Die Mischungsrechnung
Viele Zierfische und Pflanzen aus Südamerika und Südostasien stammen aus sehr weichem Wasser, während das Leitungswasser in weiten Teilen Deutschlands mittelhart bis hart ist. Eine Umkehrosmoseanlage entfernt fast alle gelösten Salze. Reines Osmosewasser ist jedoch zu weich und kaum gepuffert; deshalb wird es mit Leitungswasser verschnitten, bis die gewünschte Härte erreicht ist.
Härten mischen sich linear. Der Anteil Leitungswasser ergibt sich aus dem Abstand zwischen Zielwert und Osmosewert, geteilt durch den Abstand zwischen Leitungswert und Osmosewert. Der Rechner mischt nach dem gewählten Wert, also entweder nach Gesamthärte oder nach Karbonathärte, und zeigt, welcher andere Wert sich dabei von selbst einstellt. Bei hartem Leitungswasser mit hoher Karbonathärte ist das oft entscheidend für den pH-Wert.
Ausgegeben werden der Anteil Leitungswasser in Prozent, die Liter beider Wasserarten, Gesamt- und Karbonathärte der Mischung, die Gesamthärte in Millimol je Liter und das Verhältnis Osmose zu Leitungswasser. Ein Grad deutscher Härte entspricht 0,1783 Millimol Erdalkali-Ionen je Liter oder 10 Milligramm Calciumoxid.
Hinweise für die Praxis
Härtewerte schwanken. Der Wasserversorger veröffentlicht meist Durchschnittswerte, die je nach Mischung der Brunnen und Jahreszeit abweichen können. Messen Sie Ihr Leitungswasser deshalb selbst mit Tropftests für GH und KH. Auch Osmosewasser sollte regelmäßig geprüft werden: Ein steigender Leitwert zeigt eine verbrauchte Membran an, dann sind GH und KH des Osmosewassers nicht mehr null.
Gesamt- und Karbonathärte lassen sich durch Verschneiden nicht unabhängig voneinander einstellen, das Verhältnis bleibt das des Leitungswassers. Wer eine niedrige KH bei mittlerer GH möchte, braucht Aufhärtesalze ohne Karbonat, zum Beispiel Mischungen aus Calcium- und Magnesiumsulfat. Für Garnelen gibt es eigene Mineralsalze, mit denen reines Osmosewasser gezielt aufgehärtet wird.
Stellen Sie die Mischung vor dem Wasserwechsel in einem separaten Behälter her und gleichen Sie die Temperatur an das Becken an. Sinkt die Härte zu schnell, reagieren empfindliche Fische und Garnelen mit Stress; größere Umstellungen sollten deshalb über mehrere Wasserwechsel erfolgen. Wie viel Wasser bei einem Wechsel getauscht wird und wie sich Werte dadurch verdünnen, zeigt der Wasserwechsel-Rechner.
Die Härteeinheiten anderer Länder lassen sich umrechnen: 1 °dH entspricht etwa 1,78 französischen Grad und 17,8 Milligramm Calciumcarbonat je Liter. Für weitere Umrechnungen zwischen den Härteeinheiten steht der Wasserhärte-Rechner bereit.
Tipps und typische Fehler
Wasser mischen.
- Messen: Selbst testen.
- Leitwert: Membran prüfen.
- Langsam: Werte schrittweise ändern.
- Temperatur: Angleichen.
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Häufige Fragen
Wie mische ich Osmosewasser mit Leitungswasser?
Anteil Leitungswasser = Zielhärte geteilt durch Leitungshärte, wenn das Osmosewasser praktisch 0 °dH hat.
Kann ich GH und KH getrennt einstellen?
Durch Verschneiden nicht; dafür sind Aufhärtesalze ohne Karbonat nötig.
Wie viel mmol/l sind 1 °dH?
1 °dH entspricht 0,1783 mmol/l Erdalkali-Ionen.
Ist reines Osmosewasser für Fische geeignet?
Nein, es fehlen Mineralien und Puffer; es wird verschnitten oder aufgehärtet.
Wie erkenne ich eine verbrauchte Membran?
Am steigenden Leitwert des Osmosewassers.
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