Garten & Hobby

Trocknungszeit von Kaminholz berechnen

Geben Sie die gemessene Anfangsfeuchte, Ihre Zielfeuchte, Holzart und Lagerung ein. Der Rechner schätzt die Monate bis zum ofenfertigen Holz und die Wassermenge, die dabei verdunstet.

Ihr Brennholz
Frisch geschlagenes Holz liegt oft bei 50 bis 100 % bezogen auf das Trockengewicht.
Für den Kaminofen werden meist 15 bis 20 % angestrebt.
Unter einem Dach im Freien etwa 12 bis 18 %, je nach Region und Jahreszeit.
Stand prüfen: Vorgabe der 1. BImSchV für Scheitholz in Kleinfeuerungsanlagen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Warum Brennholz Zeit braucht

Frisch geschlagenes Holz enthält sehr viel Wasser. Bezogen auf das Gewicht der trockenen Holzsubstanz sind es oft 50 bis über 100 Prozent. Dieses Wasser muss beim Verbrennen erst verdampfen, was Energie kostet, die Brennraumtemperatur senkt und zu Rauch, Ruß und Ablagerungen im Schornstein führt. Erst gut getrocknetes Scheitholz brennt sauber und liefert den erwarteten Heizwert.

Holz gibt Feuchtigkeit nicht gleichmäßig ab. Anfangs verdunstet das freie Wasser aus den Zellhohlräumen recht schnell, später das in den Zellwänden gebundene Wasser immer langsamer. Der Rechner bildet das mit einer Exponentialkurve ab: Die Feuchte nähert sich der Ausgleichsfeuchte des Lagerorts, also dem Wert, bei dem das Holz mit der umgebenden Luft im Gleichgewicht steht und nicht weiter trocknet.

Wie schnell das geht, bestimmen vor allem drei Faktoren. Weichhölzer wie Fichte trocknen deutlich schneller als dichte Harthölzer wie Buche oder Eiche. Ein sonniger, luftiger Platz mit Dach beschleunigt den Vorgang, ein schattiger oder geschlossener Raum bremst ihn. Kürzere Scheite trocknen schneller, weil das Wasser vor allem über die Stirnseiten entweicht.

Monate=ln (Anfangsfeuchte−AusgleichsfeuchteZielfeuchte−Ausgleichsfeuchte)k; k=Holzartwert×Lagerfaktor×Scheitfaktor\text{Monate} = \frac{\text{ln}\,\left(\frac{\text{Anfangsfeuchte} - \text{Ausgleichsfeuchte}}{\text{Zielfeuchte} - \text{Ausgleichsfeuchte}}\right)}{k};\ k = \text{Holzartwert} \times \text{Lagerfaktor} \times \text{Scheitfaktor}

Beispiel: Buchenholz mit 50 % Anfangsfeuchte, Ziel 20 %, Ausgleichsfeuchte 15 %, überdacht bei normaler Belüftung, Scheitlänge 33 cm: k = 0,11 je Monat, Trocknungszeit rund 17,7 Monate, also knapp anderthalb Jahre. Nach 12 Monaten liegt die Feuchte bei etwa 24,3 %. Aus 500 kg Frischholz verdunsten bis zum Ziel rund 100 kg Wasser.

Richtig stapeln und nachmessen

Spalten Sie das Holz möglichst bald nach dem Fällen. Ganze Rundlinge trocknen kaum, weil die Rinde wie eine Sperrschicht wirkt. Gestapelt wird mit der Rinde nach oben, auf Paletten oder Kanthölzern mit Abstand zum Boden und mit einigen Zentimetern Luft zur Hauswand. Ein Dach schützt vor Regen, die Seiten sollten offen bleiben, damit der Wind die Feuchte abtransportiert.

Das Ergebnis ist eine Schätzung, kein Versprechen. Ein nasser Sommer, dichter Stapel oder sehr dicke Scheite verlängern die Zeit, ein trockener, windiger Standort verkürzt sie. Messen Sie deshalb mit einem Holzfeuchtemessgerät nach. Dafür ein Scheit frisch spalten und in der Mitte der Spaltfläche quer zur Faser messen, denn die Oberfläche ist immer trockener als der Kern.

Beachten Sie die Bezugsgröße. Messgeräte zeigen in der Regel die Holzfeuchte bezogen auf das Darrgewicht an. Händler und Normen nennen teils den Wassergehalt bezogen auf das Gesamtgewicht, der bei gleichem Holz niedriger ausfällt. Der Rechner gibt beide Werte aus. Den aktuell geltenden Grenzwert für Ihre Feuerstätte prüfen Sie bitte in der 1. BImSchV oder fragen Ihren Schornsteinfeger.

Unter die Ausgleichsfeuchte kommt Holz im Freien nicht, auch nicht nach Jahren. Wer sehr trockenes Holz braucht, holt die Tagesmenge einige Tage vor dem Heizen in einen warmen Raum. Sehr lange gelagertes Holz verliert dagegen durch Pilze und Insekten an Heizwert. Wie viel Holz Sie für den Winter brauchen, berechnet der Brennholz-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Holz gut trocknen.

  • Spalten: Bald nach dem Fällen.
  • Dach: Seiten offen lassen.
  • Abstand: Zu Boden und Wand.
  • Messen: An frischer Spaltfläche.

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Häufige Fragen

Wie lange muss Kaminholz trocknen?

Weichholz wie Fichte braucht unter guten Bedingungen etwa ein Jahr, Buche und Esche rund eineinhalb bis zwei Jahre, Eiche oft zwei bis drei Jahre. Lagerplatz und Scheitgröße verschieben diese Werte deutlich.

Welche Holzfeuchte ist für den Kaminofen richtig?

Angestrebt werden meist 15 bis 20 Prozent Holzfeuchte. Der gesetzliche Höchstwert steht in der 1. BImSchV; bitte den aktuellen Stand prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Holzfeuchte und Wassergehalt?

Die Holzfeuchte bezieht das Wasser auf die trockene Holzmasse, der Wassergehalt auf das Gesamtgewicht. 20 % Holzfeuchte entsprechen etwa 16,7 % Wassergehalt.

Trocknet Holz im Keller?

Nur langsam, weil dort kaum Luft zirkuliert. Besser ist ein überdachter, luftiger Platz im Freien.

Muss Brennholz gespalten werden?

Ja, gespaltenes Holz trocknet deutlich schneller als ganze Rundlinge.

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