Wie viele freie Tage ergeben meine Überstunden?
Überstunden werden meist in Stunden auf einem Arbeitszeitkonto geführt, abgebaut werden sie aber oft in ganzen oder halben Tagen. Für die Umrechnung zählt, wie viele Stunden ein normaler Arbeitstag bei Ihnen hat. Bei 40 Wochenstunden an fünf Tagen sind das acht Stunden, bei 38,5 Stunden 7,7 Stunden und bei einer Viertagewoche mit 32 Stunden ebenfalls acht Stunden.
Der Rechner teilt die angesammelten Überstunden durch die Stunden eines Arbeitstags. Das Ergebnis sind die freien Arbeitstage, die Sie nehmen können, ohne Ihr Konto ins Minus zu bringen. Zusätzlich zeigt er, wie viele volle Tage darin stecken und wie viele Stunden danach übrig bleiben. Diese Reststunden lassen sich etwa für einen früheren Feierabend nutzen.
Nicht jeder möchte die Überstunden am Stück abbauen. Deshalb können Sie eine feste Stundenzahl pro Woche eintragen, etwa einen kürzeren Freitag. Der Rechner gibt dann aus, wie viele Wochen der Abbau dauert und wie viele Stunden Sie in dieser Zeit pro Woche tatsächlich arbeiten. Die Dauer wird auf volle Wochen aufgerundet, weil die letzte Woche meist nur teilweise genutzt wird.
Was beim Abbau von Überstunden gilt
Ob Überstunden mit Freizeit oder mit Geld ausgeglichen werden, ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung. Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf Freizeitausgleich besteht nicht. Wo ein Arbeitszeitkonto geführt wird, ist meist geregelt, wie viele Plusstunden höchstens angesammelt werden dürfen und bis wann sie abgebaut sein müssen.
Den Zeitpunkt des Freizeitausgleichs legen Sie in der Regel gemeinsam mit dem Arbeitgeber fest. Anders als beim Urlaub gibt es dafür keine eigene gesetzliche Regelung. Planen Sie deshalb früh und schriftlich, besonders wenn Sie mehrere Tage am Stück frei nehmen möchten oder die Überstunden an einen Urlaub anhängen wollen. Eine Bestätigung per E-Mail reicht oft schon.
Achten Sie auf mögliche Verfallsfristen. Manche Regelungen sehen vor, dass Überstunden nach einer bestimmten Zeit verfallen oder automatisch ausgezahlt werden. Bei einer Kündigung werden nicht abgebaute Überstunden je nach Vereinbarung während der Kündigungsfrist abgebaut oder mit dem letzten Gehalt abgerechnet. Halten Sie Ihre Stunden daher stets selbst nach, auch wenn der Arbeitgeber ein Konto führt.
Wie viele Überstunden Sie überhaupt angesammelt haben, berechnet der Überstunden-Rechner. Den Gleitzeitsaldo ermittelt der Gleitzeit-Rechner, und Minutenangaben rechnen Sie mit dem Dezimalstunden-Rechner um. Wer im Schichtdienst oder mit ungleich langen Tagen arbeitet, sollte die freien Tage nach der Stundenzahl der jeweiligen Schicht abrechnen statt nach dem Durchschnitt.
Tipps und typische Fehler
Überstunden geordnet abbauen.
- Konto: Stunden selbst notieren.
- Absprache: Termine schriftlich.
- Fristen: Verfall prüfen.
- Plan: Feste Wochenstunden.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
Häufige Fragen
Wie rechne ich Überstunden in Urlaubstage um?
Teilen Sie die Überstunden durch die Stunden eines normalen Arbeitstags, also Wochenarbeitszeit geteilt durch Arbeitstage pro Woche.
Darf der Arbeitgeber den Abbau einfach anordnen?
Das hängt von Vertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung ab; oft legt er den Zeitpunkt nach billigem Ermessen fest.
Wie viele Stunden hat ein Tag bei Teilzeit?
Wochenarbeitszeit geteilt durch Ihre Arbeitstage, bei 20 Stunden an fünf Tagen also vier Stunden.
Was passiert mit Überstunden, die ich nicht abbauen kann?
Am Ende des Arbeitsverhältnisses werden Guthaben oft ausgezahlt; maßgeblich sind Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung.
Kann ich Überstunden an Urlaub anhängen?
Häufig ja, wenn der Arbeitgeber zustimmt; klären Sie das am besten schriftlich.
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Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
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