Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was eine Kilowattstunde aus der Batterie kostet
Ein Batteriespeicher erzeugt keinen Strom, er verschiebt ihn zeitlich. Ob sich das rechnet, entscheidet ein einfacher Vergleich: Was kostet eine Kilowattstunde, die aus dem Speicher kommt, und was würde dieselbe Kilowattstunde aus dem Netz kosten? Die Kosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen, dem Verschleiß des Speichers und dem Strom, mit dem er geladen wird.
Der Verschleißanteil ergibt sich aus dem Kaufpreis geteilt durch alle Kilowattstunden, die der Speicher in seinem Leben abgeben kann. Diese Menge hängt von der nutzbaren Kapazität und der Zahl der Vollzyklen ab. Entscheidend ist dabei der kleinere Wert aus garantierten Zyklen und den Zyklen, die in der kalendarischen Lebensdauer tatsächlich zusammenkommen. Ein Speicher mit 6.000 Zyklen erreicht diese bei 250 Zyklen pro Jahr erst nach 24 Jahren.
Der Ladestrom ist bei einer Photovoltaikanlage nicht kostenlos. Jede Kilowattstunde, die in den Speicher fließt, wird nicht eingespeist, die Vergütung entgeht Ihnen. Zusätzlich gehen beim Laden und Entladen Verluste verloren, je nach System 5 bis 15 Prozent. Für eine Kilowattstunde aus dem Speicher müssen also mehr als eine Kilowattstunde hineinfließen.
Annahmen richtig wählen
Die Zahl der Vollzyklen pro Jahr ist die wichtigste Stellschraube. Ein Speicher, der im Winter wochenlang leer bleibt, weil die Photovoltaikanlage kaum Überschuss liefert, kommt nicht auf 365 Zyklen. Realistisch sind in einem Einfamilienhaus 200 bis 300. Ein zu groß gewählter Speicher erreicht noch weniger, weil er selten voll geladen wird, und wird dadurch je Kilowattstunde teurer.
Die kalendarische Alterung begrenzt die Lebensdauer auch dann, wenn die Zyklen nicht ausgeschöpft werden. Lithium-Eisenphosphat-Speicher halten nach Herstellerangaben oft 15 bis 20 Jahre. Viele Garantien sichern nach zehn Jahren noch 60 bis 80 Prozent der Kapazität zu. Diese schleichende Abnahme berücksichtigt der Rechner nicht; rechnen Sie im Zweifel mit einer etwas kleineren nutzbaren Kapazität.
Nicht enthalten sind außerdem Zinsen auf das eingesetzte Kapital, ein möglicher Austausch des Wechselrichters und Wartung. Wer das Geld alternativ verzinst anlegen könnte, sollte die entgangenen Zinsen als zusätzliche Kosten ansetzen. Andererseits können steigende Strompreise den Vorteil vergrößern. Die Strompreise und die Einspeisevergütung sind als Eingabefelder angelegt, weil sie sich ändern; tragen Sie aktuelle Werte ein.
Ein Speicher kann neben dem rechnerischen Vorteil auch andere Gründe haben, etwa Notstromfähigkeit oder einen höheren Grad an Unabhängigkeit. Das Ergebnis des Rechners ist eine vereinfachte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und keine Anlage- oder Steuerberatung. Vor einer Investition lohnt sich ein Angebotsvergleich und gegebenenfalls eine unabhängige Energieberatung.
Tipps und typische Fehler
Speicher richtig bewerten.
- Zyklen: Realistisch schätzen.
- Ladestrom: Einspeisevergütung ansetzen.
- Größe: Nicht überdimensionieren.
- Alterung: Kapazität sinkt.
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Häufige Fragen
Was kostet eine gespeicherte kWh im Batteriespeicher?
Je nach Preis und Nutzung meist 20 bis 40 Cent, davon ein großer Teil für den Verschleiß des Speichers.
Warum zählt die entgangene Einspeisevergütung?
Strom, der in den Speicher fließt, wird nicht verkauft. Die entgangene Vergütung sind die Kosten des Ladestroms.
Wie viele Zyklen schafft ein Heimspeicher pro Jahr?
In typischen Einfamilienhäusern mit Photovoltaik etwa 200 bis 300 Vollzyklen.
Was ist der LCOS?
Die Levelized Cost of Storage, also die durchschnittlichen Kosten je ausgespeicherter Kilowattstunde über die Lebensdauer.
Lohnt sich ein großer Speicher mehr?
Nicht unbedingt. Wird er selten voll, sinken die Zyklen und die Kosten je kWh steigen.
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