Chemie & Biologie

Leitfähigkeit in TDS umrechnen

Geben Sie den gemessenen Leitwert, die Wassertemperatur, den Temperaturkoeffizienten und den TDS-Faktor ein. Der Rechner kompensiert auf 25 °C und schätzt die gelösten Feststoffe in mg/l.

Messwert und Faktoren
Unkompensierter Wert bei der Messtemperatur.
Natürliche Wässer etwa 1,9 bis 2,1 %/K. 0, wenn das Gerät bereits auf 25 °C kompensiert.
Typisch 0,5 bis 0,8; viele Messgeräte nutzen 0,5 (NaCl) oder 0,7 (Mischsalz).
Grenzwert der Trinkwasserverordnung bei 25 °C (Stand prüfen); 0 für keinen Vergleich.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was die Leitfähigkeit über das Wasser verrät

Reines Wasser leitet Strom kaum. Erst gelöste Salze wie Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Sulfat und Hydrogencarbonat liefern Ionen, die Ladung transportieren. Die elektrische Leitfähigkeit ist deshalb ein schnelles und günstiges Maß für den Gesamtgehalt an gelösten Salzen. Sie wird in Mikrosiemens pro Zentimeter angegeben und lässt sich mit einem kleinen Handmessgerät in Sekunden bestimmen.

Die Abkürzung TDS steht für Total Dissolved Solids, also die gesamten gelösten Feststoffe in Milligramm pro Liter. Genau bestimmt wird dieser Wert durch Eindampfen und Wiegen des Rückstands. Weil das aufwendig ist, rechnen viele Geräte den Leitwert mit einem festen Faktor in TDS um und zeigen das Ergebnis in ppm an.

Dieser Faktor ist keine Naturkonstante. Er hängt davon ab, welche Salze im Wasser gelöst sind. Für Kochsalzlösungen liegt er um 0,5, für typisches Leitungswasser mit Calcium- und Hydrogencarbonat eher bei 0,6 bis 0,7. Der Rechner lässt Sie den Faktor frei wählen, damit Sie Werte verschiedener Geräte vergleichen können.

κ₂₅ = κ_T / (1 + α · (T − 25 °C))  |  TDS = k · κ₂₅  |  spezifischer Widerstand = 1.000.000 / κ₂₅

Beispiel: Ein Messgerät zeigt bei 20 °C eine Leitfähigkeit von 500 µS/cm. Mit α = 2 %/K wird auf 25 °C umgerechnet: 500 / (1 + 0,02 · (20 − 25)) = 500 / 0,9 = 555,6 µS/cm. Mit dem Faktor 0,64 ergibt sich ein TDS-Wert von 355,6 mg/l. Der spezifische Widerstand beträgt 1.800 Ω·cm, der Grenzwert von 2.790 µS/cm wird deutlich unterschritten.

Temperatur, Faktoren und Einordnung

Die Leitfähigkeit steigt mit der Temperatur um etwa zwei Prozent je Grad, weil die Ionen in warmem Wasser beweglicher sind. Damit Messungen vergleichbar sind, gibt man sie auf eine Bezugstemperatur von 25 °C an. Die DIN EN 27888 beschreibt dafür ein Verfahren mit einer nichtlinearen Korrektur für natürliche Wässer. Die lineare Kompensation mit zwei Prozent je Kelvin ist zwischen etwa 10 und 30 °C eine gute Näherung.

Viele Messgeräte kompensieren die Temperatur bereits selbst. Setzen Sie den Koeffizienten dann auf null, sonst wird doppelt korrigiert. Einige Geräte beziehen sich auf 20 °C statt auf 25 °C; Werte bei 20 °C liegen rund zehn Prozent niedriger. Achten Sie beim Vergleich mit Analysen des Wasserversorgers darauf, welche Bezugstemperatur angegeben ist.

Zur Einordnung: Destilliertes Wasser und Osmosewasser liegen meist unter 20 µS/cm, weiches Leitungswasser bei 100 bis 300, hartes bei 500 bis 1.000 µS/cm. Die Trinkwasserverordnung setzt einen Indikatorgrenzwert von 2.790 µS/cm bei 25 °C. Meerwasser erreicht etwa 50.000 µS/cm. Für Aquarien, Hydrokultur und Kaffeemaschinen gelten eigene Richtwerte der Hersteller.

Der TDS-Wert sagt nichts darüber, welche Stoffe im Wasser sind und ob sie unbedenklich sind. Nitrat, Schwermetalle oder Keime lassen sich so nicht erkennen. Für eine Beurteilung der Trinkwasserqualität ist eine Laboranalyse nötig. Die Härte berechnen Sie mit dem Wasserhärte-Rechner, das Mischen mit Osmosewasser mit dem Osmosewasser-Verschnitt-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Wasser prüfen.

  • Kalibrieren: Mit Prüflösung.
  • Temperatur: 25 °C Bezug.
  • Faktor: Gerät prüfen.
  • Labor: Für Schadstoffe.

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Häufige Fragen

Ist ppm dasselbe wie mg/l?

Bei Wasser praktisch ja, weil ein Liter Wasser etwa ein Kilogramm wiegt.

Welcher TDS-Faktor ist der richtige?

Er hängt von den gelösten Salzen ab; für Leitungswasser passen meist 0,6 bis 0,7, für Kochsalzlösungen etwa 0,5.

Warum zeigen zwei TDS-Messgeräte unterschiedliche Werte?

Sie verwenden oft verschiedene Umrechnungsfaktoren oder Bezugstemperaturen, obwohl die Leitfähigkeit gleich ist.

Welchen Leitwert hat Osmosewasser?

Meist unter 20 µS/cm, gute Anlagen erreichen weniger als 10.

Was bedeutet EC auf dem Messgerät?

Electrical Conductivity, also die elektrische Leitfähigkeit.

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