Wie viel frische Luft braucht ein Raum?
Der Luftwechsel gibt an, wie oft die Luft in einem Raum pro Stunde komplett ausgetauscht wird. Eine Luftwechselrate von 0,5 pro Stunde bedeutet, dass die Raumluft in zwei Stunden einmal erneuert wird. Aus Raumvolumen und Luftwechsel ergibt sich der Luftvolumenstrom in Kubikmetern pro Stunde, den eine Lüftung leisten muss.
Für Wohnräume gilt ein Mindestluftwechsel von etwa 0,5 pro Stunde, um Feuchte und Schadstoffe abzuführen. In Bad, Küche und Werkstatt braucht man bei Nutzung deutlich mehr, etwa 4 bis 8. Der Rechner nimmt Ihre Rate und berechnet den Volumenstrom, die Austauschzeit und den Wärmeverlust, der durch Lüftung entsteht.
Bei 20 Quadratmetern und 2,5 Metern Höhe beträgt das Volumen 50 Kubikmeter, bei 0,5 Luftwechseln pro Stunde ergibt das 25 Kubikmeter pro Stunde. Die Lüftungswärmeverluste hängen vom Temperaturunterschied ab und schlagen sich in den Heizkosten nieder.
Richtig lüften
Frische Luft ist wichtig für die Gesundheit und gegen Schimmel. Zu wenig Lüftung führt zu hoher Feuchte, besonders in gut gedämmten Häusern. Stoßlüften mehrmals täglich ist wirksamer als dauerhaft gekippte Fenster. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sparen Energie und sorgen für gleichmäßigen Luftaustausch.
Die Wärmeverluste können Sie schätzen, indem Sie den Volumenstrom mit 0,34 Wattstunden pro Kubikmeter und Kelvin und dem Temperaturunterschied multiplizieren. Eine Wärmerückgewinnung mit 80 Prozent senkt den Verlust entsprechend. Ob sich eine Lüftungsanlage lohnt, hängt von Dichtheit und Nutzung ab.
Bei Luftfeuchte und Schimmel hilft der Taupunkt-Rechner, die kritischen Temperaturen zu erkennen. Die Heizlast eines Raums schätzen Sie mit dem Raumheizlast-Rechner. Die Planung von Lüftungsanlagen nach DIN 1946-6 gehört in die Hand eines Fachplaners.
Die Richtwerte sind grob. Ob die Lüftung ausreicht, hängt von Belegung, Feuchtequellen und Dichtheit ab. Messen Sie bei Zweifeln die Luftfeuchte und den CO2-Gehalt. Werte über 1.000 ppm CO2 zeigen, dass gelüftet werden sollte.
Als Kontrolle eignet sich ein CO2-Messgerät. Es zeigt, wann die Raumluft verbraucht ist, und hilft, Lüftungszeiten zu finden, die Energie sparen und trotzdem für frische Luft sorgen. Gerade in Schlafzimmern lohnt eine Messung über Nacht.
Tipps und typische Fehler
Richtig lüften.
- Stoßlüften: Statt Kippen.
- Feuchte: Im Auge behalten.
- Wärmerückgewinnung: Spart Energie.
- CO2: Unter 1.000 ppm.
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- Luftwechsel berechnen
- Luftvolumenstrom
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- Luftaustausch
Häufige Fragen
Was ist ein Luftwechsel?
Der komplette Austausch der Raumluft, angegeben pro Stunde.
Wie oft sollte man lüften?
Mehrmals täglich stoßlüften, bei Feuchte öfter.
Wie viel Wärme geht beim Lüften verloren?
Etwa 0,34 Wattstunden pro Kubikmeter und Kelvin.
Welcher Luftwechsel gilt im Bad?
Bei Nutzung etwa 4 bis 8 pro Stunde.
Was bringt Wärmerückgewinnung?
Sie spart bis zu 80 Prozent der Lüftungswärme.
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