Haushalt & Energie

Ersparnis mit dynamischem Stromtarif berechnen

Geben Sie Verbrauch, Festpreis, den mittleren dynamischen Preis und den Anteil ein, den Sie in günstige Stunden verlegen können. Der Rechner zeigt, ob und wie viel Sie sparen.

Verbrauch, Preise und Verschiebung
Durchschnitt über alle Stunden inklusive Netzentgelten, Abgaben und Steuern.
Zum Beispiel E-Auto, Wärmepumpe, Waschmaschine, Spülmaschine.
Um so viel liegt der Preis in den genutzten Stunden unter dem Mittel.
Etwa für ein intelligentes Messsystem oder einen höheren Grundpreis.
Ergebnis

Wann lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Arbeitspreis stündlich oder viertelstündlich mit dem Börsenstrompreis. In Stunden mit viel Wind- und Solarstrom ist Strom günstig, an windstillen Winterabenden teuer. Netzentgelte, Abgaben und Steuern kommen jeweils oben drauf. Stromanbieter sind verpflichtet, einen solchen Tarif anzubieten; Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.

Der Rechner vergleicht die Jahreskosten eines Festpreistarifs mit denen eines dynamischen Tarifs. Für den nicht verschobenen Verbrauch setzt er den mittleren dynamischen Endkundenpreis an. Für den verschiebbaren Anteil zieht er den Preisvorteil der günstigen Stunden ab. Zusätzliche Kosten, etwa für das Messsystem, werden addiert. Die Differenz zum Festpreistarif ist die Ersparnis.

Zusätzlich zeigt der Rechner, ob der Tarif schon ohne Verschiebung günstiger wäre und welcher Anteil mindestens verschoben werden muss, damit sich der Wechsel lohnt. So erkennen Sie, wie viel Flexibilität Sie brauchen. Haushalte mit E-Auto, Wärmepumpe oder Heimspeicher können große Mengen verschieben, ein kleiner Haushalt ohne solche Verbraucher meist nur wenig.

Kosten dynamisch=Verbrauch×(1−Anteil)×mittlerer Preis+Verbrauch×Anteil×(mittlerer Preis−Preisvorteil)+Zusatzkosten\text{Kosten dynamisch} = \text{Verbrauch} \times \left(1 - \text{Anteil}\right) \times \text{mittlerer Preis} + \text{Verbrauch} \times \text{Anteil} \times \left(\text{mittlerer Preis} - \text{Preisvorteil}\right) + \text{Zusatzkosten}

Beispiel: Ein Haushalt verbraucht 3.500 kWh. Im Festpreistarif zu 35 Cent kostet das 1.225 Euro. Im dynamischen Tarif liegt der mittlere Preis bei 33 Cent. 30 Prozent, also 1.050 kWh, werden in Stunden verschoben, die 8 Cent günstiger sind. Das ergibt 2.450 × 0,33 + 1.050 × 0,25 = 1.071 Euro plus 30 Euro Zusatzkosten, zusammen 1.101 Euro. Die Ersparnis beträgt 124 Euro im Jahr; ohne Verschiebung wären es nur 40 Euro.

Risiken und praktische Tipps

Ein dynamischer Tarif überträgt das Preisrisiko auf Sie. In Phasen hoher Börsenpreise, etwa bei Gasknappheit oder langen Kälteperioden, kann Strom deutlich teurer werden als im Festpreistarif. Wer abends kocht, wäscht und fernsieht, verbraucht gerade in den teuren Stunden. Ohne bewusste Verschiebung kann der eigene Durchschnittspreis deshalb über dem allgemeinen Mittelwert liegen.

Am meisten profitieren Haushalte mit großen, flexiblen Verbrauchern. Ein E-Auto lässt sich nachts oder an sonnigen Mittagen laden, eine Wärmepumpe kann den Pufferspeicher in günstigen Stunden aufheizen, und ein Heimspeicher kann sogar aus dem Netz laden, wenn der Preis sehr niedrig ist. Eine automatische Steuerung über App oder Energiemanager nimmt Ihnen die Arbeit ab.

Die Preise für den nächsten Tag werden üblicherweise am Vortag veröffentlicht. Viele Anbieter zeigen sie in einer App. Planen Sie Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine mit Startzeitvorwahl in die günstigsten Stunden. Achten Sie auch auf die Grundgebühr und eventuelle monatliche Zusatzentgelte des dynamischen Tarifs, die den Vorteil schmälern.

Ein dynamischer Tarif lässt sich in der Regel monatlich kündigen, sodass Sie ihn ohne großes Risiko ausprobieren können. Vergleichen Sie Ihre tatsächlichen Kosten nach einigen Monaten mit dem früheren Tarif. Klassische Tarife vergleicht der Stromtarif-Rechner, die Ladekosten eines Elektroautos der E-Auto-Ladekosten-Rechner und den Nutzen eines Heimspeichers der Stromspeicher-Rechner. Die Berechnung ist eine Schätzung und keine Garantie künftiger Preise.

Tipps und typische Fehler

Dynamisch sparen.

  • Verschieben: Große Verbraucher.
  • Automatik: Steuerung nutzen.
  • App: Preise am Vortag.
  • Testen: Monatlich kündbar.

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Häufige Fragen

Was braucht man für einen dynamischen Stromtarif?

Ein intelligentes Messsystem, also einen Smart Meter, der den Verbrauch viertelstündlich erfasst.

Wie viel spart man mit einem dynamischen Tarif?

Das hängt vor allem davon ab, wie viel Verbrauch sich in günstige Stunden verschieben lässt.

Ist ein dynamischer Tarif riskant?

Ja, bei hohen Börsenpreisen kann er teurer sein als ein Festpreistarif.

Wie oft ändert sich der Preis im dynamischen Tarif?

Je nach Anbieter stündlich oder viertelstündlich, orientiert am Day-Ahead-Börsenpreis.

Kann der Strompreis negativ werden?

Der Börsenpreis ja; wegen Netzentgelten, Abgaben und Steuern bleibt der Endpreis aber meist positiv.

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