Wie viel Leistung ein LED-Streifen braucht
LED-Streifen arbeiten mit Kleinspannung und brauchen ein Netzteil, das die Netzspannung auf 5, 12, 24 oder 48 Volt umsetzt. Die Leistung ergibt sich einfach aus der Länge und der Angabe in Watt pro Meter. Ein Streifen mit 14,4 Watt pro Meter und fünf Metern Länge nimmt also 72 Watt auf, sofern alle LEDs mit voller Helligkeit leuchten.
Das Netzteil sollte nicht genau auf diese Last ausgelegt sein. Läuft es dauerhaft an der Grenze, wird es heiß und altert schneller. Deshalb plant man eine Reserve von etwa 20 Prozent ein und wählt dann die nächste handelsübliche Größe. Bei RGB- oder RGBW-Streifen gilt die Angabe meist für alle Farben gleichzeitig mit voller Helligkeit.
Der Strom folgt aus dem ohmschen Zusammenhang Leistung geteilt durch Spannung. Bei gleicher Leistung fließt bei 12 Volt doppelt so viel Strom wie bei 24 Volt. Ein höherer Strom erzeugt auf den dünnen Leiterbahnen des Streifens mehr Spannungsabfall, sodass die LEDs am Ende dunkler oder farblich verschoben leuchten.
Einspeisung, Querschnitt und Sicherheit
Bei langen Streifen speisen Sie an mehreren Stellen ein, zum Beispiel an beiden Enden oder alle paar Meter mit einer eigenen Zuleitung vom Netzteil. Die Faustwerte im Rechner gelten für übliche Streifen mittlerer Leistung. Bei sehr hellen Streifen sind die zulässigen Längen kürzer; tragen Sie dann die Herstellerangabe ein. Herstellerangaben und Normen haben Vorrang.
Auch die Zuleitung zwischen Netzteil und Streifen muss zum Strom passen. Bei 12 Volt und mehreren Ampere sollten Sie größere Querschnitte wählen oder das Netzteil nah am Streifen montieren. Ein Spannungsverlust von wenigen Prozent macht sich bei LED-Streifen bereits als Helligkeitsunterschied bemerkbar. Wie groß er ist, zeigt der Kabelquerschnitt-Rechner.
Netzteile für den Innenausbau sollten für die Montageart zugelassen sein, etwa für den Einbau in Möbel. Im Außenbereich und in Feuchträumen brauchen Netzteil und Streifen eine passende Schutzart. Der Anschluss an das 230-Volt-Netz bei fest verlegten Leitungen ist Sache einer Elektrofachkraft; steckerfertige Netzteile dürfen Sie selbst verwenden.
Dimmer und Controller belasten das Netzteil nicht zusätzlich, haben aber eigene Strombelastbarkeiten pro Kanal. Prüfen Sie diese ebenso wie das Netzteil. Für den Stromverbrauch zählt die tatsächlich genutzte Helligkeit; gedimmte Streifen verbrauchen weniger als berechnet. Den Vorwiderstand einzelner LEDs berechnen Sie mit dem LED-Vorwiderstand-Rechner.
Tipps und typische Fehler
LEDs versorgen.
- Reserve: 20 Prozent.
- Spannung: 24 V für Längen.
- Einspeisen: Beidseitig.
- Querschnitt: Ausreichend.
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Häufige Fragen
Welches Netzteil brauche ich für 5 m LED-Streifen?
Bei 14,4 W/m sind es 72 W; mit Reserve passt ein Netzteil mit 100 W.
Ist 24 V besser als 12 V?
Für längere Streifen ja, weil nur der halbe Strom fließt und der Spannungsabfall kleiner ist.
Darf ich zwei Netzteile an einen Streifen anschließen?
Nur mit getrennten Segmenten; Netzteile sollten nicht parallel auf dieselbe Leitung speisen.
Warum leuchtet mein LED-Streifen am Ende dunkler?
Wegen Spannungsabfall auf den Leiterbahnen; zusätzlich einspeisen hilft.
Was passiert bei zu schwachem Netzteil?
Es schaltet ab, flackert oder überhitzt.
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