Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Strom ist der größte Kostenblock
Beim Mining rechnen spezialisierte Geräte oder Grafikkarten rund um die Uhr an kryptografischen Aufgaben und werden dafür in einer Kryptowährung entlohnt. Die Geräte ziehen dabei viel Strom. Ob am Ende etwas übrig bleibt, entscheidet sich fast immer am Verhältnis von Ertrag zu Stromkosten. Genau dieses Verhältnis stellt der Rechner dar.
Die Stromkosten ergeben sich aus Leistungsaufnahme, Laufzeit und Strompreis. Der Ertrag hängt von der Hashrate ab und davon, wie viel eine Einheit Hashrate an einem Tag einbringt. Dieser Wert schwankt mit dem Kurs der Währung, der Gesamtrechenleistung im Netzwerk und der Belohnung je Block. Er ist deshalb kein fester Wert, sondern muss aktuell aus einer Ertragsübersicht übernommen werden.
Vom Ertrag zieht der Rechner die Poolgebühr ab, die Mining-Pools für die gemeinsame Abrechnung verlangen. Die Differenz zu den Stromkosten ist das Ergebnis pro Tag, hochgerechnet auf Monat und Jahr. Zusätzlich zeigt er den Strompreis, bei dem Ertrag und Stromkosten genau gleich wären, und wie lange es dauert, bis die Hardware bezahlt ist.
Einordnung, Risiken und Steuern
Mit Haushaltsstrom ist Mining in Deutschland häufig nicht kostendeckend, weil die Strompreise im internationalen Vergleich hoch sind. Wer eigenen Solarstrom nutzt, sollte als Strompreis die entgangene Einspeisevergütung ansetzen, nicht null. Hinzu kommen Abwärme, Lärm und gegebenenfalls zusätzliche Kühlung, die der Rechner nicht berücksichtigt.
Der Ertrag kann sich innerhalb weniger Tage stark verändern. Steigt die Rechenleistung im Netzwerk, sinkt der Anteil jedes Geräts; fällt der Kurs, sinkt der Eurowert. Bei Bitcoin halbiert sich zudem etwa alle vier Jahre die Belohnung je Block. Rechnen Sie deshalb mehrere Szenarien mit niedrigerem Ertrag durch, bevor Sie Hardware kaufen.
Auch der Wiederverkaufswert der Geräte ist unsicher, weil neue Modelle effizienter werden. Die Amortisationszeit im Rechner geht von gleichbleibendem Ertrag aus und ist deshalb eher optimistisch. Kryptowährungen sind spekulativ und können stark an Wert verlieren. Die Berechnung ist keine Anlageberatung.
Einnahmen aus Mining können steuerpflichtig sein, je nach Umfang als gewerbliche oder sonstige Einkünfte, und der spätere Verkauf der Coins kann eigene steuerliche Folgen haben. Lassen Sie sich im Zweifel steuerlich beraten; dieser Rechner ersetzt keine Steuerberatung. Hinweise zur Besteuerung von Kursgewinnen bietet der Krypto-Steuer-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Nüchtern rechnen.
- Ertrag: Täglich prüfen.
- Strom: Wahren Preis ansetzen.
- Szenarien: Vorsichtig rechnen.
- Steuern: Beraten lassen.
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Häufige Fragen
Lohnt sich Mining in Deutschland?
Mit üblichem Haushaltsstrom meist nicht, entscheidend ist der Strompreis.
Woher bekomme ich den Ertrag je TH/s?
Aus aktuellen Ertragsübersichten von Pools oder Mining-Portalen.
Was ist der Break-even-Strompreis?
Der Strompreis, bei dem Ertrag und Stromkosten genau gleich sind.
Wie viel Strom braucht ein Mining-Gerät?
Moderne ASIC-Miner oft 3.000 W und mehr, Grafikkarten einige hundert Watt.
Zählt die Abwärme als Heizung?
Sie wärmt den Raum, ersetzt aber eine effiziente Heizung meist nicht kostengünstig.
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Rechtlicher Hinweis: Die Werte sind Richtwerte. Arbeiten an Elektro-, Gas- und Heizungsanlagen dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen; Angaben der Hersteller und Versorger gehen vor.
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