Gesundheit & Sport

Kalorienbedarf von Kindern berechnen

Geben Sie Alter, Körpergewicht und Geschlecht des Kindes ein und schätzen Sie ein, wie viel es sich bewegt. Der Rechner nennt einen Orientierungswert für den täglichen Energiebedarf.

Angaben zum Kind
Ergebnis

Wie der Energiebedarf von Kindern geschätzt wird

Kinder brauchen Energie nicht nur für Atmung, Herzschlag und Bewegung, sondern auch für das Wachstum. Der Bedarf hängt deshalb stark vom Alter, vom Körpergewicht und davon ab, wie aktiv ein Kind ist. Ein Kleinkind, das den Tag krabbelnd und laufend verbringt, braucht pro Kilogramm Körpergewicht deutlich mehr Energie als ein Jugendlicher, der viel sitzt.

Der Rechner bestimmt zuerst den Grundumsatz mit den Schofield-Gleichungen. Sie wurden aus zahlreichen Messungen an Kindern und Erwachsenen abgeleitet und von der Weltgesundheitsorganisation übernommen. Für die Altersgruppen bis 3, 3 bis 9 und 10 bis 17 Jahre gibt es getrennte Formeln für Jungen und Mädchen. Anschließend wird der Grundumsatz mit dem Aktivitätsfaktor PAL multipliziert, der die Bewegung im Alltag abbildet.

Das Ergebnis ist ein Durchschnittswert für gesunde Kinder mit normalem Gewicht. Der tatsächliche Bedarf schwankt von Tag zu Tag und von Kind zu Kind. Deshalb zeigt der Rechner zusätzlich einen Bereich von zehn Prozent unter und über dem Schätzwert. Liegt die Ernährung grob in diesem Rahmen und wächst das Kind entlang seiner Perzentile, ist das ein gutes Zeichen.

Energiebedarf=Grundumsatz (Schofield nach Alter , Geschlecht , Gewicht)×PAL\text{Energiebedarf} = \text{Grundumsatz}\,\left(\text{Schofield nach Alter}\,{,}\ \text{Geschlecht}\,{,}\ \text{Gewicht}\right) \times \text{PAL}

Beispiel: Ein 8-jähriger Junge wiegt 26 kg. Sein Grundumsatz beträgt 22,706 × 26 + 504,3 = 1.095 kcal. Bei mittlerer Bewegung (PAL 1,6) ergibt sich ein Energiebedarf von etwa 1.751 kcal pro Tag, der Orientierungsbereich reicht von 1.576 bis 1.927 kcal.

Den Schätzwert richtig einordnen

Kinder müssen keine Kalorien zählen. Der Schätzwert hilft eher Eltern, die wissen möchten, in welcher Größenordnung sich der Bedarf bewegt, etwa beim Vergleich von Pausenbrot, Süßgetränken oder Sportlernahrung. Wichtiger als die genaue Zahl ist eine ausgewogene Auswahl: reichlich Getreide, Gemüse und Obst, regelmäßig Milchprodukte, mäßig Fleisch und wenig Süßes.

Das Körpergewicht sollte das aktuelle Gewicht sein. Bei deutlichem Über- oder Untergewicht liefert die Formel nur grobe Werte, weil sie von einem durchschnittlichen Körperbau ausgeht. Ob das Gewicht zur Größe passt, beurteilt die Kinderarztpraxis anhand von Perzentilkurven. Eine Diät ohne ärztliche Begleitung ist für Kinder nicht geeignet, weil das Wachstum Vorrang hat.

Der Aktivitätsfaktor ist der größte Unsicherheitsfaktor. Ein Kind, das täglich im Verein trainiert, kann auch über dem höchsten Wert der Auswahl liegen. Umgekehrt bewegen sich viele Schulkinder weniger, als Eltern vermuten. Beobachten Sie über mehrere Wochen, ob Ihr Kind satt, leistungsfähig und gut gelaunt ist; das sagt mehr als jede Rechnung.

Für Säuglinge im ersten Lebensjahr ist der Rechner nicht gedacht, dort gelten eigene Empfehlungen für Muttermilch und Beikost. Bei Fragen zu Gewicht, Wachstum, Essverhalten oder bei chronischen Erkrankungen holen Sie bitte kinderärztlichen Rat ein. Die Formeln liefern eine Orientierung, keinen Ernährungsplan.

Tipps und typische Fehler

Gesund essen im Alltag.

  • Getränke: Wasser statt Saft.
  • Regelmäßig: Feste Mahlzeiten.
  • Bewegung: Täglich draußen spielen.
  • Perzentile: Beim Kinderarzt prüfen.

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Häufige Fragen

Wie viele Kalorien braucht ein 10-jähriges Kind?

Je nach Gewicht und Bewegung meist etwa zwischen 1.500 und 2.300 kcal am Tag. Der Rechner schätzt den Wert für Ihr Kind.

Brauchen Jungen mehr Energie als Mädchen?

Ab dem Schulalter meist etwas mehr, weil sie im Durchschnitt mehr Muskelmasse haben. Die Formeln unterscheiden deshalb nach Geschlecht.

Was bedeutet PAL?

Physical Activity Level, der Faktor, mit dem der Grundumsatz für die Alltagsbewegung multipliziert wird.

Steigt der Bedarf in der Pubertät?

Ja, durch den Wachstumsschub und mehr Muskelmasse oft deutlich, besonders bei Jungen.

Sollten Kinder Kalorien zählen?

Nein, wichtiger sind ausgewogene Mahlzeiten, Bewegung und das normale Sättigungsgefühl.

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