Wie schwer ist mein Modell für seine Fläche?
Die Flächenbelastung gibt an, wie viel Gewicht jeder Quadratdezimeter Tragfläche tragen muss. Sie ist die wichtigste Kennzahl für das Flugverhalten. Modelle mit niedriger Flächenbelastung fliegen langsam, gutmütig und steigen in schwacher Thermik. Hoch belastete Modelle brauchen mehr Fahrt, reagieren direkter, landen schneller und kommen besser mit Wind zurecht.
Im Modellflug ist die Einheit Gramm pro Quadratdezimeter üblich. Ein Modell mit 1.500 Gramm und 30 Quadratdezimetern hat 50 g/dm², das entspricht 5 Kilogramm pro Quadratmeter. Der Rechner zeigt außerdem die kubische Flächenbelastung, englisch Wing Cube Loading. Sie berücksichtigt, dass große Modelle bei gleicher Flächenbelastung leichter wirken als kleine, und erlaubt so den Vergleich über verschiedene Größen.
Aus der Auftriebsgleichung schätzt der Rechner die Mindestgeschwindigkeit, unterhalb der das Modell durchsackt. Dafür brauchen Sie einen maximalen Auftriebsbeiwert. Er hängt von Profil, Klappen und Reynoldszahl ab; 1,0 ist ein vorsichtiger Schätzwert für Modelle ohne Landeklappen. Die Luftdichte ist mit 1,225 Kilogramm pro Kubikmeter angesetzt.
Werte richtig einordnen
Grobe Richtwerte für die Flächenbelastung: Indoor- und Leichtwindmodelle liegen unter 15 g/dm², Thermiksegler und Parkflyer meist zwischen 15 und 35 g/dm², Trainer und Sportmodelle zwischen 35 und 70 g/dm². Kunstflug- und Scale-Modelle liegen oft darüber, Jets und Warbirds bei 100 g/dm² und mehr. Bei großen Modellen sind höhere Werte unkritischer als bei kleinen.
Für die kubische Flächenbelastung gelten folgende Faustwerte: unter 4 sehr leicht, 4 bis 7 leicht wie Segler und Trainer, 7 bis 10 Sportmodell, 10 bis 13 Kunstflug und Scale, darüber Warbirds und Jets. Die Einteilung stammt aus der englischsprachigen Modellflugpraxis und ist eine Orientierung, keine Norm.
Ob das Höhenleitwerk zur tragenden Fläche zählt, wird unterschiedlich gehandhabt. Üblich ist die reine Flügelfläche. Bei Modellen mit großem, mittragendem Leitwerk, Enten oder Tandemflüglern kann die Gesamtflächenbelastung aussagekräftiger sein; der Rechner zeigt sie, sobald Sie eine Leitwerksfläche eintragen.
Jedes zusätzliche Gramm erhöht die Flächenbelastung. Ein größerer Akku verlängert zwar die Flugzeit, macht das Modell aber schneller und kritischer bei der Landung. Wie viel Strom der Akku liefern kann, zeigt der LiPo-C-Rate-Rechner, den Schwerpunkt des Modells der RC-Schwerpunkt-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Modell einschätzen.
- Abfluggewicht: Mit Akku.
- Fläche: Ohne Leitwerk.
- WCL: Zum Vergleichen.
- Leicht: Gutmütiger.
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Häufige Fragen
Was ist eine gute Flächenbelastung für einen Trainer?
Meist 35 bis 60 g/dm², je nach Größe des Modells.
Was bedeutet WCL?
Die kubische Flächenbelastung, die Modelle verschiedener Größe vergleichbar macht.
Zählt das Höhenleitwerk zur Fläche?
Üblicherweise nicht, bei mittragendem Leitwerk kann man es mitrechnen.
Wie berechne ich die Flügelfläche?
Bei Trapezflügeln mittlere Tiefe mal Spannweite, bei Rechteckflügeln Tiefe mal Spannweite.
Wird Ballast bei Seglern mitgerechnet?
Ja, Ballast erhöht bewusst die Flächenbelastung für mehr Fahrt bei Wind.
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