Wann Wasser aus der Luft ausfällt
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Kühlt sich Luft ab, steigt ihre relative Feuchte, bis sie bei 100 Prozent gesättigt ist. Die Temperatur, bei der das geschieht, heißt Taupunkt. Fällt die Temperatur an einer Fläche unter den Taupunkt der Raumluft, schlägt sich dort Wasser als Kondensat nieder. Das erkennen Sie an beschlagenen Fenstern und nassen Ecken.
Für Schimmel genügt schon weniger. Pilze keimen an Oberflächen, an denen die Luftfeuchte über längere Zeit mehr als 80 Prozent beträgt, auch ohne sichtbares Wasser. Der Rechner berechnet deshalb zusätzlich die relative Feuchte unmittelbar an der Wandoberfläche. Liegt sie über 80 Prozent, ist die Schimmelgefahr hoch.
Die Rechnung verwendet die Magnus-Formel, die für Temperaturen von etwa minus 45 bis 60 Grad gilt. Außerdem erhalten Sie die absolute Luftfeuchte in Gramm pro Kubikmeter, die zeigt, wie viel Wasser tatsächlich in der Luft steckt, und den Abstand zwischen Raumtemperatur und Taupunkt.
Was Sie tun können
Zu hohe Feuchte senken Sie durch richtiges Lüften: mehrmals täglich stoßlüften, statt Fenster dauernd zu kippen. Im Winter bringt kurzes, kräftiges Lüften trockene Luft herein, während die Wände warm bleiben. Möbel sollten nicht direkt an kalten Außenwänden stehen, damit die Luft zirkulieren kann.
Dauerhafte Abhilfe schaffen die Dämmung kalter Bauteile und der Austausch undichter Fenster. Auch das Heizen aller Räume hilft, weil kalte Räume Feuchte aus warmen Räumen anziehen. Bei wiederkehrendem Schimmel sollten Sie die Ursachen von Fachleuten untersuchen lassen. Mieter dokumentieren Mängel und informieren den Vermieter.
Die Werte hängen von der Messgenauigkeit ab. Billige Hygrometer weichen oft um mehrere Prozentpunkte ab. Der Rechner ist eine Orientierung und ersetzt keine Bauuntersuchung.
Messen Sie die Luftfeuchte an mehreren Stellen und zu verschiedenen Tageszeiten, denn sie schwankt stark. Nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen steigt sie kurzzeitig auf hohe Werte. Entscheidend ist der Dauerzustand. Wer wiederholt Werte über 60 Prozent misst, sollte lüften, entfeuchten oder die Heizung anpassen und kalte Stellen im Mauerwerk untersuchen lassen.
Tipps und typische Fehler
Schimmel vermeiden.
- Stoßlüften: Mehrmals täglich kurz und kräftig.
- Messen: Hygrometer verwenden.
- Kalte Wände: Möbel abrücken.
- Dämmung: Wärmebrücken beseitigen.
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- Taupunkt berechnen
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- Schimmel Luftfeuchte
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Häufige Fragen
Was ist der Taupunkt?
Die Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und Wasser kondensiert.
Ab welcher Feuchte droht Schimmel?
Ab etwa 80 Prozent relativer Feuchte an der Oberfläche über längere Zeit.
Welche Luftfeuchte ist ideal?
In Wohnräumen sind 40 bis 60 Prozent günstig.
Was passiert unter dem Taupunkt?
Wasserdampf kondensiert an der Oberfläche, es bilden sich Wassertropfen.
Wie messe ich die Wandtemperatur?
Mit einem Infrarotthermometer an der kältesten Stelle.
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