Was der Sockenrechner berechnet
Selbstgestrickte Socken sitzen nur gut, wenn sie etwas enger als der Fuß gestrickt werden. Sonst rutschen sie in den Schuh und schlagen Falten. Üblich sind etwa 10 Prozent negative Dehnung. Der Rechner verringert den gemessenen Fußumfang um diesen Wert, multipliziert ihn mit der Maschenprobe und rundet auf eine durch vier teilbare Zahl, damit sich die Maschen gleichmäßig auf vier Nadeln verteilen.
Für die Ferse wird die Hälfte der Maschen gebraucht, gleich ob Sie eine Käppchenferse, eine Bumerangferse oder eine Herzchenferse stricken. Die Fußlänge leitet der Rechner aus der Schuhgröße ab. Die europäische Größe beruht auf dem Pariser Stich von zwei Dritteln Zentimeter, davon zieht der Rechner 1,5 Zentimeter Zugabe des Schuhs ab.
Am Ende zeigt er, wie lang die Bandspitze wird und ab welcher Länge Sie mit ihr beginnen. Gemessen wird dabei vom hinteren Ende der Ferse. Grundlage ist eine Bandspitze, bei der zunächst in jeder zweiten Runde und später in jeder Runde vier Maschen abgenommen werden, bis ein Viertel der Maschen übrig ist.
Tipps für passende Socken
Die Schuhgröße ist nur ein Anhaltspunkt, denn Hersteller schneiden ihre Schuhe unterschiedlich. Genauer ist es, die Fußlänge direkt zu messen: Stellen Sie sich auf ein Blatt Papier, markieren Sie Ferse und längsten Zeh und messen Sie den Abstand. Socken werden meist auf diese Länge oder einen halben Zentimeter kürzer gestrickt, damit sie nicht an der Spitze ausbeulen.
Für die Maschenprobe stricken Sie am besten ein Stück in Runden mit der Nadelstärke, die Sie für die Socken verwenden. Sockenwolle wird eher fest verstrickt, damit die Socken lange halten. Liegt Ihre Probe deutlich unter 28 Maschen auf 10 Zentimeter, wirken die Socken locker und verschleißen schneller an Ferse und Sohle.
Wer ein Muster mit festem Rapport strickt, etwa Zöpfe oder Lochmuster, muss die Maschenzahl gegebenenfalls anpassen. Gehen Sie dabei zur nächsten Zahl, die sowohl durch vier als auch durch den Rapport teilbar ist. Bei sehr dehnbaren Mustern wie Rippen kann die Maschenzahl etwas kleiner ausfallen, bei festen Mustern mit Hebemaschen eher größer.
Für Kindersocken gilt dieselbe Rechnung, nur mit kleineren Werten. Die Garnmenge für ein Paar ermitteln Sie mit dem Garnbedarfsrechner, die Lauflänge Ihres Garns mit dem Lauflängenrechner. Möchten Sie Zunahmen oder Abnahmen gleichmäßig über eine Runde verteilen, hilft der Rechner zum Maschenverteilen.
Tipps und typische Fehler
Socken passend stricken.
- Messen: Fuß statt Größe.
- Fest: Stricken.
- Ferse: Halbe Maschen.
- Spitze: Rechtzeitig beginnen.
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Häufige Fragen
Wie viele Maschen schlage ich für Socken Größe 39 an?
Bei 30 Maschen auf 10 cm und 22 cm Fußumfang etwa 60 Maschen, also 15 je Nadel.
Wie viele Maschen brauche ich für die Ferse?
Die Hälfte der Gesamtmaschen, also die Maschen von zwei Nadeln.
Wann beginne ich mit der Spitze?
Wenn der Fuß ab Fersenende so lang ist wie Fußlänge minus Spitzenlänge.
Wie viele Maschen für Herrensocken Größe 44?
Bei 32 Maschen auf 10 cm und 25 cm Fußumfang etwa 72 Maschen.
Welche Wolle eignet sich für Socken?
Vierfädige Sockenwolle mit Polyamid-Anteil, weil sie haltbarer ist.
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