Haushalt & Energie

Kochkosten mit Induktion, Ceran und Gas vergleichen

Geben Sie einen bekannten Verbrauch Ihres jetzigen Kochfelds an, dazu Wirkungsgrade und Energiepreise. Der Rechner zeigt, was dieselbe Kochmenge mit jeder Kochart pro Jahr kostet.

Verbrauch, Wirkungsgrade und Preise
Ohne eigenen Zähler grob schätzen; 200 bis 400 kWh sind für einen Haushalt, der täglich kocht, nicht ungewöhnlich.
Bei Flaschengas deutlich höher als bei Erdgas aus der Leitung.
Inklusive eventuell neuem Kochgeschirr; 0, wenn ohnehin neu gekauft wird.
Ergebnis

Welche Kochart ist am günstigsten?

Beim Kochen kommt nur ein Teil der eingesetzten Energie im Topf an. Ein Induktionskochfeld erzeugt die Wärme direkt im Topfboden und erreicht deshalb einen hohen Wirkungsgrad. Eine Glaskeramikplatte heizt zuerst sich selbst auf und gibt die Wärme dann an den Topf weiter. Eine Gasflamme verliert viel Wärme seitlich an die Umgebung. Wie viel Energie das Kochen kostet, hängt deshalb vom Wirkungsgrad und vom Energiepreis ab.

Der Rechner geht von einem Wert aus, den Sie kennen, zum Beispiel dem Stromverbrauch Ihres bisherigen Ceranfelds. Daraus berechnet er die Nutzwärme, die tatsächlich im Kochgeschirr angekommen ist. Diese Nutzwärme teilt er durch die Wirkungsgrade der drei Kocharten und multipliziert mit dem jeweiligen Preis. So vergleichen Sie dieselbe Kochmenge unter gleichen Bedingungen.

Weil Strom pro Kilowattstunde meist deutlich teurer ist als Erdgas, kann ein Gasherd trotz schlechtem Wirkungsgrad beim reinen Verbrauch günstiger sein. Der Rechner zeigt außerdem die Ersparnis von Induktion gegenüber Glaskeramik und wie lange es dauert, bis sich ein Mehrpreis für Induktion und neues Kochgeschirr darüber bezahlt macht.

Nutzwa¨rme=bekannter Verbrauch×dessen Wirkungsgrad; Energieje Kochart=Nutzwa¨rmeWirkungsgrad; Kosten=Energie×Preis\text{Nutzwärme} = \text{bekannter Verbrauch} \times \text{dessen Wirkungsgrad};\ \text{Energie}\quad \text{je}\ \text{Kochart} = \frac{\text{Nutzwärme}}{\text{Wirkungsgrad}};\ \text{Kosten} = \text{Energie} \times \text{Preis}

Beispiel: Ihr Ceranfeld verbraucht 250 kWh im Jahr. Bei 70 Prozent Wirkungsgrad kommen 175 kWh im Topf an. Ein Induktionsfeld mit 88 Prozent braucht dafür 199 kWh und kostet bei 35 Cent pro kWh 69,60 Euro im Jahr, das Ceranfeld 87,50 Euro. Ein Gasherd mit 50 Prozent bräuchte 350 kWh Gas, bei 11 Cent sind das 38,50 Euro. Induktion spart gegenüber Ceran 17,90 Euro im Jahr; ein Mehrpreis von 400 Euro wäre nach rund 22 Jahren ausgeglichen.

Was neben dem Verbrauch zählt

Der reine Energieverbrauch ist nur ein Teil der Rechnung. Für einen Gasherd braucht es einen Gasanschluss in der Küche oder eine Gasflasche, eine fachgerechte Installation und regelmäßige Prüfungen. Wer ohnehin Erdgas im Haus hat, zahlt den Grundpreis bereits für die Heizung. Bei Flaschengas liegt der Preis pro Kilowattstunde dagegen oft mehrfach über dem Erdgaspreis, sodass der Kostenvorteil verschwindet.

Induktion punktet mit Geschwindigkeit und Komfort: Wasser kocht deutlich schneller, die Hitze lässt sich fein regeln, und die Glasfläche bleibt kühler, sodass weniger anbrennt. Nötig ist allerdings magnetisches Kochgeschirr. Ob ein Topf geeignet ist, testen Sie mit einem Magneten am Boden. Neues Geschirr gehört in den Mehrpreis, wenn Sie umsteigen.

Beim Gasherd entstehen in der Küche Verbrennungsprodukte wie Stickstoffdioxid. Lüften Sie deshalb beim Kochen gut, am besten mit einer nach außen geführten Dunstabzugshaube. Wer auf Ökostrom setzt oder eine eigene Photovoltaikanlage hat, kocht mit Induktion außerdem klimafreundlicher. Mittags kann ein Teil des Kochstroms direkt vom Dach kommen.

Die Wirkungsgrade im Rechner sind Anhaltswerte; Topfgröße, Deckel und Kochweise verändern sie stark. Kochen mit Deckel spart auf jedem Herd viel Energie. Die Kosten fürs Wasserkochen berechnet der Wasserkocher-Rechner, die des Backofens der Backofen-Stromkosten-Rechner, und Gaspreise je Kilowattstunde aus Kubikmetern ermittelt der Gas-kWh-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Effizient kochen.

  • Deckel: Immer nutzen.
  • Topfgröße: Passend zur Platte.
  • Magnet-Test: Für Induktion.
  • Lüften: Beim Gasherd.

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Häufige Fragen

Ist Induktion günstiger als Ceran?

Ja, bei gleichem Strompreis meist um 15 bis 25 Prozent, weil weniger Wärme verloren geht.

Ist Kochen mit Gas billiger als mit Strom?

Beim Verbrauch mit Erdgas oft ja, mit Flaschengas meist nicht; Anschluss und Wartung kommen hinzu.

Welche Töpfe brauche ich für Induktion?

Töpfe mit magnetischem Boden; haftet ein Magnet, ist der Topf geeignet.

Kann ich Induktion an einen normalen Herdanschluss anschließen?

Meist ja, an den vorhandenen Drehstrom-Herdanschluss; den Anschluss sollte eine Elektrofachkraft vornehmen.

Brauchen Gasherde eine Prüfung?

Gasanlagen sollten regelmäßig von einer Fachkraft geprüft werden; Details regeln die technischen Regeln für Gasinstallationen.

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