Wie viel CO2 ist im Wasser?
Wasserpflanzen brauchen Kohlendioxid für die Photosynthese. In dicht bepflanzten Aquarien reicht das CO2 aus der Atmung der Fische oft nicht, deshalb wird es über eine Anlage zugeführt. Den Gehalt direkt zu messen, ist aufwendig. Er lässt sich aber aus zwei einfachen Werten ableiten: der Karbonathärte und dem pH-Wert. Genau diese Abschätzung übernimmt der Rechner.
Dahinter steht das Gleichgewicht zwischen Kohlensäure und Hydrogencarbonat. Je mehr CO2 gelöst ist, desto saurer wird das Wasser, und bei gleicher Karbonathärte sinkt der pH-Wert. Eine Absenkung um eine pH-Einheit bedeutet ungefähr den zehnfachen CO2-Gehalt. Deshalb reagiert das Ergebnis empfindlich auf kleine Messungenauigkeiten beim pH-Wert.
Zusätzlich rechnet der Rechner rückwärts: Sie geben den gewünschten CO2-Gehalt vor und erhalten den pH-Wert, den das Wasser bei Ihrer KH dafür haben sollte. Viele pH-Controller und Magnetventile lassen sich auf diesen Wert einstellen. So wird die CO2-Zufuhr gestoppt, sobald genug gelöst ist, und Überdosierungen werden unwahrscheinlicher.
Grenzen der Formel und Sicherheit für Fische
Die Berechnung setzt voraus, dass die Karbonathärte nur aus Hydrogencarbonat besteht. Andere Puffer im Wasser verfälschen das Ergebnis. Dazu zählen Phosphat aus Düngern, Huminsäuren aus Wurzeln, Laub oder Torf sowie manche Bodengründe. In solchen Becken zeigt die Formel oft zu hohe CO2-Werte. Prüfen Sie das Ergebnis dann mit einem anderen Verfahren.
Ein Dauertest, ein kleines Glas mit Indikatorlösung im Becken, zeigt den CO2-Gehalt über die Farbe an: Blau steht für zu wenig, Grün für den Zielbereich, Gelb für zu viel. Er reagiert langsam, ist aber unabhängig von fremden Puffern im Aquarienwasser. Zusammen mit der Rechnung erhalten Sie ein verlässlicheres Bild.
Zu viel CO2 ist für Fische gefährlich. Sie hängen dann an der Oberfläche, atmen schnell und wirken apathisch. In diesem Fall sofort die CO2-Zufuhr stoppen, die Oberfläche stärker bewegen und gegebenenfalls einen Teilwasserwechsel machen. Erhöhen Sie die Zufuhr immer in kleinen Schritten über mehrere Tage und beobachten Sie die Tiere genau.
Die CO2-Zufuhr sollte zur Beleuchtung passen, denn Pflanzen verbrauchen CO2 nur bei Licht. Nachts kann die Anlage abgeschaltet werden, da das Wasser sonst unnötig weiter versauert. Härtewerte rechnen Sie mit dem Wasserhärte-Rechner um, das Beckenvolumen ermittelt der Aquarium-Rechner. Die Einordnung der Werte ist eine Orientierung, keine Garantie für das Wohl einzelner Arten.
Tipps und typische Fehler
CO2 im Griff.
- Dauertest: Zur Kontrolle.
- Langsam: Schrittweise erhöhen.
- Nachts: Abschalten.
- Fische: Genau beobachten.
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Häufige Fragen
Wie viel CO2 brauchen Aquarienpflanzen?
Häufig empfohlen werden 15 bis 30 mg/l, abhängig von Licht und Pflanzenmenge.
Ab wann wird CO2 für Fische gefährlich?
Deutlich über 30 bis 40 mg/l steigt das Risiko, empfindliche Arten reagieren früher.
Warum zeigt die Formel zu viel CO2 an?
Meist puffern Phosphat oder Huminstoffe zusätzlich und verfälschen die Rechnung.
Wann sollte die CO2-Anlage laufen?
Etwa ab einer Stunde vor dem Licht bis kurz vor Lichtende.
Wie messe ich den pH-Wert im Aquarium genau?
Mit einem kalibrierten pH-Meter oder einer pH-Elektrode des Controllers.
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