Gesundheit & Sport

Innenhebel und Hebelverhältnis beim Rudern berechnen

Geben Sie Gesamtlänge, Innenhebel und Blattlänge Ihres Skulls oder Riemens ein. Der Rechner ermittelt die Übersetzung, den Überschlag der Griffe und die Abweichung von einer üblichen Grundeinstellung.

Ihre Ruderanlage
Vom Griffende bis zur Blattspitze gemessen.
Vom Griffende bis zur Anlagefläche der Dolle (Manschette).
Länge des Blattes entlang des Schafts; je nach Blattform etwa 44 bis 55 cm, beim Hersteller nachsehen.
Etwa die halbe Grifflänge; 0 eingeben, wenn Sie mit dem reinen Innenhebel rechnen möchten.
Skull: Abstand Dolle zu Dolle; Riemen: Abstand Dolle bis Bootsmitte.
Ergebnis

Was der Innenhebel über die Übersetzung verrät

Ein Ruder ist ein zweiarmiger Hebel mit dem Drehpunkt in der Dolle. Der Teil zwischen Griffende und Dolle heißt Innenhebel, der Teil von der Dolle bis zum Blatt Außenhebel. Das Verhältnis beider Längen bestimmt, wie schwer sich ein Schlag anfühlt und wie weit sich das Blatt im Wasser bewegt, wenn die Hände einen bestimmten Weg zurücklegen. Trainer sprechen deshalb von der Übersetzung, ganz ähnlich wie beim Fahrrad.

Für eine aussagekräftige Übersetzung reicht die reine Länge nicht. Der Druck wirkt im Wasser ungefähr in der Mitte des Blattes und am Griff in der Mitte der Hand. Der Rechner zieht deshalb vom Außenhebel die halbe Blattlänge ab und vom Innenhebel den Abstand vom Griffende bis zur Handmitte. Das Ergebnis ist das wirksame Hebelverhältnis, das sich zwischen verschiedenen Rudern und Blattformen vergleichen lässt.

Als Vergleich dient eine verbreitete Grundeinstellung für Rennboote: Skulls mit etwa 288 cm Länge und 88 cm Innenhebel, Riemen mit etwa 374 cm Länge und 115 cm Innenhebel. Diese Werte stammen aus den Einstelltabellen großer Ruderhersteller und dienen nur als Ausgangspunkt. Mit Ihrer Blattlänge gerechnet zeigt der Rechner, ob Ihre Einstellung schwerer oder leichter übersetzt ist.

Hebelverha¨ltnis=Gesamtla¨nge−Innenhebel−Blattla¨nge2Innenhebel−Abstand Griffende bis Handmitte; U¨berschlag Skull=2×Innenhebel−Spannweite\text{Hebelverhältnis} = \frac{\text{Gesamtlänge} - \text{Innenhebel} - \frac{\text{Blattlänge}}{2}}{\text{Innenhebel} - \text{Abstand Griffende bis Handmitte}};\ \text{Überschlag Skull} = 2 \times \text{Innenhebel} - \text{Spannweite}

Beispiel: Skull mit 288 cm Länge, 87 cm Innenhebel, 46 cm Blattlänge und 6 cm bis zur Handmitte: Außenhebel bis Blattmitte 178 cm, wirksamer Innenhebel 81 cm, Hebelverhältnis 2,198. Die Grundeinstellung mit 88 cm Innenhebel ergibt 2,159, Ihre Übersetzung ist also um 1,8 Prozent schwerer. Bei 158 cm Spannweite überschlagen sich die Griffe um 16 cm.

Einstellung anpassen und Ergebnis einordnen

Ein größeres Hebelverhältnis bedeutet eine schwerere Übersetzung: Je 100 Newton Zugkraft am Griff kommen im Beispiel rund 45,5 Newton am Blatt an, dafür legt das Blatt pro 10 cm Handweg etwa 22 cm zurück. Kräftige, erfahrene Ruderer kommen mit schwerer Übersetzung zurecht, für Einsteiger, Jugendliche und lange Strecken ist eine leichtere Einstellung meist angenehmer und schont Rücken und Gelenke.

Am einfachsten verändern Sie die Übersetzung über den Innenhebel. Schon ein Zentimeter mehr Innenhebel macht das Verhältnis spürbar leichter, weil sich gleichzeitig der Außenhebel verkürzt. Bei verstellbaren Rudern lässt sich zusätzlich die Gesamtlänge ändern. Ändern Sie immer nur einen Wert und prüfen Sie die Wirkung über einige Trainingseinheiten, etwa mit der Schlagzahl und der Zeit pro 500 Meter.

Der Überschlag beschreibt, wie weit sich beim Skullen die Griffe in der Mitte des Durchzugs überlappen, beim Riemen, wie weit der Griff über die Bootsmitte hinausragt. Für Skulls gelten etwa 16 bis 22 cm, für Riemen etwa 28 bis 32 cm als übliche Spanne. Ein zu großer Überschlag zwingt die Hände eng übereinander, ein zu kleiner verschenkt Länge im Schlag.

Die Berechnung ist ein Hilfsmittel zur Bootseinstellung und ersetzt nicht die Beratung durch eine Trainerin oder einen Trainer. Wer nach einer Umstellung Schmerzen im Rücken, in den Handgelenken oder Schultern bemerkt, sollte die Einstellung zurücknehmen und die Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Tipps und typische Fehler

Boot einstellen.

  • Schrittweise: Je 1 cm ändern.
  • Messen: Immer gleiche Punkte.
  • Testen: Mehrere Einheiten rudern.
  • Notieren: Einstellung festhalten.

Mehr zum Thema Sportarten und Wettkampfwertung

Häufige Fragen

Was ist der Innenhebel beim Rudern?

Die Länge vom Griffende bis zur Anlagefläche der Manschette an der Dolle.

Wie wirkt sich ein längerer Innenhebel aus?

Die Übersetzung wird leichter, weil der Außenhebel kürzer und der Innenhebel länger wird.

Warum zählt die Blattmitte statt der Blattspitze?

Weil der Wasserdruck ungefähr in der Mitte des Blattes angreift und so die wirksame Hebellänge bestimmt.

Wo wird der Innenhebel gemessen?

Vom Griffende bis zur Fläche der Manschette, die an der Dolle anliegt.

Welche Spannweite ist beim Skullen üblich?

Bei Rennbooten meist etwa 156 bis 160 cm von Dolle zu Dolle.

Auch gesucht als:
  • Innenhebel Rudern
  • Hebelverhältnis Rudern
  • Übersetzung Skull
  • Riemen Innenhebel einstellen
  • Ruder Außenhebel berechnen
  • Skull Einstellung Überschlag
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Vereine, Schulen und Unternehmen. Fügen Sie den Code in Ihre Seite ein, zum Beispiel als HTML-Block in WordPress.

Der Rechner läuft in einem Rahmen, setzt keine Cookies und speichert keine Eingaben. Bitte lassen Sie den Quellenlink unter dem Rahmen stehen. Höhe bei Bedarf anpassen.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.