Was der Härtegrad aussagt
Matratzen werden im Handel meist mit Härtegraden von H1 für sehr weich bis H5 für sehr fest angeboten. Anders als oft angenommen sind diese Stufen nicht genormt. Jeder Hersteller legt selbst fest, für welches Körpergewicht eine Stufe gedacht ist, und eine H3 des einen Anbieters kann sich wie eine H2 des anderen anfühlen.
Als grobe Orientierung haben sich Gewichtsbereiche etabliert: H1 bis etwa 60 Kilogramm, H2 bis 80, H3 bis 100, H4 bis 130 und H5 darüber. Entscheidend ist, dass die Wirbelsäule in Seitenlage annähernd gerade liegt und in Rückenlage ihre natürliche Doppel-S-Form behält. Schulter und Becken müssen dafür ausreichend einsinken, ohne dass die Körpermitte durchhängt.
Der Rechner ordnet Ihr Gewicht innerhalb dieser Bereiche ein und berücksichtigt zwei weitere Einflüsse. Seitenschläfer brauchen etwas mehr Nachgiebigkeit für die Schulter, Bauchschläfer eher etwas Festigkeit gegen ein Hohlkreuz. Ein hoher Body-Mass-Index verschiebt die Empfehlung leicht nach oben, ein sehr niedriger nach unten.
Probeliegen, Paare und Rücken
Nutzen Sie das Ergebnis als Startpunkt für das Probeliegen. Legen Sie sich mindestens zehn Minuten in Ihrer typischen Position auf die Matratze und lassen Sie eine zweite Person prüfen, ob die Wirbelsäule in Seitenlage gerade verläuft. Viele Händler bieten Probeschlafen über mehrere Wochen an, was aussagekräftiger ist als ein kurzer Test im Geschäft.
Paare mit deutlich unterschiedlichem Gewicht schlafen auf einer gemeinsamen Matratze oft schlecht, weil der leichtere Partner zu fest oder der schwerere zu weich liegt. Der Rechner ermittelt deshalb auch für die Partnerperson einen Härtegrad. Weichen die Ergebnisse ab, sind zwei Einzelmatratzen oder eine Partnermatratze mit zwei Härtezonen die bessere Lösung.
Auch der Lattenrost beeinflusst das Liegegefühl. Ein verstellbarer Rost mit Schulterabsenkung macht eine Matratze in der Schulterzone weicher, ohne die Stützung im Becken zu verringern. Das Material spielt ebenfalls eine Rolle: Kaltschaum, Latex und Taschenfederkern fühlen sich bei gleichem Härtegrad unterschiedlich an. Die Länge sollte etwa 20 Zentimeter über der Körpergröße liegen.
Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte die Wahl der Matratze mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin besprechen. Eine Matratze ersetzt keine Behandlung, und eine zu feste Unterlage ist nicht automatisch gesünder. Wie viel Schlaf Sie brauchen und wann Sie zu Bett gehen sollten, berechnet der Schlafrechner.
Tipps und typische Fehler
Gut liegen.
- Probeliegen: In Schlafposition.
- Wirbelsäule: Gerade prüfen.
- Paare: Zwei Zonen.
- Lattenrost: Passend wählen.
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Häufige Fragen
Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?
Nicht pauschal; sie muss zum Gewicht passen, damit die Wirbelsäule gerade liegt.
Welche Matratze für Seitenschläfer?
Eine, die Schulter und Hüfte einsinken lässt, oft eine Stufe weicher als bei Rückenschläfern.
Wie lange hält eine Matratze?
Meist acht bis zehn Jahre, danach lässt die Stützkraft spürbar nach.
Was bedeutet H3 bei Matratzen?
Eine mittelfeste bis feste Stufe, meist für etwa 80 bis 100 kg gedacht.
Kann man eine zu harte Matratze weicher machen?
Ein Topper oder ein Lattenrost mit Schulterabsenkung kann helfen.
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