Wie viel Miete kann ich mir leisten?
Bei der Wohnungssuche ist die wichtigste Frage, wie viel Miete das Einkommen verträgt. Eine verbreitete Faustregel besagt: Die Warmmiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten und Heizung, sollte nicht mehr als etwa 30 Prozent des Nettoeinkommens des Haushalts betragen. So bleibt genug Geld für Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und Rücklagen.
Der Rechner bestimmt aus Ihrem Nettoeinkommen und der gewünschten Quote die maximale Warmmiete. Mit den ortsüblichen Preisen für Kaltmiete und Nebenkosten pro Quadratmeter zeigt er außerdem, wie groß die Wohnung höchstens sein darf. So sehen Sie schnell, ob Ihre Wunschfläche zum Budget passt.
Die Quote können Sie anpassen. In vielen Großstädten zahlen Haushalte heute 35 bis 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Das ist möglich, macht das Budget aber knapp. Bei niedrigem Einkommen kann schon ein kleiner Anteil zu viel sein, bei hohem Einkommen bleibt auch bei höherer Quote genug übrig.
Mietbudget realistisch planen
Rechnen Sie neben der Warmmiete weitere Wohnkosten ein: Strom, Internet, Rundfunkbeitrag, Hausrat- und Haftpflichtversicherung kommen in der Regel zusätzlich. Einmalig fallen Kaution, Umzug und eventuell Möbel an. Die Kaution beträgt höchstens drei Nettokaltmieten und kann in Raten gezahlt werden.
Vermieter prüfen die Zahlungsfähigkeit häufig über das Verhältnis von Einkommen zu Kaltmiete. Verbreitet ist die Erwartung, dass das Nettoeinkommen mindestens das Dreifache der Kaltmiete beträgt. Das ist keine gesetzliche Regel, aber bei vielen Bewerbern ein häufiges Auswahlkriterium. Gehaltsnachweise, Schufa-Auskunft und Mietschuldenfreiheitsbescheinigung gehören zu den üblichen Unterlagen.
Bei den Nebenkosten lohnt ein genauer Blick: Der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes nennt im Bundesdurchschnitt meist um die 2,50 bis 3 Euro pro Quadratmeter einschließlich Heizung, je nach Gebäude und Energiepreisen deutlich mehr. In schlecht gedämmten Altbauten können allein die Heizkosten hoch ausfallen. Fragen Sie nach der letzten Nebenkostenabrechnung.
Bei geringem Einkommen kann ein Anspruch auf Wohngeld bestehen; eine Schätzung liefert der Wohngeld-Rechner. Den Preis pro Quadratmeter verschiedener Angebote vergleicht der Miete-pro-Quadratmeter-Rechner, die Aufteilung des Budgets nach der 50-30-20-Regel der Budgetregel-Rechner. Die Rechnung ist eine Orientierung und keine Finanzberatung.
Tipps und typische Fehler
Wohnung passend wählen.
- Warmmiete: Zählt.
- Strom: Extra.
- Kaution: Einplanen.
- Reserve: Behalten.
Weitere Rechner: Alltag
Häufige Fragen
Wie viel Prozent des Einkommens für Miete?
Als Faustregel höchstens etwa 30 Prozent für die Warmmiete.
Bezieht sich die Regel auf Kalt- oder Warmmiete?
Meist auf die Warmmiete mit Nebenkosten und Heizung.
Was verlangen Vermieter beim Einkommen?
Oft mindestens das Dreifache der Kaltmiete.
Zählen Nebenkosten zur 30-Prozent-Regel?
In der Regel ja, gemeint ist die Warmmiete.
Wie hoch sind Nebenkosten pro Quadratmeter?
Oft 2,50 bis 3,50 Euro einschließlich Heizung, je nach Gebäude.
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