Garten & Hobby

Zeitraffer planen: Intervall und Videolänge berechnen

Wählen Sie, ob Sie die Videolänge oder das Intervall berechnen möchten, und tragen Sie Aufnahmedauer, Bildrate und Dateigröße ein. Der Rechner plant Ihre Zeitraffer-Aufnahme.

Aufnahme und Video
Wird nur bei „Videolänge aus Intervall“ verwendet.
Wird nur bei „Intervall aus gewünschter Videolänge“ verwendet.
JPEG oft 5 bis 15 MB, RAW 20 bis 60 MB.
Ergebnis

Wie plane ich einen Zeitraffer?

Ein Zeitraffer entsteht, indem eine Kamera in festen Abständen Einzelbilder aufnimmt, die anschließend als Video mit normaler Bildrate abgespielt werden. Ziehende Wolken, ein Sonnenuntergang, eine Baustelle oder aufblühende Pflanzen laufen so in wenigen Sekunden ab. Entscheidend für die Planung sind drei Größen: wie lange aufgenommen wird, in welchem Abstand die Bilder entstehen und mit welcher Bildrate das Video läuft.

Im ersten Modus geben Sie das Intervall vor. Der Rechner teilt die Aufnahmedauer durch das Intervall und erhält die Zahl der Bilder; geteilt durch die Bildrate ergibt sich die Videolänge. Im zweiten Modus geben Sie die gewünschte Videolänge vor. Dann berechnet er, wie viele Bilder nötig sind und welches Intervall Sie an der Kamera einstellen müssen.

Der Zeitraffer-Faktor zeigt, wie stark die Zeit beschleunigt wird. Er entspricht dem Intervall mal der Bildrate. Ein Faktor von 125 bedeutet, dass zwei Minuten Wirklichkeit in knapp einer Sekunde Video ablaufen. Aus der Bildzahl und der Dateigröße pro Bild ergibt sich außerdem der Speicherbedarf auf der Karte.

Bilder=AufnahmedauerIntervall; Videola¨nge=BilderBildrate; Intervall=AufnahmedauerVideola¨nge×Bildrate; Zeitraffer-Faktor=Intervall×Bildrate\text{Bilder} = \frac{\text{Aufnahmedauer}}{\text{Intervall}};\ \text{Videolänge} = \frac{\text{Bilder}}{\text{Bildrate}};\ \text{Intervall} = \frac{\text{Aufnahmedauer}}{\text{Videolänge} \times \text{Bildrate}};\ \text{Zeitraffer-Faktor} = \text{Intervall} \times \text{Bildrate}

Beispiel: Zwei Stunden Aufnahme mit einem Bild alle 5 Sekunden ergeben 7.200 ÷ 5 = 1.440 Bilder. Bei 25 Bildern pro Sekunde wird das Video 57,6 Sekunden lang, der Zeitraffer-Faktor beträgt 125. Bei 8 Megabyte pro Bild brauchen Sie 11,5 Gigabyte Speicher. Soll das Video nur 30 Sekunden lang werden, sind 750 Bilder nötig, das Intervall beträgt dann 9,6 Sekunden.

Das richtige Intervall wählen

Das passende Intervall hängt von der Geschwindigkeit der Szene ab. Für schnell ziehende Wolken und Verkehr eignen sich 1 bis 3 Sekunden, für langsame Wolken und Sonnenuntergänge 3 bis 10 Sekunden. Sternenhimmel und Milchstraße werden meist mit Belichtungszeiten von 15 bis 30 Sekunden und kurzer Pause aufgenommen. Baustellen und Pflanzenwachstum brauchen Intervalle von Minuten bis Stunden.

Das Intervall muss länger sein als die Belichtungszeit plus die Zeit, die die Kamera zum Speichern braucht. Bei Nachtaufnahmen mit 20 Sekunden Belichtung sind also mindestens etwa 21 bis 22 Sekunden Intervall nötig. Stellen Sie die Kamera auf manuelle Belichtung, manuellen Fokus und festen Weißabgleich, damit die Bilder später nicht flackern. Für Übergänge vom Tag in die Nacht gibt es spezielle Verfahren, die die Belichtung schrittweise anpassen.

Prüfen Sie vor langen Aufnahmen Akku und Speicherkarte. Bei Tausenden von Bildern sind Netzteil oder Zusatzakku sinnvoll. Der mechanische Verschluss vieler Kameras ist für eine bestimmte Zahl von Auslösungen ausgelegt; ein elektronischer Verschluss schont ihn. Bei Kälte und nachts kann Tau auf dem Objektiv entstehen, wogegen eine Heizmanschette hilft.

Die Bildrate richtet sich nach dem Ausgabeformat: 25 Bilder pro Sekunde sind in Europa üblich, 24 wirken filmisch, 30 und 60 sind bei Online-Videos verbreitet. Höhere Bildraten brauchen bei gleicher Videolänge mehr Bilder. Die Dateigröße des fertigen Videos schätzt der Video-Dateigröße-Rechner, die Belichtung der Einzelbilder der Belichtungswert-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Zeitraffer gelingt.

  • Stativ: Absolut ruhig.
  • Manuell: Belichtung fixieren.
  • Akku: Reserve mitnehmen.
  • Intervall: Länger als Belichtung.

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Häufige Fragen

Welches Intervall für Wolken?

Für schnell ziehende Wolken 1 bis 3 Sekunden, für langsame Wolken 5 bis 10 Sekunden.

Wie viele Bilder brauche ich für 10 Sekunden Video?

Bei 25 Bildern pro Sekunde 250 Bilder, bei 30 Bildern pro Sekunde 300 Bilder.

Warum flackert mein Zeitraffer?

Meist wegen automatischer Belichtung, automatischem Weißabgleich oder leicht schwankender Blende; manuelle Einstellungen helfen.

Wie lange muss ich für 30 Sekunden Zeitraffer aufnehmen?

Bei 25 Bildern pro Sekunde und 5 Sekunden Intervall 750 Bilder, also 62,5 Minuten.

Kann ich mit dem Smartphone Zeitraffer aufnehmen?

Ja, die meisten Smartphones haben einen Zeitraffermodus; ein Stativ ist trotzdem wichtig.

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