Steuern & Selbstständigkeit

GmbH oder Einzelunternehmen: Steuervergleich 2026

Tragen Sie Gewinn, Geschäftsführergehalt, Hebesatz und Ausschüttung ein. Der Rechner vergleicht, was bei beiden Rechtsformen netto bleibt.

Ihr Unternehmen
Jahresgewinn des Unternehmens, bevor Sie sich ein Gehalt zahlen.
Hebesatz Ihrer Gemeinde, zum Beispiel 400 Prozent.
Anteil, den die GmbH an Sie ausschüttet. Der Rest bleibt im Unternehmen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Warum die Rechtsform steuerlich zählt

Ein Einzelunternehmer versteuert den Gewinn direkt mit der Einkommensteuer, die mit steigendem Gewinn bis auf 42 und 45 Prozent steigt. Dazu kommt die Gewerbesteuer, die er jedoch zu einem großen Teil auf die Einkommensteuer anrechnen kann. Sozialabgaben fallen für ihn in der Regel nicht an.

Eine GmbH ist selbst Steuerzahler. Sie zahlt Körperschaftsteuer von 15 Prozent plus Solidaritätszuschlag und die volle Gewerbesteuer auf den Gewinn nach dem Geschäftsführergehalt. Das Gehalt selbst ist Betriebsausgabe und wird bei Ihnen mit der Einkommensteuer versteuert.

Schüttet die GmbH Gewinn aus, kommen 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Soli hinzu. Wer Gewinne im Unternehmen belässt, verschiebt diese Steuer in die Zukunft. Deshalb rechnet der Rechner das Privatnetto, das im Unternehmen verbleibende Geld und die Summe getrennt aus.

Einzelunternehmen: Netto=Gewinn−ESt (nach Gewerbesteueranrechnung)−Soli−Gewerbesteuer\text{Einzelunternehmen}:\ \text{Netto} = \text{Gewinn} - \text{ESt}\,\left(\text{nach Gewerbesteueranrechnung}\right) - \text{Soli} - \text{Gewerbesteuer}GmbH: Netto privat=Gehalt−ESt−Soli+Ausschu¨ttung×(1−26,375  %)\text{GmbH}:\ \text{Netto privat} = \text{Gehalt} - \text{ESt} - \text{Soli} + \text{Ausschüttung} \times \left(1 - 26{,}375\,\,\%\right)

Beispiel: Bei 120.000 € Gewinn, 60.000 € Gehalt, Hebesatz 400 % und 50 % Ausschüttung bleiben dem Einzelunternehmer 80.076 € netto (Steuerquote 33,3 %). Bei der GmbH hat der Gesellschafter 61.267 € privat und 21.053 € bleiben im Unternehmen, zusammen 82.319 €. Der Vorteil der GmbH liegt bei rund 2.243 €.

Was der Vergleich nicht abbildet

Rein steuerlich lohnt sich die GmbH meist erst bei höheren Gewinnen und wenn Gewinne im Unternehmen bleiben sollen. Dem stehen höhere laufende Kosten gegenüber: Gründung beim Notar, Stammkapital von 25.000 Euro, Bilanzierung und Jahresabschluss, Handelsregister und Steuerberatung.

Sozialabgaben sind nicht berücksichtigt. Der Gesellschafter-Geschäftsführer ist je nach Beteiligung sozialversicherungspflichtig oder befreit, der Einzelunternehmer meist nicht. Auch Kirchensteuer, Sonderausgaben und Freibeträge fehlen.

Die GmbH begrenzt die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen, beim Einzelunternehmen haften Sie mit Ihrem Privatvermögen. Dieser Punkt wiegt für viele schwerer als der Steuerunterschied.

Lassen Sie sich vor einer Gründung steuerlich beraten. Der Rechner zeigt Größenordnungen für das Gespräch, keine Empfehlung.

Wichtig ist zudem die Frage, wie Sie Gewinne verwenden wollen. Wer das Geld privat braucht, zahlt in der GmbH zweimal Steuern: bei der Gesellschaft und bei der Ausschüttung. Wer es investieren oder als Rücklage halten will, profitiert vom niedrigeren Satz der GmbH. Mit der Ausschüttungsquote spielen Sie beide Fälle durch.

Tipps und typische Fehler

Vor der Gründung klären.

  • Steuerberatung: Vor der Entscheidung einholen.
  • Haftung: GmbH begrenzt sie, Einzelunternehmen nicht.
  • Laufende Kosten: Bilanz und Jahresabschluss einplanen.
  • Gewinn im Unternehmen: Später bei Ausschüttung besteuert.

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Häufige Fragen

Ab welchem Gewinn lohnt sich eine GmbH?

Steuerlich meist ab einem Gewinn von etwa 100.000 Euro, wenn ein Teil im Unternehmen bleibt. Kosten und Haftung entscheiden zusätzlich.

Wie hoch ist die Körperschaftsteuer?

15 Prozent des Gewinns zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf.

Kann ich die Gewerbesteuer als Einzelunternehmer anrechnen?

Ja, das 4,0-fache des Gewerbesteuer-Messbetrags mindert die Einkommensteuer, höchstens bis zur gezahlten Gewerbesteuer.

Ab wann lohnt sich eine GmbH?

Steuerlich oft ab etwa 100.000 Euro Gewinn, wenn ein Teil im Unternehmen bleibt.

Wie hoch ist die Steuer auf Ausschüttungen?

26,375 Prozent inklusive Soli, bei Beteiligung ab 25 Prozent kann die Teileinkünfte-Option Vorteile haben.

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