Bau & Handwerk

Material für ein Wärmedämmverbundsystem berechnen

Geben Sie Wandfläche, Fenster- und Türflächen, Plattenformat, Dämmdicke und den Mörtelverbrauch ein. Der Rechner zeigt Platten, Mörtel, Gewebe und Dübel.

Fassade und System
EPS meist 100 × 50 cm, Mineralwolle oft 80 × 62,5 cm.
Laut Systemhersteller; Wulst-Punkt-Verklebung oft 4 bis 5 kg.
Laut Systemhersteller; abhängig von der Schichtdicke.
0, wenn nur geklebt wird; Zahl und Schema nach Zulassung und Windlast.
Ergebnis

Was gehört zu einem WDVS?

Ein Wärmedämmverbundsystem besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten. Die Dämmplatten aus Polystyrol, Mineralwolle oder Holzfaser werden auf die Außenwand geklebt und je nach Untergrund zusätzlich gedübelt. Darauf folgt eine Armierungsschicht aus Mörtel mit eingebettetem Glasfasergewebe, die Risse verhindert. Den Abschluss bildet ein Oberputz, oft mit Anstrich.

Der Rechner zieht von der Wandfläche zunächst Fenster und Türen ab und erhält die zu dämmende Nettofläche. Mit einem Zuschlag für Verschnitt ergibt sich die Dämmfläche, die er durch die Fläche einer Platte teilt. So erhalten Sie die Zahl der Platten und, mit der Dämmdicke, das Volumen des Dämmstoffs.

Für Klebe- und Armiermörtel geben die Systemhersteller einen Verbrauch je Quadratmeter an. Der Rechner multipliziert ihn mit der Nettofläche und rechnet in Säcke um. Das Armiergewebe wird mit zehn Prozent Überlappung angesetzt, die Dübel über die Zahl je Quadratmeter. Laibungen, Sockel, Kantenprofile und Oberputz sind nicht enthalten und kommen hinzu.

Nettofla¨che=Wandfla¨che−O¨ffnungen; Platten=Nettofla¨che⋅(1+Verschnitt)Plattenfla¨che; Mo¨rtel=Nettofla¨che×Verbrauch; Gewebe=Nettofla¨che×1,1\text{Nettofläche} = \text{Wandfläche} - \text{Öffnungen};\ \text{Platten} = \frac{\text{Nettofläche} \cdot \left(1 + \text{Verschnitt}\right)}{\text{Plattenfläche}};\ \text{Mörtel} = \text{Nettofläche} \times \text{Verbrauch};\ \text{Gewebe} = \text{Nettofläche} \times 1{,}1

Beispiel: Eine Fassade hat 120 m² Wandfläche und 20 m² Fenster und Türen, also 100 m² zu dämmen. Mit 5 Prozent Verschnitt sind 105 m² Dämmplatten nötig, bei 100 × 50 cm sind das 210 Platten. Bei 14 cm Dicke ergibt das 14,7 m³ Dämmstoff. Mit je 5 kg Klebe- und Armiermörtel je m² werden 500 kg Kleber und 500 kg Armiermörtel gebraucht, zusammen 40 Säcke zu 25 kg. Dazu kommen 110 m² Armiergewebe und bei sechs Dübeln je m² 600 Dübel.

Planung und Ausführung einer Fassadendämmung

Ein WDVS darf nur als zugelassenes System ausgeführt werden. Dämmstoff, Kleber, Dübel, Armierung und Putz stammen dabei aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt. Mischsysteme aus Komponenten verschiedener Hersteller verlieren ihre Zulassung. Welche Dübel in welchem Schema nötig sind, hängt vom Untergrund, der Gebäudehöhe und der Windlast ab und ergibt sich aus der Zulassung.

Vor dem Dämmen muss der Untergrund tragfähig, trocken und eben sein. Alte Putze werden auf Haftung geprüft, Unebenheiten ausgeglichen. Fensterbänke müssen meist verlängert, Regenfallrohre, Leuchten und Markisen versetzt werden. Diese Arbeiten verursachen oft einen erheblichen Teil der Kosten und sollten früh eingeplant werden.

Die Dämmdicke richtet sich nach dem gewünschten Wärmeschutz. Bei der Sanierung einer Außenwand gelten nach dem Gebäudeenergiegesetz Mindestanforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten, wenn mehr als ein kleiner Teil der Fläche erneuert wird. Für Förderungen sind oft strengere Werte nötig. Ein Energieberater kann helfen, die passende Dicke und die Förderbedingungen zu klären.

Wie dick die Dämmung für einen Ziel-U-Wert sein muss, berechnet der Dämmstärke-Rechner, den U-Wert einer Wand der U-Wert-Rechner und die Farbmenge für den Fassadenanstrich der Fassadenfarbe-Rechner. Brandschutzanforderungen, etwa Brandriegel bei Polystyrol, und Arbeiten auf Gerüsten gehören in die Hände eines Fachbetriebs.

Tipps und typische Fehler

Fassade dämmen.

  • System: Nur zugelassen.
  • Untergrund: Prüfen.
  • Nebenarbeiten: Einplanen.
  • Beratung: Energieberater.

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Häufige Fragen

Wie viel Kleber braucht man für WDVS?

Je nach System und Klebeverfahren meist etwa 4 bis 6 kg je m²; der Systemhersteller nennt den genauen Wert.

Wie viele Dübel pro m² beim WDVS?

Oft etwa 4 bis 8 Stück je m², in Randbereichen mehr; maßgeblich sind Zulassung, Untergrund und Windlast.

Muss ein WDVS gedübelt werden?

Das hängt vom Untergrund und vom System ab; auf tragfähigem, ebenem Mauerwerk reicht teils reine Verklebung.

Was kostet ein WDVS pro m²?

Das hängt stark von Dämmstoff, Dicke, Gerüst und Nebenarbeiten ab; holen Sie mehrere Angebote ein.

Welcher Dämmstoff eignet sich für WDVS?

Üblich sind Polystyrol, Mineralwolle und Holzfaser, jeweils als Teil eines zugelassenen Systems.

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