Viel Band aus wenig Stoff
Schrägband wird im 45-Grad-Winkel zum Fadenlauf geschnitten und ist deshalb dehnbar. Es legt sich um Rundungen, etwa an Halsausschnitten, Armlöchern, Topflappen oder Quilts. Gekauftes Band gibt es nur in wenigen Farben, selbst gemacht passt es genau zum Stoff. Besonders sparsam ist die Endlos-Methode, bei der aus einem einzigen Quadrat ein langes Band ohne viele Einzelnähte entsteht.
Dabei wird das Quadrat diagonal halbiert, die Dreiecke werden zu einem Parallelogramm zusammengenäht und dieses zu einem Schlauch verbunden, sodass beim Schneiden eine fortlaufende Spirale entsteht. Rechnerisch bleibt die Stofffläche erhalten: Die Bandlänge ist die Fläche des Quadrats geteilt durch die Breite des Streifens.
Ein Teil geht für die beiden Verbindungsnähte und die schrägen Enden verloren. Diesen Verlust können Sie im Rechner als Prozentwert einstellen. Umgekehrt nennt der Rechner die Seitenlänge, die ein Quadrat für eine bestimmte Bandlänge haben muss, und rundet sie auf ganze Zentimeter auf, damit Sie sicher genug Band erhalten.
Breite wählen und richtig verarbeiten
Die Zuschnittbreite richtet sich nach dem Zweck. Für einfaches Einfassband wird der Streifen viermal so breit geschnitten wie das fertige Band, denn beide Kanten werden zur Mitte gefaltet und das Band dann noch einmal. Für Quiltbindungen, die doppelt gelegt angenäht werden, sind 5 bis 6,5 cm üblich. Dünne Stoffe vertragen schmalere Streifen, dicke Stoffe brauchen etwas mehr Breite für die Wendung.
Den Gesamtbedarf ermitteln Sie aus dem Umfang der Kante, die eingefasst werden soll. Rechnen Sie für Ecken, den Anfang und die Verbindung am Ende etwa 20 bis 30 Zentimeter dazu. Bei einer Decke von 150 × 200 cm sind das 700 cm Umfang plus Zugabe. Tragen Sie diesen Wert im zweiten Modus ein, dann erhalten Sie die passende Quadratgröße.
Beim Zuschneiden kommt es auf Genauigkeit an. Schneiden Sie das Quadrat fadengerade und markieren Sie die Linien auf der linken Stoffseite mit einem Lineal. Beim Zusammennähen des Schlauchs wird um eine Streifenbreite versetzt, sonst entstehen Ringe statt einer Spirale. Ein Rollschneider und eine Schneidematte machen das Schneiden entlang der Linie deutlich leichter.
Gestreifte und karierte Stoffe zeigen schräg geschnitten ein lebendiges Muster und setzen Akzente. Ein Schrägbandformer hilft beim gleichmäßigen Falten und Bügeln. Wie viel Band ein Tellerrock am Saum braucht, ermitteln Sie mit dem Tellerrock-Rechner, den Stoffbedarf für Decken mit dem Quilt-Stoff-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Band gut verarbeiten.
- Fadengerade: Zuschneiden.
- Versetzen: Um eine Breite.
- Zugabe: Für Ecken.
- Bügeln: Mit Former.
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Häufige Fragen
Wie viel Schrägband ergibt ein Quadrat von 50 cm?
Bei 5 cm Zuschnittbreite etwa 4,75 m, wenn 5 Prozent Verlust abgezogen werden.
Wie breit schneide ich Schrägband zu?
Für Einfassband etwa viermal so breit wie das fertige Band, für Quiltbindung meist 5 bis 6,5 cm.
Warum muss Schrägband schräg geschnitten werden?
Nur im schrägen Fadenlauf ist der Stoff dehnbar und legt sich um Rundungen.
Welcher Stoff eignet sich für Schrägband?
Feste, nicht zu dicke Webstoffe wie Baumwolle oder Popeline.
Wie bügle ich Schrägband?
Mit einem Schrägbandformer die Kanten zur Mitte falten und dabei bügeln.
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