Finanzen & Sparen

Inflationsrate aus zwei Werten berechnen

Tragen Sie einen früheren und einen späteren Preis oder Indexstand sowie den Zeitraum in Jahren ein. Der Rechner zeigt die jährliche Rate und den Kaufkraftverlust.

Ihre Werte
Auch Bruchteile möglich, etwa 2,5 Jahre.
Ergebnis

Teuerung in eine Jahresrate umrechnen

Ob Butter, Miete oder ein ganzer Warenkorb: Wer zwei Preise aus verschiedenen Jahren kennt, möchte oft wissen, wie stark sie im Schnitt pro Jahr gestiegen sind. Genau das berechnet dieser Rechner. Sie können Einzelpreise eintragen oder die Stände eines Preisindex, etwa des Verbraucherpreisindex, den das Statistische Bundesamt monatlich veröffentlicht.

Die durchschnittliche jährliche Rate ist ein geometrisches Mittel. Sie beantwortet die Frage, welche gleichbleibende Rate Jahr für Jahr zum selben Endwert geführt hätte. Das ist nicht dasselbe, wie die Gesamtteuerung einfach durch die Zahl der Jahre zu teilen, denn Preissteigerungen bauen aufeinander auf. Der Rechner zeigt beide Werte, damit der Unterschied sichtbar wird.

Zusätzlich berechnet er den Kaufkraftverlust: Was am Anfang 100 Euro gekostet hat, kostet am Ende mehr, umgekehrt kaufen 100 Euro am Ende weniger. Und er zeigt, nach wie vielen Jahren sich die Preise bei gleicher Rate verdoppeln würden. Sinken die Preise, zeigt die Rate einen negativen Wert, also eine Deflation.

ja¨hrliche Inflationsrate=(spa¨terer Wertfru¨herer Wert)1Jahre−1; Kaufkraftverlust=1−fru¨herer Wertspa¨terer Wert\text{jährliche Inflationsrate} = \left(\frac{\text{späterer Wert}}{\text{früherer Wert}}\right)^{\frac{1}{\text{Jahre}}} - 1;\ \text{Kaufkraftverlust} = 1 - \frac{\text{früherer Wert}}{\text{späterer Wert}}

Beispiel: Ein Warenkorb kostete vor 10 Jahren 100 Euro und heute 125 Euro: Teuerung insgesamt 25,00 Prozent, durchschnittliche Inflationsrate 2,26 Prozent pro Jahr, einfacher Durchschnitt 2,50 Prozent. Der Kaufkraftverlust beträgt 20,00 Prozent, 100 Euro sind also nur noch 80 Euro wert. Bei gleicher Rate verdoppeln sich die Preise nach rund 31,1 Jahren.

Indexwerte richtig verwenden

Wenn Sie mit dem Verbraucherpreisindex rechnen, nehmen Sie für beide Zeitpunkte Werte mit demselben Basisjahr. Das Statistische Bundesamt stellt den Index gelegentlich auf ein neues Basisjahr um; ältere Werte werden dann umgerechnet. Werte unterschiedlicher Basis dürfen Sie nicht mischen. Für Jahresvergleiche eignen sich Jahresdurchschnitte, für genaue Zeiträume Monatswerte.

Die amtliche Inflationsrate bezieht sich auf einen durchschnittlichen Warenkorb. Ihre persönliche Teuerung kann deutlich abweichen, je nachdem, wie viel Sie für Miete, Energie, Lebensmittel oder Mobilität ausgeben. Tragen Sie eigene Preise ein, etwa Ihre Kaltmiete vor und nach einer Erhöhung, um Ihre persönliche Rate zu ermitteln.

Bei kurzen Zeiträumen unter einem Jahr rechnet der Rechner die Teuerung auf ein Jahr hoch. Eine Preissteigerung von 2 Prozent in einem halben Jahr entspricht etwa 4 Prozent im Jahr. Solche Hochrechnungen schwanken stark, weil einzelne Monate von Sondereffekten wie Energiepreisen geprägt sein können.

Wie viel ein Betrag nach einer bestimmten Inflation künftig wert ist, berechnet der Inflationsrechner. Den Zins nach Abzug der Inflation zeigt der Realzins-Rechner, die Wirkung auf eine spätere Rente der Rente-Kaufkraft-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Teuerung messen.

  • Basisjahr: Einheitlich.
  • Geometrisch: Mitteln.
  • Eigene Preise: Nutzen.
  • Zeitraum: Genau angeben.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum einfachen Durchschnitt?

Der einfache Durchschnitt ignoriert, dass sich Preissteigerungen aufbauen, und liegt deshalb höher.

Wo finde ich Indexwerte?

Beim Statistischen Bundesamt in der Datenbank zum Verbraucherpreisindex.

Kann die Inflationsrate negativ sein?

Ja, bei sinkenden Preisen spricht man von Deflation.

Wie berechne ich die Inflation zwischen zwei Monaten?

Indexstände beider Monate eintragen und den Zeitraum in Jahren angeben.

Was ist die persönliche Inflationsrate?

Die Teuerung Ihres eigenen Warenkorbs, die vom Durchschnitt abweichen kann.

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