Bau & Handwerk

Pufferspeichergröße berechnen

Wählen Sie die Heizungsart und tragen Sie die Nennleistung ein. Der Rechner nennt das Mindestvolumen, die nächste handelsübliche Speichergröße und wie viel Wärme darin Platz hat.

Ihre Heizung
0 = Richtwert der gewählten Heizungsart. Herstellervorgaben haben Vorrang.
Zum Beispiel 85 °C oben minus 45 °C Rücklauf = 40 K.
Für die Überbrückungsdauer. 0 = nicht berechnen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Wie groß muss der Pufferspeicher sein?

Ein Pufferspeicher nimmt Wärme auf, die der Kessel oder die Wärmepumpe gerade nicht an die Heizkörper abgeben kann, und gibt sie später wieder ab. Beim Scheitholzkessel ist das unverzichtbar: Eine Füllung Holz brennt mit voller Leistung ab, auch wenn das Haus an einem milden Tag kaum Wärme braucht. Ohne ausreichend Speicher würde der Kessel drosseln, schlecht verbrennen und rußen.

Die übliche Faustformel rechnet in Litern je Kilowatt Kesselleistung. Für handbeschickte Holzkessel verlangt die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) einen Wärmespeicher von mindestens 55 Litern je Kilowatt; Ausnahmen und Details regelt die Verordnung, deshalb sollten Sie den aktuellen Stand prüfen. Viele Heizungsbauer empfehlen eher 100 Liter je Kilowatt, damit eine Füllung vollständig abbrennen kann.

Pellet- und Hackschnitzelkessel modulieren ihre Leistung und kommen mit deutlich weniger Volumen aus. Bei Wärmepumpen dient der Puffer vor allem dazu, Mindestlaufzeiten zu sichern und das Abtauen zu überbrücken. Manche Hersteller verzichten bei Flächenheizungen ganz darauf. Wenn Sie eine Vorgabe aus der Planung oder vom Hersteller haben, tragen Sie diese als eigenen Faktor ein.

Volumen=Nennleistung×Faktor (L / kW); gespeicherte Wa¨rme in kWh=Volumen⋅1,163⋅Spreizung1.000\text{Volumen} = \text{Nennleistung} \times \text{Faktor}\,\left(L\,/\,\text{kW}\right);\ \text{gespeicherte Wärme in kWh} = \frac{\text{Volumen} \cdot 1{,}163 \cdot \text{Spreizung}}{1.000}

Beispiel: Scheitholzkessel mit 20 kW, Mindestfaktor 55 L/kW: rechnerisch 1.100 Liter, gewählt wird die nächste Standardgröße mit 1.250 Litern. Bei 40 K Spreizung speichert sie rund 58 kWh Wärme. Bei einer Heizlast von 8 kW reicht das für etwa 7,3 Stunden volle Heizleistung.

Speicher richtig planen

Die nutzbare Wärme hängt nicht nur vom Volumen ab, sondern von der Temperaturspreizung. Ein Liter Wasser speichert 1,163 Wattstunden je Grad. Ein Holzkessel lädt den Speicher oben auf 85 bis 90 Grad, die Heizung kann ihn bis zur Rücklauftemperatur entladen. Fußbodenheizungen mit niedrigem Rücklauf holen also mehr aus demselben Speicher heraus als alte Heizkörper.

Prüfen Sie vor dem Kauf den Aufstellort. Ein Speicher mit 1.000 Litern hat ohne Dämmung meist einen Durchmesser von etwa 80 Zentimetern und ist rund zwei Meter hoch; mit Dämmung wird er deutlich breiter. Die Kippmaße müssen zur Raumhöhe passen, und die Türen auf dem Transportweg müssen breit genug sein. Gefüllt wiegt der Speicher über eine Tonne, die Decke muss das tragen.

Zwei kleinere Speicher in Reihe sind eine Alternative, wenn ein großer nicht in den Keller passt. Sie benötigen allerdings mehr Verrohrung und haben etwas höhere Wärmeverluste. Wichtig ist eine gute Schichtung: Oben bleibt das heiße Wasser, unten das kalte. Ein Schichtladesystem und richtig angeschlossene Rohre sorgen dafür, dass sich die Schichten nicht vermischen.

Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Vorplanung. Die endgültige Größe legt der Heizungsfachbetrieb anhand der Heizlast, des Kessels und der Förderbedingungen fest. Für Holzheizungen hilft der Kaminofen-Rechner bei der Leistung, für den Brennstoffbedarf der Brennholz-Rechner, für die Auslegung einer Wärmepumpe der Wärmepumpen-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Speicher planen.

  • Faktor: Liter je kW.
  • Spreizung: Bestimmt den Inhalt.
  • Kippmaß: Raumhöhe prüfen.
  • Dämmung: Verluste senken.

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Häufige Fragen

Wie groß sollte ein Pufferspeicher für einen Holzvergaser sein?

Mindestens 55 Liter je kW Nennleistung, komfortabel sind etwa 100 Liter je kW.

Braucht eine Wärmepumpe einen Pufferspeicher?

Nicht immer. Bei Heizkörpern oder kleinen Heizkreisen ist er oft sinnvoll, bei großen Fußbodenheizungen teils verzichtbar.

Wie viel Wärme speichern 1.000 Liter?

Bei 40 K Spreizung etwa 46,5 kWh.

Wie schwer ist ein gefüllter Pufferspeicher?

Ein 1.000-Liter-Speicher wiegt gefüllt deutlich über eine Tonne.

Lohnen sich zwei kleine Speicher statt einem großen?

Wenn der große nicht in den Raum passt; sie brauchen aber mehr Rohre und verlieren etwas mehr Wärme.

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