnisse hier sind Näherungen, da Kapazität, Temperatur und Zustand der Batterie stark schwanken.
Tipps und typische Fehler
Batterie fit halten.
- Ladegerät: Bei langer Standzeit.
- Winter: Reserve höher.
- Verbraucher: Abschalten.
- Alter: Kapazität sinkt.
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Häufige Fragen
Wie lange kann ein Auto stehen, ohne dass die Batterie leer wird?
Bei gesunder Batterie und normalem Ruhestrom meist einige Wochen, im Winter kürzer.
Wie hoch ist ein normaler Ruhestrom?
Bei modernen Pkw meist etwa 20 bis 50 mA nach dem Einschlafen der Steuergeräte.
Was hilft bei langer Standzeit?
Ein Ladeerhaltungsgerät oder das Abklemmen der Batterie.
Wie erkenne ich eine schwache Batterie?
Der Anlasser dreht langsam, und die Ruhespannung liegt deutlich unter 12,5 Volt.
Reicht eine kurze Fahrt zum Nachladen?
Meist nicht; für eine nennenswerte Ladung braucht es längere Fahrten oder ein Ladegerät.
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