Intervalle hören und benennen
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. In der westlichen Musik wird er in Halbtönen gemessen: Die kleine Sekunde umfasst einen Halbton, die große Terz vier, die reine Quinte sieben und die Oktave zwölf. Jedes Intervall hat einen eigenen Klangcharakter, von der reibenden kleinen Sekunde bis zur ruhigen Quinte.
Der Rechner bestimmt aus zwei Tönen die Zahl der Halbtöne, den Intervallnamen und die Richtung. Liegt der Abstand über einer Oktave, wird er als einfaches Intervall plus Oktave angegeben. Dazu kommen die Größe in Cent, das reine Schwingungsverhältnis, das Verhältnis in gleichstufiger Stimmung, die Umkehrung und die Frequenzen beider Töne.
Die Oktavzahl folgt der internationalen Schreibweise: C4 ist das eingestrichene c in der Mitte der Klaviertastatur, A4 der Kammerton mit standardmäßig 440 Hertz. Orchester stimmen oft auf 442 oder 443 Hertz; diesen Wert können Sie anpassen.
Reine und gleichstufige Stimmung
Reine Intervalle entstehen aus einfachen Zahlenverhältnissen der Schwingungen: die Oktave aus 2:1, die Quinte aus 3:2, die große Terz aus 5:4. In der gleichstufigen Stimmung, die bei Klavier und Gitarre üblich ist, wird die Oktave dagegen in zwölf exakt gleiche Halbtöne geteilt. Dadurch klingt jede Tonart gleich gut, die Terzen sind aber etwas zu groß: Die gleichstufige große Terz liegt rund 14 Cent über der reinen.
Chöre, Streicher und Bläser intonieren deshalb oft unbewusst reiner als ein Klavier. Für das Stimmen nach Gehör und das Verständnis von Schwebungen ist der Unterschied zwischen beiden Werten hilfreich. Ein Cent ist ein Hundertstel Halbton; Unterschiede ab etwa fünf Cent hören geübte Ohren.
Die Umkehrung ergänzt ein Intervall zur Oktave: Aus der großen Terz wird die kleine Sexte, aus der Quarte die Quinte. Halbtöne von Intervall und Umkehrung ergeben zusammen immer zwölf. Enharmonische Intervalle wie übermäßige Quarte und verminderte Quinte haben dieselbe Halbtonzahl; der Rechner nennt sie gemeinsam Tritonus, weil die Schreibweise von der Notation abhängt.
Zum Gehörtraining helfen bekannte Liedanfänge als Eselsbrücke, etwa die Quarte am Beginn vieler Hochzeitsmärsche. Die Frequenz einzelner Töne berechnet der Ton-Frequenz-Rechner, die Tonarten und Vorzeichen zeigt der Quintenzirkel-Rechner, das Umschreiben von Akkorden der Akkorde-transponieren-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Gehör schulen.
- Liedanfänge: Als Eselsbrücke.
- Umkehrung: Ergänzt zu 12.
- Cent: Feine Abstände.
- Stimmung: Rein oder gleichstufig.
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Häufige Fragen
Wie viele Halbtöne hat eine Quinte?
Eine reine Quinte umfasst sieben Halbtöne.
Was ist ein Tritonus?
Ein Intervall aus sechs Halbtönen, also genau eine halbe Oktave.
Was ist ein Cent?
Ein Hundertstel eines gleichstufigen Halbtons.
Wie bestimme ich ein Intervall in Noten?
Notenlinien und Zwischenräume zählen für die Grundgröße, Vorzeichen für klein, groß oder rein.
Was ist eine None?
Eine Sekunde plus eine Oktave, also 13 oder 14 Halbtöne.
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