Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie alt sind meine Reifen?
Reifen altern auch dann, wenn sie kaum gefahren werden. Das Gummi verliert mit der Zeit Weichmacher, wird hart und bekommt feine Risse. Ein harter Reifen haftet schlechter, besonders auf nasser und kalter Fahrbahn, und der Bremsweg wird länger. Deshalb lohnt sich ein Blick auf das Herstellungsdatum, das auf jedem Reifen steht.
Das Datum versteckt sich in der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Die letzten vier Ziffern, meist in einem ovalen Feld, nennen Produktionswoche und Jahr. 2321 bedeutet Kalenderwoche 23 im Jahr 2021. Der Rechner bestimmt daraus den Montag dieser Woche und das Alter zum gewählten Stichtag, in Jahren und Monaten.
Außerdem sehen Sie, wann das von Ihnen gewählte Höchstalter erreicht ist. Voreingestellt sind acht Jahre, ein häufig genannter Richtwert. Sie können den Wert an die Empfehlung Ihres Reifenherstellers oder Ihrer Werkstatt anpassen.
Wann Reifen ersetzt werden sollten
Eine gesetzliche Altersgrenze für Pkw-Reifen gibt es in Deutschland nicht. Vorgeschrieben ist nur die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Automobilclubs und Reifenhersteller raten, Reifen ab etwa sechs Jahren regelmäßig vom Fachmann prüfen zu lassen und sie spätestens nach acht bis zehn Jahren zu ersetzen, auch wenn noch genug Profil vorhanden ist. Winterreifen verlieren ihre Wintertauglichkeit oft schon früher, weil die Gummimischung verhärtet.
Wichtiger als das Alter allein ist der Zustand. Achten Sie auf Risse in der Flanke und zwischen den Profilblöcken, Beulen, Schnitte und ungleichmäßigen Abrieb. Reifen, die lange auf einem stehenden Fahrzeug standen, können Standplatten und Verformungen haben. Wohnmobile und Anhänger, die wenig fahren, sind besonders betroffen.
Beim Kauf neuer Reifen lohnt ebenfalls ein Blick auf die DOT-Nummer. Reifen dürfen eine gewisse Zeit gelagert werden und gelten dann trotzdem als neu; bei sachgerechter Lagerung ist ein Produktionsdatum von bis zu etwa zwei Jahren üblich. Lagern Sie Ihre eigenen Wechselreifen kühl, dunkel und trocken, liegend oder auf Felgen hängend.
Für Anhänger mit Tempo-100-Zulassung verlangen die Regeln zur Tempo-100-Zulassung, dass die Reifen jünger als sechs Jahre sein müssen. Welche Reifengrößen auf Ihr Auto passen und wie sich der Abrollumfang ändert, zeigt der Reifen-Rechner. Das Datum einer Kalenderwoche ermitteln Sie mit dem Kalenderwochen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Reifen prüfen.
- DOT: Letzte vier Ziffern.
- Risse: Flanke ansehen.
- Profil: Mindestens 1,6 mm.
- Lagerung: Kühl und dunkel.
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Häufige Fragen
Wo finde ich das Reifenalter?
In den letzten vier Ziffern der DOT-Nummer auf der Reifenflanke.
Was bedeutet DOT 2321?
Der Reifen wurde in Kalenderwoche 23 des Jahres 2021 hergestellt.
Wie alt dürfen Reifen sein?
Gesetzlich gibt es für Pkw keine Grenze, empfohlen werden höchstens acht bis zehn Jahre.
Gelten alte, ungefahrene Reifen als neu?
Bei sachgerechter Lagerung ja, ein Produktionsdatum bis etwa zwei Jahre ist üblich.
Wie tief muss das Profil mindestens sein?
Gesetzlich 1,6 mm, empfohlen werden 3 mm bei Sommer- und 4 mm bei Winterreifen.
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Rechtlicher Hinweis: Die Werte sind Richtwerte. Maßgeblich sind Ihre Fahrzeugpapiere, Verträge und die Angaben der Hersteller und Behörden.
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