Welche Vergrößerung hat mein Teleskop?
Die Vergrößerung eines Teleskops ist keine feste Eigenschaft, sondern ergibt sich aus der Kombination mit dem Okular. Sie wird berechnet, indem man die Brennweite des Teleskops durch die Brennweite des Okulars teilt. Ein Teleskop mit 650 Millimetern Brennweite vergrößert mit einem 25-Millimeter-Okular 26-fach, mit einem 10-Millimeter-Okular 65-fach.
Wichtiger für die Leistung ist die Öffnung, also der Durchmesser von Linse oder Spiegel. Sie bestimmt, wie viel Licht gesammelt wird, wie lichtschwache Objekte noch sichtbar sind und wie feine Details aufgelöst werden. Aus der Öffnung leiten sich die höchste sinnvolle Vergrößerung von etwa dem Doppelten der Öffnung in Millimetern und die kleinste sinnvolle Vergrößerung ab.
Der Rechner zeigt außerdem die Austrittspupille, also den Durchmesser des Lichtbündels hinter dem Okular, und das wahre Gesichtsfeld am Himmel. Zum Vergleich: Der Vollmond hat einen Durchmesser von etwa einem halben Grad. Grenzgröße und Dawes-Grenze sind Näherungswerte unter idealen Bedingungen.
Okulare sinnvoll auswählen
Für die Übersicht und große Objekte wie Sternhaufen, die Andromedagalaxie oder Nebel eignen sich geringe Vergrößerungen mit großer Austrittspupille zwischen etwa vier und sieben Millimetern. Sie liefern helle Bilder und ein weites Feld. Eine Austrittspupille über sieben Millimeter ist ungünstig, weil das Auge nicht alles Licht aufnehmen kann.
Für Mond, Planeten und Doppelsterne braucht es höhere Vergrößerungen mit Austrittspupillen um ein Millimeter oder darunter. Die theoretische Höchstvergrößerung wird in Mitteleuropa allerdings selten erreicht, weil die Luftunruhe das Bild verschwimmen lässt. In vielen Nächten sind 150- bis 200-fach die praktische Grenze, unabhängig von der Teleskopgröße.
Eine Barlowlinse verlängert die Brennweite des Teleskops, meist um den Faktor zwei oder drei. Damit verdoppelt sich die Vergrößerung jedes Okulars. Ein gut gewählter Satz besteht aus drei Okularen für schwache, mittlere und hohe Vergrößerung. Weitwinkelokulare zeigen bei gleicher Vergrößerung mehr Himmel.
Schauen Sie niemals ohne geprüften Sonnenfilter vor der Öffnung durch ein Teleskop in die Sonne; schon ein kurzer Blick kann das Auge dauerhaft schädigen. Wie lange Sie mit der Kamera belichten können, zeigt der Astrofotografie-Belichtungsrechner, den Crop-Faktor einer Kamera der Crop-Faktor-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Gut beobachten.
- Okulare: Drei Stufen.
- Luftunruhe: Begrenzt.
- Auskühlen: Vorher.
- Sonne: Nur mit Filter.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich die Vergrößerung eines Teleskops?
Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite.
Was ist die Austrittspupille?
Der Durchmesser des Lichtbündels hinter dem Okular, Öffnung geteilt durch Vergrößerung.
Welche Vergrößerung ist maximal sinnvoll?
Etwa das Doppelte der Öffnung in Millimetern, oft begrenzt durch Luftunruhe.
Was bedeutet 130/650 beim Teleskop?
130 mm Öffnung und 650 mm Brennweite.
Welches Teleskop für Einsteiger?
Häufig ein Dobson oder Newton mit 130 bis 200 mm Öffnung.
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