Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie bitter wird das Bier?
Die Bittere eines Biers stammt vor allem aus den Alphasäuren des Hopfens. Beim Kochen wandeln sie sich in Iso-Alphasäuren um, die sich in der Würze lösen und bitter schmecken. Gemessen wird das in International Bitterness Units, kurz IBU. Ein IBU entspricht etwa einem Milligramm Iso-Alphasäure pro Liter Bier.
Hobbybrauer schätzen die Bittere mit Formeln, weil eine Labormessung aufwendig ist. Die verbreitete Formel nach Glenn Tinseth berücksichtigt zwei Effekte: Mit längerer Kochzeit wird mehr Alphasäure umgewandelt, und in stärkerer Würze gelingt das schlechter. Der Rechner wendet die Formel auf jede Hopfengabe einzeln an und addiert die Ergebnisse.
Die Stammwürze in Grad Plato wird dafür in das spezifische Gewicht umgerechnet. Zusätzlich gibt der Rechner das Verhältnis von Bittere zu Stammwürze aus, international BU:GU genannt. Es hilft einzuschätzen, ob ein Bier eher malzig oder eher herb wirkt, unabhängig davon, wie stark es eingebraut ist.
Ergebnisse einordnen und Rezepte planen
Typische Werte liegen bei hellen Lagerbieren und Weizenbieren zwischen 10 und 20 IBU, bei einem Pils zwischen etwa 25 und 40 IBU und bei kräftigen IPAs deutlich darüber. Ab etwa 100 IBU nimmt der Mensch kaum noch zusätzliche Bittere wahr. Ein BU:GU-Verhältnis um 0,5 gilt als ausgewogen, darüber wirkt ein Bier herb.
Hopfen, der erst bei Kochende, im Whirlpool oder zum Kalthopfen zugegeben wird, liefert nach der Formel kaum oder keine Bittere, aber viel Aroma. In der Praxis lösen sich im heißen Whirlpool dennoch einige Bitterstoffe. Wer viel spät hopft, sollte mit einer etwas höheren tatsächlichen Bittere rechnen, als der Rechner ausgibt.
Die Alphasäure schwankt je nach Sorte, Ernte und Lagerung. Übernehmen Sie den Wert von der Packung und nicht aus allgemeinen Sortentabellen. Alter oder warm gelagerter Hopfen verliert Alphasäure; in diesem Fall liegt die Bittere unter dem berechneten Wert. Die Formel ist eine Schätzung, Abweichungen von zehn Prozent und mehr sind normal.
Wer zu Hause Bier braut, muss dies vorher beim zuständigen Hauptzollamt anmelden. Eine begrenzte Menge für den Eigenbedarf ist von der Biersteuer befreit; die genauen Grenzen und Formulare finden Sie beim Zoll (Stand prüfen, keine Rechts- oder Steuerberatung). Die Stammwürze aus Messwerten berechnet der Stammwürze-Rechner, den Alkoholgehalt in Standardeinheiten der Alkoholeinheiten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Bier abstimmen.
- Alphasäure: Von Packung.
- Kochzeit: Mehr Bittere.
- Whirlpool: Etwas mehr.
- Anmeldung: Beim Zoll.
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Häufige Fragen
Was bedeutet IBU?
International Bitterness Units, etwa ein Milligramm Iso-Alphasäure pro Liter Bier.
Wie viel IBU hat ein Pils?
Meist etwa 25 bis 40 IBU, je nach Brauerei und Stil.
Warum bringt Hopfen bei Kochende kaum Bittere?
Die Umwandlung der Alphasäuren braucht Kochzeit; ohne Kochen entsteht nach Tinseth keine Bittere.
Wie viel Hopfen brauche ich für 30 IBU?
Bei 20 Litern und 12 °P etwa 21 g Hopfen mit 12 Prozent Alphasäure über 60 Minuten.
Was ist das BU:GU-Verhältnis?
Bittere geteilt durch die Stammwürze als Gravity Units, ein Maß für die Balance.
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