Alltag

Eigenschutzzeit und Sonnenzeit berechnen

Geben Sie den aktuellen UV-Index, Ihren Hauttyp und den Lichtschutzfaktor der Sonnencreme ein. Der Rechner schätzt die Eigenschutzzeit der Haut und die Zeit, die Sie mit Sonnenschutz höchstens ausschöpfen sollten.

UV-Index und Haut
Aktuellen Wert beim Wetterdienst oder Bundesamt für Strahlenschutz abfragen.
1 = ohne Sonnencreme.
Empfohlen werden höchstens etwa 60 Prozent.
0 = Richtwert des Hauttyps verwenden. Richtwerte: I 200, II 250, III 350, IV 450, V 600, VI 1000 J/m², Stand prüfen.
Ergebnis

Wie lange die Haut sich selbst schützt

Die Eigenschutzzeit ist die Zeitspanne, nach der ungeschützte Haut bei einer bestimmten UV-Strahlung beginnt, sich zu röten. Maßgeblich ist die minimale Erythemdosis, kurz MED: die erythemwirksame UV-Dosis, die gerade eine sichtbare Rötung auslöst. Sie ist je nach Hauttyp sehr unterschiedlich. Helle Haut vom Typ I rötet sich schon bei etwa einem Fünftel der Dosis, die dunkle Haut verträgt.

Der UV-Index ist ein international genormtes Maß für die sonnenbrandwirksame Strahlung. Ein Punkt entspricht 25 Milliwatt pro Quadratmeter erythemgewichteter Bestrahlungsstärke. Bei UV-Index 8, wie er in Deutschland im Hochsommer mittags erreicht wird, kommen also 0,2 Watt je Quadratmeter an. Teilt man die MED durch diese Leistung, ergibt sich die Eigenschutzzeit in Sekunden.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um welchen Faktor eine Sonnencreme diese Zeit verlängert, gemessen im Labor mit 2 Milligramm Creme je Quadratzentimeter Haut. Weil im Alltag meist deutlich weniger aufgetragen wird und Schweiß, Wasser und Abrieb die Schutzschicht verringern, raten Dermatologen, nur etwa 60 Prozent der rechnerischen Zeit auszunutzen.

Eigenschutzzeit (s)=MEDUV-Index×0,025 W / m2; Schutzzeit=Eigenschutzzeit×LSF×Ausscho¨pfung\text{Eigenschutzzeit}\,\left(s\right) = \frac{\text{MED}}{\text{UV-Index} \times 0{,}025\,W\,/\,m^{2}};\ \text{Schutzzeit} = \text{Eigenschutzzeit} \times \text{LSF} \times \text{Ausschöpfung}

Beispiel: Hauttyp II mit einer MED von 250 Joule je Quadratmeter, UV-Index 8, Sonnencreme mit LSF 30. Die Eigenschutzzeit beträgt 250 ÷ 0,2 = 1.250 Sekunden, also rund 21 Minuten. Mit LSF 30 wären rechnerisch 625 Minuten möglich, bei 60 Prozent Ausschöpfung 375 Minuten oder 6 Std. 15 Min. Die UV-Dosis beträgt 7,2 SED je Stunde, die Belastung ist sehr hoch.

Grenzen des Richtwerts und sinnvoller Schutz

Das Ergebnis ist ein Richtwert für gesunde Erwachsene, keine Garantie. Die MED schwankt auch innerhalb eines Hauttyps erheblich, und die hier hinterlegten Werte sind vorsichtig gewählte Untergrenzen aus der Fachliteratur. Wer seine Empfindlichkeit kennt, kann im Feld für die eigene MED einen anderen Wert eintragen. Bei Hautkrankheiten, Medikamenten mit Lichtempfindlichkeit und für Kinder gilt: ärztlichen Rat einholen und deutlich kürzer in der Sonne bleiben.

Nachcremen erhält den Schutz, verlängert aber die Schutzzeit nicht. Ist die berechnete Zeit verbraucht, hilft nur noch Schatten oder Kleidung. Auch eine bereits gebräunte Haut ist nur wenig besser geschützt, eine Lichtschwiele entspricht etwa einem Lichtschutzfaktor von vier. Die Zeit gilt ab dem ersten Sonnenkontakt des Tages und summiert sich über alle Aufenthalte.

Der UV-Index ändert sich im Tagesverlauf stark. Mittags zwischen etwa 11 und 15 Uhr ist er am höchsten, morgens und abends deutlich niedriger. Im Gebirge steigt er je 1.000 Höhenmeter um rund zehn Prozent, Schnee, Wasser und heller Sand reflektieren zusätzlich. Wolken dämpfen die Strahlung weniger, als man meint. Rechnen Sie daher mit dem Spitzenwert des Tages.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Schutz ab UV-Index 3 und bei Werten ab 8 möglichst keinen Aufenthalt in der Mittagssonne. Wichtiger als die Zeitrechnung sind Schatten, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und körperbedeckende Kleidung. Wie viel Sonnencreme Sie für den ganzen Körper brauchen, zeigt der LSF-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Haut vor UV schützen.

  • Mittag: Schatten suchen.
  • Menge: Reichlich cremen.
  • Kinder: Besonders schützen.
  • Kleidung: Hut und Brille.

Mehr zum Thema Wetter, Astronomie und Geografie

Häufige Fragen

Was ist die Eigenschutzzeit der Haut?

Die Zeit, nach der ungeschützte Haut bei einer bestimmten UV-Strahlung beginnt, sich zu röten.

Verlängert Nachcremen die Schutzzeit?

Nein. Nachcremen erhält den Schutz, die rechnerische Höchstzeit bleibt gleich.

Warum nur 60 Prozent der Schutzzeit ausnutzen?

Weil im Alltag weniger Creme aufgetragen wird als im Labor und Schweiß sowie Abrieb den Schutz mindern.

Welchen Hauttyp habe ich?

Typ I und II haben helle Haut und bräunen kaum, Typ III bräunt langsam, Typ IV bis VI haben von Natur aus dunklere Haut.

Schützt Kleidung vor UV-Strahlung?

Ja, dicht gewebte und dunkle Stoffe schützen gut, spezielle UV-Kleidung trägt einen UPF-Wert.

Auch gesucht als:
  • Eigenschutzzeit berechnen
  • wie lange in die Sonne
  • Sonnenbrand Zeit berechnen
  • UV-Index Hauttyp Zeit
  • Lichtschutzfaktor Zeit
  • Sonnenschutz Rechner
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Vereine, Schulen und Unternehmen. Fügen Sie den Code in Ihre Seite ein, zum Beispiel als HTML-Block in WordPress.

Der Rechner läuft in einem Rahmen, setzt keine Cookies und speichert keine Eingaben. Bitte lassen Sie den Quellenlink unter dem Rahmen stehen. Höhe bei Bedarf anpassen.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.