Fördert der Extruder genau genug?
Der E-Steps-Wert legt fest, wie viele Motorschritte der Extruder für einen Millimeter Filament macht. Stimmt er nicht, fördert der Drucker zu viel oder zu wenig Material. Die Folgen sind Lücken zwischen den Bahnen, schwache Bauteile oder überquellende Oberflächen und Maßabweichungen. Bei einem neuen Extruder, anderen Förderrädern oder nach einem Firmware-Update sollte der Wert geprüft werden.
Die Kalibrierung ist ein Dreisatz: Hat der Drucker bei 93 Schritten pro Millimeter statt 100 nur 95,5 Millimeter gefördert, braucht er für 100 Millimeter entsprechend mehr Schritte. Der neue Wert ergibt sich aus altem Wert mal angeforderter geteilt durch tatsächliche Länge, im Beispiel 97,38 Schritte pro Millimeter.
Der Rechner zeigt zusätzlich die Abweichung in Prozent und gibt den fertigen Befehl für Drucker mit Marlin-Firmware aus. M92 setzt den Wert, M500 speichert ihn dauerhaft im EEPROM. Für Klipper erhalten Sie den Faktor, mit dem die bisherige rotation_distance zu multiplizieren ist; dort sinkt der Wert, wenn zu wenig gefördert wird.
Neue E-Steps = alte E-Steps × angeforderte Länge ÷ tatsächlich extrudierte Länge; Klipper: neue rotation_distance = alte × tatsächliche ÷ angeforderte Länge
So messen Sie richtig
Heizen Sie die Düse auf die übliche Drucktemperatur des Filaments. Markieren Sie das Filament 120 Millimeter über dem Einlass des Extruders, etwa mit einem feinen Stift, und fordern Sie dann 100 Millimeter mit geringer Geschwindigkeit an, in Marlin mit G91 und G1 E100 F100. Messen Sie danach den Abstand zur Markierung. Bleiben 24,5 Millimeter, wurden 95,5 Millimeter gefördert.
Langsames Fördern ist wichtig, weil die Düse bei hoher Geschwindigkeit nicht genug Material schmelzen kann. Der Extruder rutscht dann durch, und Sie würden einen zu hohen E-Steps-Wert einstellen. Manche messen deshalb mit abgeschraubtem Hotend, sodass das Filament frei austritt. Wiederholen Sie die Messung zwei- bis dreimal und rechnen Sie mit dem Mittelwert.
Weicht die Förderung um mehr als etwa 20 Prozent ab, liegt meist ein anderes Problem vor: zu wenig oder zu viel Anpressdruck, ein abgenutztes Förderrad, eine teilweise verstopfte Düse oder ein falscher Ausgangswert in der Firmware. Beheben Sie zuerst die Ursache. Danach ist die Feinabstimmung des Flusses im Slicer sinnvoll, getrennt je Filamentsorte.
E-Steps und Flussrate sind zwei verschiedene Stellschrauben. Die E-Steps gelten für den Drucker und werden einmal kalibriert. Der Fluss im Slicer gleicht Unterschiede zwischen Filamenten aus. Wie viel Material ein Druck braucht, rechnet der Filament-Länge-Gewicht-Rechner um, die Kosten pro Druck zeigt der 3D-Druck-Kosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Sauber kalibrieren.
- Langsam: Fördern.
- Warm: Drucktemperatur.
- Mehrfach: Messen.
- Speichern: M500.
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Häufige Fragen
Wo finde ich den aktuellen E-Steps-Wert?
Bei Marlin mit dem Befehl M503, in der Zeile M92 hinter dem E.
Mit welcher Geschwindigkeit soll ich messen?
Langsam, etwa 100 mm pro Minute, damit die Düse nicht bremst.
Muss ich danach den Fluss anpassen?
Oft ja, aber getrennt je Filament im Slicer.
Wie oft muss ich die E-Steps prüfen?
Nach Umbauten am Extruder oder Firmware-Updates, sonst selten.
Gilt der Wert für jedes Filament?
Ja, Unterschiede zwischen Filamenten gleicht der Fluss im Slicer aus.
- E-Steps kalibrieren
- E-Steps berechnen
- Extruder kalibrieren
- M92 E-Steps
- rotation_distance Klipper
- Extruder fördert zu wenig
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