Haushalt & Energie

Feuchte beim Wäschetrocknen berechnen

Tragen Sie Wäschegewicht, Schleuderdrehzahl, Raumgröße und die Werte für Innen- und Außenluft ein. Der Rechner zeigt die Wassermenge und wie viel Luft Sie austauschen müssen.

Wäsche und Raumluft
0 = Richtwert zur Drehzahl. Sonst Wert aus dem Datenblatt der Waschmaschine.
Ergebnis

Wo das Wasser aus der Wäsche bleibt

Geschleuderte Wäsche enthält noch viel Wasser. Wie viel, gibt die Restfeuchte an, bezogen auf das Gewicht der trockenen Wäsche. Bei 1400 Umdrehungen pro Minute bleiben typischerweise gut die Hälfte des Trockengewichts als Wasser im Gewebe. Eine Maschinenladung mit fünf Kilogramm Wäsche gibt beim Trocknen damit mehr als zweieinhalb Liter Wasser an die Raumluft ab.

Dieses Wasser verschwindet nicht, es steckt danach in der Luft der Wohnung. Wird es nicht abgeführt, steigt die Luftfeuchte, und an kalten Stellen wie Fensterlaibungen oder Außenwandecken kann Tauwasser entstehen. Langfristig begünstigt das Schimmel. Deshalb ist es sinnvoll zu wissen, wie viel Luft Sie austauschen müssen, um die Feuchte wieder loszuwerden.

Der Rechner vergleicht dazu die absolute Feuchte der Raumluft mit der der Außenluft, beide nach der Magnus-Formel. Kalte Außenluft enthält auch bei hoher relativer Luftfeuchte wenig Wasser. Kommt sie herein und erwärmt sich, kann sie Feuchte aufnehmen. Jeder Kubikmeter ausgetauschte Luft trägt die Differenz der absoluten Feuchten nach draußen.

Wasser=Trockengewicht×Restfeuchte; Frischluft=Wasserabsolute Feuchte innen−absolute Feuchte außen\text{Wasser} = \text{Trockengewicht} \times \text{Restfeuchte};\ \text{Frischluft} = \frac{\text{Wasser}}{\text{absolute Feuchte innen} - \text{absolute Feuchte außen}}

Beispiel: 5 kg Wäsche, geschleudert mit 1400 U/min bei rund 53 Prozent Restfeuchte: 2,65 Liter Wasser je Ladung, bei drei Ladungen knapp 8 Liter pro Woche. Innen 20 °C und 60 Prozent ergeben 10,35 g/m³, außen 5 °C und 80 Prozent 5,43 g/m³. Um 2,65 Liter abzuführen, sind rund 539 m³ Frischluft nötig, in einem Raum mit 50 m³ ein 10,8-facher Luftwechsel.

Richtig lüften beim Wäschetrocknen

Die Restfeuchte je Drehzahl sind Richtwerte. Die EU-Verordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung von Waschmaschinen ordnet die Restfeuchte in Schleudereffizienzklassen ein; Klasse A bedeutet unter 45 Prozent, Klasse B 45 bis unter 54 Prozent. Den genauen Wert Ihrer Maschine finden Sie im Produktdatenblatt der EPREL-Datenbank. Tragen Sie ihn als eigene Restfeuchte ein, wenn Sie ihn kennen.

Im Winter ist Lüften besonders wirksam, weil die kalte Außenluft sehr trocken ist. Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster tauscht die Raumluft schnell aus, ohne die Wände auszukühlen. Gekippte Fenster bringen wenig Luftwechsel und kühlen die Laibung aus. Im Sommer bei schwülem Wetter kann die Außenluft feuchter sein als die Innenluft; dann trocknet Lüften nicht, der Rechner weist darauf hin.

Trocknen Sie Wäsche möglichst in einem gut beheizten Raum mit Fenster, nicht im kühlen Schlafzimmer oder in einem Kellerraum ohne Lüftung. Je höher die Schleuderdrehzahl, desto weniger Wasser gelangt in die Luft: Der Schritt von 1000 auf 1400 Umdrehungen spart bei fünf Kilogramm Wäsche rund 0,45 Liter je Ladung. Ein Luftentfeuchter oder ein Wärmepumpentrockner nimmt das Wasser direkt auf.

Die Berechnung nimmt an, dass das gesamte Wasser im Raum verdunstet und die Feuchte allein über Lüften abgeführt wird. Möbel, Putz und Textilien puffern einen Teil kurzfristig, geben ihn aber später wieder ab. Achten Sie auf ein Hygrometer: Dauerhaft über 60 Prozent relative Feuchte im Winter sind ein Warnzeichen. Ob an kalten Flächen Tauwasser entsteht, prüft der Taupunkt-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Feuchte im Griff behalten.

  • Schleudern: Hohe Drehzahl.
  • Stoßlüften: Mehrmals täglich.
  • Hygrometer: Unter 60 Prozent.
  • Raum: Beheizt und mit Fenster.

Mehr zum Thema Raumklima, Luftfeuchte und Schimmel

Häufige Fragen

Wie viel Wasser gibt eine Ladung Wäsche beim Trocknen ab?

Bei 5 kg Wäsche und 1400 U/min etwa 2,5 bis 2,7 Liter, bei niedriger Drehzahl deutlich mehr.

Ist Wäschetrocknen in der Wohnung schädlich?

Nicht, wenn Sie ausreichend lüften oder entfeuchten. Ohne Luftaustausch steigt das Schimmelrisiko.

Wie oft muss ich beim Wäschetrocknen lüften?

Im Winter mehrmals täglich stoßlüften, bis die Feuchte wieder unter etwa 60 Prozent liegt.

Hilft eine höhere Schleuderdrehzahl gegen Feuchte?

Ja, sie senkt die Restfeuchte deutlich und damit das Wasser, das in die Raumluft gelangt.

Wann bringt Lüften nichts?

Wenn die Außenluft mehr Wasser je Kubikmeter enthält als die Innenluft, etwa an schwülen Sommertagen.

Auch gesucht als:
  • Wäsche trocknen Wohnung Feuchtigkeit
  • Wäsche trocknen wie viel Wasser
  • Restfeuchte Schleuderdrehzahl
  • Wäsche trocknen Schimmel
  • Wäsche trocknen lüften
  • Luftfeuchtigkeit Wäsche
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Vereine, Schulen und Unternehmen. Fügen Sie den Code in Ihre Seite ein, zum Beispiel als HTML-Block in WordPress.

Der Rechner läuft in einem Rahmen, setzt keine Cookies und speichert keine Eingaben. Bitte lassen Sie den Quellenlink unter dem Rahmen stehen. Höhe bei Bedarf anpassen.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.